Fleißig und gezielt erobert Paris Hilton mit ihren Glamour-Produkten die Welt. Gerade erst eröffnete sie einen neuen Laden im Mittleren Osten, es ist nicht ihr erster dort. Nur diesmal heißt man die Amerikanerin nicht so willkommen. Paris wählte als neuen Standort das heilige Mekka – die wichtigste Pilgerstätte aller Muslime.
Auf ihrer Website, auf Facebook und Twitter erklärte sie: „Liebe meinen neuen schönen Laden, der gerade in der ’Mecca Mall’ in Saudi-Arabien eröffnet wurde! Das ist der 5. Laden in Saudi-Arabien und insgesamt der 42.! Ich bin so stolz, meine Marke weiter wachsen zu lassen.“
Paris durfte nicht bei der Eröffnung dabei sein, ganz einfach, weil sie keine Muslimin ist. Für Nicht-Muslime ist das Betreten der Stadt Mekka tabu. Viele Islam-Anhänger stören sich nun sogar schon an der neuen Anwesenheit des „westlichen Shops“, in dem von Paris selbst designte Handtaschen und Accessoires verkauft werden.
Problem stellt für die Meisten die Vergangenheit des It-Girls dar. Vor allem ihr Sextape aus dem Jahr 2003, das sie in die Schlagzeilen brachte. Außerdem saß Paris schon im Knast und nahm Drogen. Ein Saudi twitterte: „Wie kann jemand, der so ein Video gedreht hat, ein Geschäft in der heiligen Stadt eröffnen – neben der Großen Moschee?“ Gemeint ist die al-Haram-Moschee, die das religiöse Zentrum von Mekka und Ziel aller Pilger darstellt.
Der Kritisierende hat nicht ganz Recht. Der Paris Hilton-Store befindet sich nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Moschee und der sich im Innenhof befindenden Kabba. Allerdings liegen beide Örtlichkeiten in der City. Wie auch immer, Kritik gibt es genug:
„Es ist nicht akzeptabel, dass so eine Frau hier ihren Laden aufmacht.“ Und weiter: „Historische religiöse Orte in der Altstadt werden zerstört, während Paris Hilton einen neuen Laden in der „Mecca Mall“ eröffnet.“ Oder: „Die Welt ist korrupt, schickt mich bitte jemand zum Mars?“
Nicht alle können das „Mekka-Meckern“ nachvollziehen. Einer meinte: „Warum dieser Angriff? Diese Marke findet man überall auf der Welt. Ob nun in Europa oder Saudi-Arabien.“ Und: „Diejenigen, die das als westliche Invasion der arabischen Welt betrachten, sollten diese Produkte nicht kaufen.“
Ach übrigens, gleich neben der heiligen Moschee befindet sich ein Hilton-Hotel…

Im heiligen Mekka befindet sich jetzt der 42. Paris Hilton Store. Es ist der 5. in Saudi-Arabien.

Und so sieht der Laden von innen aus. Paris ist stolz darauf, doch viele Muslime meckern.
BESTE KOMMENTARE
Kann mir einer mal erklären, warum der Begriff “heilig” gleich vier Mal im Text vorkommt? Bei einem Text über Rom oder Jerusalem verwendet man den Begriff schließlich auch nicht. Zudem ist gerade Mekka mit seinem absuluten Zutrittsverbot für Nichtmuslime ein Zeichen des religiösen Rassismus und damit alles andere als heilig für Nichtmuslime.
am 21.11.12 10:18 Uhr
Buhuhu, haben die armen Muselmänner wieder einen Grund zum Weinen und dem Aussprechen einer Fatwa gefunden?
Wo bleibt Claudia Roth, die sich energisch über Hilton empört und solidarisch mit Mullah Omar zusammen die Steinigung fordert?
Fehlt nur noch Wulff, der klar unterstreicht: Die Hilton gehört zu Deutschland!
am 21.11.12 11:33 Uhr
sorry aber wie schlimm das ist lediglich ein laden ich mein ich habe nix gegen muslime aber das ist doch lächerlich…
am 20.11.12 19:54 Uhr
omg was soll das denn bitte? tragisch tragisch! wo bleibt die taliban? -.-
am 20.11.12 21:15 Uhr
So ein Aufriss um nichts. Meine Güte. Akzepanz kann man nur erlangen, wenn auch Akzeptiert wird! Müssen wohl einige auf der Welt noch lernen. Aber der Laden sieht gut aus:)
am 21.11.12 11:47 Uhr