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Edin Hasanovic: Vom Flüchtlingskind zur Filmhoffnung

Wusstest Du schon...

Margot Robbie scheint nicht wirklich begeistert von ihrer neuen Haarfarbe.

Margot Robbie – ab jetzt brünett – schön?

Spätestens seit der Verleihung der Goldenen Kamera ist Edin Hasanovic („Schuld sind immer die Anderen“) in aller Munde. Als der 23-Jährige völlig überraschend als „bester Nachwuchsschauspieler“ ausgezeichnet wurde, hielt der Shooting-Star eine bewegende Rede, die im Publikum und in den Medien Begeisterungsstürme auslöste. „Ich bin Flüchtling gewesen. Mama hat mich unter schwersten Umständen hierher gebracht“, schilderte der Schauspieler: „Und ich frage mich wie viele derer, die gerade herkommen, haben das Potenzial, hier zu stehen, unsere Schauspielkollegen und Regisseure zu sein!“ Ein Gänsehautmoment, der sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

1992 floh Hasanovic gemeinsam mit seiner Mutter vor dem Jugoslawienkrieg aus Bosnien. Dass ihm die aktuellen Bilder von flüchtenden Menschen und brennenden Flüchtlingsheimen sehr nahe gehen, verwundert da kaum. „Es fällt mir tatsächlich sehr schwer, mir diese Bilder anzuschauen. Ich meide sie bewusst“, gibt der Schauspieler im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news zu. Zu sehr erinnern sie ihn an seine eigene Ankunft damals in Deutschland. Noch schwerer könne er jedoch die Bilder verdauen, die gerade im Netz geteilt werden. „Die Bilder nämlich, die uns aus Clausnitz erreichen. Wie sogar die Polizei Menschen menschenunwürdig behandelt macht mir Angst. Rostock-Lichtenhagen ging damals in die Geschichte ein, als schreckliche Ausnahme. Heute leben wir in einer Zeit, in der fast täglich Flüchtlingsheime brennen und es uns alle, ob der medialen Überflutung und der Häufigkeit, kaum noch berührt.“

Diese Rolle bescherte ihm den Durchbruch: Sehen Sie Edin Hasanovic auf MyVideo im Film „Schuld sind immer die Anderen“

„Endlich angekommen“

Wie dankbar Hasanovic für die Chancen ist, die ihm hier in Deutschland geboten wurden, zeigte sich auch in seiner Rede. „Ich freue mich so sehr, weil ich unfassbar brenne für diesen Beruf. Ich verglühe manchmal, ich hab so Bock (…)!“, schrie er förmlich auf der Bühne. Heute fühle er sich endlich angekommen. „Sowohl der Preis an sich, als auch das Lob, der Respekt und die Anerkennung nach der Verleihung, geben mir Sicherheit und zeigen mir, dass ich genau so weiter machen soll“, so Hasanovic weiter zu spot on news. Auch die mediale Aufmerksamkeit um seine Person habe sich geändert. „Sie ist deutlich größer geworden. Mehr ob der Rede als des Preises wegen. Jetzt liegt es aber an mir, die Beachtung wieder auf meine Arbeit und den Grund für den Preis zu lenken und das Interesse der Menschen auch für die Filme zu wecken, die jetzt bald ausgestrahlt werden.“

Typisch deutsch, typisch bosnisch

Am Mittwoch ist Hasanovic im Thriller „Auf kurze Distanz“ (20:15 Uhr im Ersten) an der Seite von Tom Schilling zu sehen. Der Film handelt über die serbische Wettmafia und bot Hasanovic die Möglichkeit, auch in seiner Muttersprache zu spielen. „Darüber habe ich mich sehr gefreut und es war auch dem Film sehr zuträglich, in meiner ersten Muttersprache sprechen zu dürfen“, schwärmt der 23-Jährige, der sowohl deutsche als auch bosnische Charaktereigenschaften in sich vereint. „Typisch deutsch ist bei mir der rationale Teil. Das allgemeine Denken, Philosophieren, Einordnen, Beurteilen, Entscheiden. Der kühle Kopf ist Deutsch. Der Heiße und meist Hitzige kommt vom Balkan. Das impulsive, laute, herzliche, leidenschaftliche Feuer, das ich manchmal kaum kontrollieren kann, und sogar der Kontrollverlust ist undeutsch. Ich bin sehr glücklich und froh, dass ich mit diesen Gegenteilen aufwachsen durfte. Die Mischung macht’s aus“, ist sich Hasanovic sicher.

Für die Zukunft habe er sich vorgenommen, „dass ich, wenn mir die Chance gegeben wird, genauso weiter mache. Und dann mal schauen, wohin es mich trägt. Mit Planen kommt man in diesem Beruf nicht weit.“ Und wenn er doch mal umschulen müsste, dann „werde ich Eventmanager oder Kriminalpolizist“. Doch das dürfte mehr als unwahrscheinlich sein…

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