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„Mad Max: Fury Road“ schnappt sich die meisten Oscars

Wusstest Du schon...

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Für die ganz großen Kategorien hat es zwar nicht gereicht, dennoch kann der Action-Kracher „Mad Max: Fury Road“ von George Miller (70) als Gewinner der Oscars 2016 angesehen werden. Gleich in sechs Kategorien holte der Film mit Tom Hardy (38) in der Titelrolle einen Oscar: in Kostüm-Design, Produktions-Design, Make-up, Film-Editing, Sound-Editing und Sound-Mix.

Kein anderer Streifen der 88. Oscar-Verleihung bekam mehr Preise. Satte zwölf Nominierungen hatte etwa „The Revenant“ sammeln können, Oscars gab es dann aber „nur“ drei. Die Trauer wird sich aber bei allen Beteiligten in Grenzen halten: Mit Alejandro González Iñárritu (52) als „Bester Regisseur“ und Leonardo DiCaprio (41) als „Bester Hauptdarsteller“ heimste „The Revenant“ schließlich in zwei der prestigeträchtigsten Kategorien einen Preis ein.

Sehen sie bei Clipfish den Trailer zu „Mad Max: Fury Road“

Den ersten und letzten Preis des Abends holte dagegen „Spotlight“ von Tom McCarthy (49). Kein Streifen sei so gut gewesen wie das Drama über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche, befand die Academy. Die Folge: Preise als „Bester Film“ und für das „Beste Drehbuch“. Warum „Mad Max: Fury Road“ dennoch zurecht seine Trophäen einheimste, lesen Sie hier:

Darum ist „Mad Max“ so gut

Selbst die opulentesten Action-Streifen lassen den Zuschauern in aller Regel zumindest zu Beginn kurz Luft zum Durchatmen. Nicht so „Mad Max: Fury Road“: Schnell das Auto geschrottet, in Gefangenschaft geraten und einen schicken Haarschnitt bekommen – und schon kann es für Protagonist Max (Hardy) in das gefühlt zweistündige Finale des Films gehen. Und wer sich darauf einlässt, wird selten besser unterhalten.

Hat der noch TÜV?

Die Handlung von „Mad Max“ ist dementsprechend schnell zusammengefasst. Eigentlich will Max nur in aller Ruhe um seine ermordete Familie trauern. Doch die motorisierten Schergen des Despoten Immortan Joe lassen das nicht zu. Der wortkarge Einsiedler wird von ihnen in Ketten gelegt und als lebende Dialyse-Maschine beziehungsweise Kühlerhaubenfigur missbraucht.

Ein Glück, dass die toughe Furiosa kurze Zeit später beschließt, sich nicht länger von Immortan Joe knechten zu lassen. Bei einer Versorgungsfahrt mit einem Tanklaster nutzt sie die Gelegenheit zur Flucht, den kompletten Harem des Tyrannen heimlich mit an Bord. Der ist über den Verlust seiner hübschen Damen selbstredend wenig erfreut und nimmt mit seiner Armada an wild zusammengeschusterten Boliden die Verfolgung durch die Wüste auf – der bemitleidenswerte Max mittendrin.

Opulente Endzeit

Es ist beeindruckend, wie gut es Regisseur George Miller gelungen ist, die Atmosphäre seiner bisherigen „Mad Max“-Streifen über 30 Jahre nach dem ersten Teil wieder einzufangen. „Fury Road“ ist genauso übertrieben, wahnwitzig und brachial, wie ein „Mad Max“-Film zu sein hat.

Entgegen des Trends, Remakes oder Reboots eines alten Werks ungemein düster und „realistisch“ neu zu interpretieren, nimmt sich der Film aber selbst nicht zu ernst. Wie könnte er das auch? Hirn aus, Motor an – so lautet die Formel, mit der „Mad Max“ erstaunlich gut zu unterhalten weiß. Auch, weil der Film trotz der Bierdeckel-Story mehr Substanz aufweist als zuletzt das effektheischende Action-Kino à la Michael Bay.

Die Oscar-prämierte Kunst der Zerstörung

Das wird speziell in den ungemein aufwendig choreografierten Kampf- und Verfolgungsjagden deutlich, die im Grunde fast den gesamten Film ausmachen. Die Kamera wahrt während dieser Szenen eine gewisse Distanz. Die ist auch schlichtweg notwendig, um der rasanten Action folgen zu können. Das sieht fantastisch aus. Auf diese Weise kann aber auch nichts kaschiert werden. Braucht es auch nicht. Denn zum Glück hat es Miller immer noch drauf, auch die zigste Karambolage einzigartig zu inszenieren. Wer sich in „Mad Max“ langweilt, der gähnt auch beim Achterbahnfahren.

Ohne Computertechnik kommt natürlich auch „Mad Max“ nicht aus. Mit Ausnahme der unmöglichsten Stunts wird aber so gut es geht auf echte Schauspieler und Explosionen zurückgegriffen, was grundsätzlich immer die bessere Wahl ist. Apropos Tricktechnik: In einem Punkt zitiert sich Miller auffallend selbst. Wie in seinen Vorgänger-Filmen lässt er auch in „Fury Road“ das Geschehen gerne schneller ablaufen. Dadurch wird ein beinahe comichafter Look erschaffen, der nicht jedermanns Sache sein dürfte, zu „Mad Max“ aber ebenso gut passt wie der Geruch von Motoröl und Benzin.

Bass, wir brauchen Bass

Max alias Tom Hardy hat ohnehin schon eine beeindruckende Stimme, für „Mad Max“ wurde sie aber noch eine Oktaven nach unten geknüppelt. Um große Reden zu schwingen, benutzt er sie aber nicht, sondern eher, um zustimmend oder verächtlich zu knurren. Mit Hardy wurde definitiv der perfekte Ersatz für den in die Jahre gekommenen Mel Gibson gefunden, der bislang der einzige Darsteller des Wüterichs war. Dennoch stiehlt ihm Charlize Theron ein wenig die Show. Als einarmiger Inbegriff einer Amazone überzeugt sie mit raspelkurzen Haaren und schwarzer Kriegsbemalung. Ihrem Charakternamen Furiosa wird sie mehr als gerecht.

Zusammenfassung

Interessierten Freunden erklärt man den Plot von „Mad Max: Fury Road“ am besten, indem man beide Arme in die Luft reißt und Explosions-Geräusche von sich gibt. Auch kein Wunder, immerhin erwarten den Zuschauer zwei Stunden und inzwischen sechsfach Oscar-gekrönter Irrwitz.

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