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Patrick Vollrath: Holt er einen Oscar für Deutschland?

Wusstest Du schon...

Justin Theroux soll angeblich völlig besessen von seinem faltenfreien Äußeren sein und auch gerne mal zu Botox greifen.

Justin Theroux – greift er gerne mal zu Botox?

Wenn in der Nacht vom 28. auf den 29. Februar im Dolby Theater in Los Angeles die Oscars verliehen werden, hält Regisseur Patrick Vollrath die Flagge für Deutschland hoch. Mit seinem eindringlichen Familien-Drama „Alles wird gut“ ist der in Eisdorf am Harz geborene Filmemacher für den besten Kurzfilm nominiert. Darin geht es um einen verzweifelten Vater, der die Absicht hat, seine Tochter ins Ausland zu entführen. Die Nachrichtenagentur spot on news sprach mit Vollrath, der es sich aktuell in einer von Ferienwohnungs-Portal FeWo-direkt gestellten Villa in L.A. gut gehen lässt. Warum ihm das Kurzfilm-Genre besonders am Herzen liegt, was er von der Rassismus-Debatte hält und warum er sich ziemlich sicher ist, dass Leonardo DiCaprios Oscar-Fluch endlich reißen wird, verriet er im Interview.

Herr Vollrath, was hat Sie zum Thema von „Alles wird gut“ inspiriert?

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Patrick Vollrath: Das Ganze hat angefangen mit einem Zeitungsartikel über einen ähnlichen Fall. Und ich habe mich immer gefragt, wie kann ein Elternteil etwas tun, das dem Kind so schadet und am Ende behaupten, er tut es aus Liebe. Und das war die Frage, die mich beschäftigt und auf eine Recherchereise geschickt hat. Ich habe mit ganz vielen Leuten gesprochen, die mit diesem Thema zu tun haben, mir alle Seiten und Meinungen angehört und habe aus den Informationen das Drehbuch geschrieben.

Was sind die Besonderheiten eines Kurzfilms?

Vollrath: Die Besonderheiten eines Kurzfilms sind, in unglaublich kurzer Zeit Charaktere zu kreieren, denen man folgen möchte, Konflikte zu kreieren, die klar sind. Und das alles in diesem kurzen Momentum, keine Zeit zu haben, um das ausführlich zu klären und es doch schaffen zu müssen, Leute auf diese Reise mitzunehmen. Das ist glaube ich das, was den Kurzfilm so interessant macht und auszeichnet. Dass man halt das Gleiche, was man sonst in 90 Minuten fühlen, erleben möchte oder sollte dann einfach auf reduzierte Art und Weise rüberbringen muss.

Wie, wo und wann haben Sie von der Oscar-Nominierung erfahren?

Vollrath: Ich habe von der Nominierung zu Hause erfahren. Ich saß vor dem Laptop. Ich wusste, dass diese Pressekonferenz zu einer gewissen Zeit stattfinden wird und habe es mir angeschaut. Dann habe ich während der Pressekonferenz unseren Namen gehört. Als dann gesagt wurde, dass wir nominiert sind, war es pure Freude.

Sie sehen sich mit ihrem Film als Außenseiter – wieso?

Vollrath: Unser Film ist wahnsinnig europäisch, wir haben keine Musik. Wir drehen nach Hollywood-Maßstäben sehr unkonventionell. Das macht es für einen Film natürlich schwieriger, die Voter von der Academy zu überzeugen. Meistens sind in dieser Kategorie auch immer Filme mit größeren politischen Botschaften. Von daher sehe ich uns mehr als Außenseiter, weil wir mehr das kleine, europäische Drama gemacht haben.

Wem würden Sie in Ihrer Rede danken, wenn sie gewinnen sollten?

Vollrath: Es sollen ja dieses Jahr keine Dankesreden mehr gehalten werden. Sondern man muss vorab eine Liste abgeben mit Leuten, denen man danken möchte, sollte man gewinnen. Und das läuft dann unten als Text durch, während man auf die Bühne geht und dann soll man die 45-sekündige Redezeit dazu verwenden etwas zu sagen, das eine gewisse Bedeutung hat, anstatt einfach nur Namen aufzuzählen, denen man danken möchte. Natürlich dankt man zuerst den Leuten, die einen von Anfang bis Ende bei einem Film begleitet, die einen unterstützt haben und natürlich seiner Familie und seinen Eltern, die ja den Lebensweg geprägt haben.

Worauf freuen Sie sich bei der Preisverleihung am meisten?

Vollrath: Ich schaue die Oscars, seit ich 13 bin, seit 17 Jahren mittlerweile. Ich freue mich einfach, das alles hautnah und live mitzuerleben, das ganze Drumherum, wie das abläuft und durchorganisiert ist, diese ganze Show, das Vorfeld und die Atmosphäre. Das live mitzuerleben ist was ich total spannend finde.

Können Sie die Rassismus-Vorwürfe der diesjährigen Oscars nachvollziehen?

Vollrath: Es ist wahnsinnig schwierig, diese ganze Rassismus-Diskussion zu beurteilen, wenn man so weit weg ist. Ich hoffe einfach, dass keiner von den Academy-Mitgliedern einfach zu Hause sitzt und denkt „Den wähle ich jetzt nicht, weil sie schwarz oder nicht weiß ist“. Ich hoffe, dass das einfach nur ein großer Zufall war, dass es dieses Jahr so gelaufen ist. Generell denke ich, dass es wahrscheinlich ein strukturelles Problem in der Filmwelt ist, dass die Rollen für Schwarze und Nicht-Weiße vielleicht einfach im Vorfeld des Drehbuchstadiums nicht so komplex geschrieben sind. Dass verhindert dann, dass sie eine starke Rolle kriegen und weltweit für Furore sorgen können. Das ist das Problem und die Oscars sind eher ein Symptom davon.

Wie stehen Sie zu Leonardo DiCaprio? Ist es an der Zeit, dass er seinen ersten Oscar erhält?

Vollrath: DiCaprio ist ein toller Schauspieler, ein sehr körperlicher Schauspieler, der sich – wie jedes Mal – voll in seine Rollen hineinhaut und nie halbe Sachen macht. Er hätte ihn für Gilbert Grape noch ein bisschen mehr verdient, weil das war wirklich mit seine beste Rolle, die er je gespielt hat. Aber bei den Oscars ist es oft so, dass man viele Momente haben muss, bis es dann mal klappt. Von daher – auch weil ich in der Kategorie jetzt auch keinen sehe, der ihn dieses Jahr für seine Rolle oder seine Arbeit mehr verdient hätte – bin ich mir ziemlich, ziemlich sicher, dass er ihn dieses Jahr endlich bekommt.

Was steht für Sie nach den Oscars an?

Vollrath: Nach den Oscars ist der Rummel endlich mal vorbei und man kann sich auf das konzentrieren, was wichtig ist, nämlich den nächsten Film. Weil letztendlich sind wir jetzt die ganze Zeit mit einer Arbeit unterwegs, die schon zwei Jahre zurückliegt und man möchte natürlich den nächsten Schritt machen und seinen ersten Langfilm, seinen ersten Kino-Spielfilm realisieren. Ich hoffe, dass dieser ganze Oscar-Hype ein bisschen hilft, dass das etwas wird.

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