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Robin Williams: So wird sein letzter Film

Wusstest Du schon...

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Mit dem einfühlsamen Drama „Boulevard“ grüßt Robin Williams ab dem 21. Januar ein letztes Mal von der Kino-Leinwand. Der Schauspieler, der sich am 11. August 2014 das Leben nahm, verkörpert darin den biederen Bankangestellten Nolan, der sich erst mit 60 Jahren eingesteht, eine Lüge zu leben. In einem insgesamt durchschnittlichen Film macht uns Williams mit einer exzellenten Leistung noch einmal schmerzlich bewusst, welch großartiger Schauspieler der Traumfabrik abhandengekommen ist.

Ein neues Leben

Sehen Sie bei Clipfish den Trailer zu Robin Williams‘ letzten Film „Boulevard“

Nolan Mack lebt das Musterbeispiel eines geborgenen, aber langweiligen Daseins. Tag ein Tag aus pendelt er von seinem suburbanen Häuschen zu seinem Job als Banker. Mit Ehefrau Joy (Kathy Baker) teilt er schon lange kein Bett, keine Gefühle mehr – gemeinsam einsam fristen sie ihr Leben.

„Bist du glücklich?“ Die simple Frage seines Chefs wirft Nolan schließlich aus der Bahn seines geheuchelten Lebens. Nein, er ist nicht glücklich, und daran will er nun endlich etwas ändern. Denn schon mit zwölf Jahren wusste er von seiner Homosexualität, ausgelebt hat er sie nie.

Nach einer spontanen Kehrtwende mit seinem Auto auf dem titelgebenden Boulevard lernt er den Prostituierten Leo kennen. Schnell verbindet Nolan eine enge Beziehung mit dem deutlich jüngeren Mann, durch die er auch sich selbst immer besser kennenlernt.

Die späte Einsicht

Bei der Geschichte von „Boulevard“ fällt es natürlich nicht schwer, Parallelen zum echten Leben zu ziehen. Der späte Wandel von Bruce zu Caitlyn Jenner kommt in den Sinn und verleiht „Boulevard“ eine unbestreitbare Relevanz. Die Aussage des Films ist dabei so positiv wie aufrüttelnd: Die Suche nach der eigenen Identität hat kein Ablaufdatum. Doch wer glücklich sein will, darf sich nicht hinter seiner gelebten Lüge verstecken und muss aktiv werden.

Wem speziell die ernsten Rollen von Williams gefallen haben, dem wurde mit „Boulevard“ noch ein letzter, würdiger Abschied geschenkt. Ähnlich wie bei Philip Seymour Hoffman und seinem ebenfalls posthum erschienenen Film „A Most Wanted Man“ ist es aber ein ruhiger, melancholischer Abschied. Unspektakulär, dafür umso trauriger.

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