Cristiano Ronaldo: Hohe Gehälter der Fußballstars gerechtfertigt?

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Immer wieder stehen die Gehälter von Profi-Fußballern im Zentrum einer hitzigen Debatte. So manch einer fragt sich, ob die immensen Summen überhaupt gerechtfertigt sind. Immerhin zeigt ein Querschnitt durch die Bevölkerung, dass so gut wie kein normaler Arbeitnehmer derartig hohe Einnahmen erzielen kann, selbst sehr angesehene und hochrangige Berufe wie Pilot, Arzt oder auch Minister können nicht einmal ansatzweise an die enormen Summen heranreichen. Aber wie kommen die Millionenbeträge einiger Profis eigentlich zustande und gibt es Gründe, die das hohe Gehalt rechtfertigen?

Im vorigen Jahr ermittelte das französische Magazin „France Football“, welche Spieler und Trainer weltweit am meisten verdient haben. Zwar basieren die genannten Gehälter dabei teils auch auf Schätzungen, andererseits fließen aber auch offizielle Werbedeals mit hinein.

  • Die Spitze der reichsten Fußballer führt Lionel Messi an, er verdient laut France Football 65 Millionen Euro pro Jahr und damit mehr als jeder andere Spieler.
  • Dauerrivale Cristiano Ronaldo folgt direkt dahinter und schafft es auf etwa 56 Millionen Euro.
  • Dahinter folgt Ausnahmekicker Neymar, der es immerhin noch 36,5 Millionen Euro pro Jahr erreicht.

Nicht ganz uninteressant ist auch ein Blick auf die Entwicklungen dieser Gehälter: Denn im Jahr 2000 lagen diese noch deutlich niedriger. Damals führte der Italiener Alessandro Del Piero die Liste an. Mit gerade einmal 12,5 Millionen, also weniger als ein Fünftel dessen, was Messi heute verdient. Unter den deutschen Top-Verdienern befindet sich u.a. Mario Götze an der Spitze, er schafft es immerhin noch auf 16,9 Millionen Euro im Jahr.

1. Lionel Messi (Barcelona)    65 Mio. Euro
2. Cristiano Ronaldo (Real Madrid)    54 Mio. Euro
3. Neymar JR (Barcelona) 36,5 Mio. Euro
4. Thiago Silva (PSG) 27,5 Mio. Euro
5. Robin Van Persie 25,6 Mio. Euro
6. Gareth Bale (Real Madrid) 23,8 Mio. Euro
7. Wayne Rooney (ManUnited) 22,5 Mio. Euro
8. Zlatan Ibrahimovic (PSG) 21,5 Mio. Euro
9. Sergio Agüero (ManCity) 21,2 Mio. Euro
20. Mario Götze (Bayern) 16,9 Mio. Euro

Wie sieht ein angemessenes Gehalt für Fußballer aus?

Für Aufsehen sorgte vor einigen Monaten der Darmstadt-Stürmer Sandro Wagner mit einer gewagten Aussage, die bei vielen Fußballfans für Stirnrunzeln gesorgt hat. So gab er in einem Interview mit der Bildzeitung zu verstehen, dass er die hohen Gehälter nicht nur gerechtfertigt findet, sondern teilweise sogar als zu niedrig betrachtet. Wagner: „Gemessen an all dem, was man aufgibt, finde ich, dass auch die bei Bayern zu wenig verdienen – selbst 12 Millionen oder so. Ein Profi-Fußballer ist ja nicht plötzlich Profi-Fußballer. Der schenkt seine komplette Jugend her. Du hast kaum Freunde in der Jugend, kannst nicht einfach in die Disco abends. Da musst du fit sein, da hast du Spiele.“

Andere Spieler betrachten die hohen Gehälter aber auch durchaus kritischer. So etwa Juan Mata von Manchester United, der zum spanischen Fernsehsender „Salvados“ sagte: „Mit Respekt vor dem Rest der Gesellschaft muss man eingestehen, dass wir im Vergleich lächerlich viel Geld verdienen. Es ist unermesslich. Verglichen zu 99,9 Prozent der spanischen Gesellschaft und dem Rest der Welt, ist es ein unanständiger Lohn. Wir Fußballer leben in einer Blase. Das echte Leben ist das, was meine Freunde leben. Sie müssen sich nach Arbeit umsehen, sich für Arbeitslosengeld registrieren lassen oder auswandern. Das ist normal – mein Leben als Fußballer ist nicht normal.“

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Warum Fußballer im Detail so viel Geld verdienen, lässt sich im Grunde jedoch einfach nachvollziehen: Die großen Stars erhöhen die Qualität ihrer Mitspieler und des gesamten Spiels, das macht ihre Vereine wettbewerbsfähiger. Das wiederum lockt neue Stars in die Liga und diese wecken das Interesse der Zuschauer. Der Fußballsport gewinnt auf diese Weise an Markenwert und die Einnahmen der Vereine dauern an. Es greifen also einfache ökonomische Gesetze von Angebot und Nachfrage, durch die die Spieler immer höhere Gehälter fordern können.

Fakt ist aber auch, dass das Profigeschäft jede Menge Druck und Stress mit sich bringt. Oft kommt es weniger darauf an, wieviel der einzelne austeilen, sondern wieviel er einstecken kann. Grundsätzlich muss Stress aber nicht immer negativ sein. Schließlich handelt es sich um eine natürliche Reaktion des Körpers auf bestimmte Reize und positiver Stress sorgt dafür, dass sich die Aufmerksamkeit erhöht und eine persönliche Höchstform erreicht werden kann. Wurde eine stressige Situation dann erfolgreich bewältigt, so stellt sich außerdem ein Hochgefühl ein. Gesunder Stress kann also auch zufrieden machen und dem Menschen dementsprechend guttun. Handelt es sich hingegen um dauerhaften und damit negativen Stress, so sind die Folgen deutlich ernster und stellen eine große Belastung dar.

Pausenloses Verletzungsrisiko erzeugt Druck

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist dabei die Gesundheit der Spieler. Denn ein Spieler, der ernsthaft verletzt ist oder vielleicht sogar dauerhaft ausfällt und seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, hat im schlechtesten Fall keine Alternativen. Gerade bei Turnieren wie der Europameisterschaft sorgen der enge Terminplan und die hohen Turnierbelastungen dafür, dass ein ständiges Verletzungsrisiko mitschwingt. Wer nicht optimal trainiert und bei bester Gesundheit ist, erleidet früher oder später Verletzungen. Bei bis zu 70 Spielen pro Jahr (für viele Spieler mittlerweile Alltag) liegen die Belastungen jedoch nicht selten an der Grenze der psychischen und physischen Leistungsfähigkeit. Das bringt ein Training unter erschwerten Bedingungen mit sich. Darüber hinaus stehen Spieler auch aufgrund des Mannschaftsgedanken unter Druck: Denn der Verein und das Team sollen nicht enttäuscht werden und vor allem wichtige Leistungsträger sind sich darüber im Klaren, dass ihre Teilnahme am Spiel den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen kann.

Hinzu kommt der psychische Druck, der nicht nur durch das Mannschaftsgefühl und die Fannähe, sondern auch und vor allem durch die Medien entsteht. Kritiken und Lobeshymnen wechseln einander in rasendem Tempo ab und wer gestern noch als großes Talent gefeiert wurde, kann nach dem nächsten Spiel bereits wieder hämischen Kommentaren ausgesetzt sein. Situationen, mit denen Fußballer umgehen müssen und auf die sie gezielt vorbereitet werden – langfristig hinterlassen diese heftigen Emotionswechsel jedoch bei vielen Spuren.

Auch das schwierige Thema Privatsphäre gestaltet sich für namhafte Profis schwierig. Presse, Fernsehen und Fans interessieren sich für das Leben ihres Lieblingsstars, wollen ihm nah sein und mehr über ihn erfahren. In der Realität bedeutet das nicht selten: Paparazzi-Fotos im privaten Urlaub oder Fans, die vor der Haustür warten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die verschenkte Jugend, denn tatsächlich müssen sich Profi-Fußballer schon in ihrer Kindheit stark einschränken. Vieles wird dem späteren Beruf untergeordnet, statt der Disco am Abend oder dem Herumziehen mit Freunden steht Training auf dem Programm. Denn nur wer am nächsten Morgen fit ist, kann im Spiel überzeugen und von Talentscouts und Trainern entdeckt werden. Das ist auch in jungen Jahren bereits harte Arbeit und bringt viele Entbehrungen mit sich. Zudem ist eine Fußballerkarriere in der Regel nur eine gewisse Zeit lang erfolgreich – meist sind es nicht mehr als 10 oder 15 Jahre und danach stehen viele Profis ohne Ausbildung oder richtiges Studium da. Ein Neustart in eine andere Karriere ist danach mit großem Aufwand verbunden.

Auch der berüchtigte Burnout stellt für viele Fußballer ein Schreckgespenst dar. Das hat zumindest die Spielervereinigung FIFPro in einer Studie ermittelt, nach der knapp ein Drittel der Sportler unter Depressionen oder Angstzuständen leidet. Ebenfalls weit verbreitet: Schlafstörungen und sogar Alkoholprobleme, insbesondere bei den bereits zurückgetretenen Spielern.

Die Fußballkarriere bringt viele Einschränkungen mit sich

Aber rechtfertigen Angebot, Nachfrage und die vielen Risiken das stolze Gehalt oder sind die jährlichen Millionen trotz allem zu viel? Das ist und bleibt wohl Auslegungssache und wird auch zukünftig noch Bestandteil vieler hitziger Diskussionen sein. Kurioserweise schaffen es viele Profis übrigens trotz hohem Gehalt spielend leicht, in Geldprobleme zu geraten. Dafür sorgt vor allem der mitunter ausschweifende Lebensstil inklusive vielen Autos, Frauen, Häusern und Marken, den einige Fußballer gerne pflegen.

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Cristiano Ronaldo
Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro, besser bekannt als Cristiano Ronaldo ist ein Fußballspieler aus Portugal. Er wurde am 5. Februar 1985 in Funchal geboren und spielt seit dem Sommer 2009 bei spanischen Verein Real Madrid. Cristiano Ronaldo wurde bei Sporting Lissabon, in der dortigen Jugendakademie, ausgebildet und spielte am 29. September 2002 erstmals für die Profimannschaft des Vereins. Mit 18…

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Kommentare

  • Anonymous

    Geschrieben am 27. Juli 2016

    Antworten

    Die Nachfrage treibt den Preis in die Höhe. Wenn bald die Saison wieder beginnt, wird inkl. Europapokal jeden Tag Fußball im Fernsehen gezeigt. Ein Fest und Riesengeschäft für die Sender, die Vereine, die UEFA, die Sponsoren. Warum sollten die Hauptdarsteller nicht auch davon profitieren? Allerdings sollten die steuerbegünstigten Sonntags-,Feiertags- oder Nachtzuschläge abgeschafft werden.

  • Anonymous

    Geschrieben am 22. Juli 2016

    Antworten

    Gerechtfertigt oder nicht, ich möchte mit denen nicht tauschen. Der Druck muss immens sein. So millionenschwer wie die sind, brauchen die für den Rest ihres Lebens Leibwächter. Für mich persönlich wäre so ein goldener Käfig die Hölle.

  • Theodor

    Geschrieben am 22. Juli 2016

    Antworten

    Bournout gibts auch in den sozialen Berufzweigen zb…und Regeln müssen auch normale Arbeitnehmer einhalten. Ebfnalls haben auch viele normale Berufe Risiken.un psyichen Druck sowie Verletzungsgefahren gibts auch in allen anderen Berufszweigen das ist totaler Bullshit diese Begründung.ist kein Grund dieser überbewerteten Gelder und Gagen finde ich. Aber leider tickt unsere Gesellschaft so und das kann man leider nicht ändern. Also werdet alle Fußballer dann stimmts schon mit dem Konto und dem Luxus..Würg.

  • Theodor

    Geschrieben am 22. Juli 2016

    Antworten

    Natürlich nicht..ist doch alles total überbewertet und steht garnicht im Verhältnis. Die gehen ihrem Hobby nach und bekommen unmengen die unvorstellbar sind. Was leben wir nur in einer Welt..andere Leute gehen schuften und bekommen einen Hungerlohn. Arme Welt ey.

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