"Boi Hunter: Fox" läuft zweimal beim Pornfilmfestival Berlin
Am 21. und 25. Oktober im Programm „Trans Porn Shorts“ – ein bewusst roher Dreh von Vanniall und Ashley Lake, aus dem eine ganze Serie samt DVD werden soll.
Das Pornfilmfestival Berlin hat „Boi Hunter: Fox“ in sein Programm 2026 genommen. Der Film aus dem Studio Vanniall läuft zweimal in der Reihe „Trans Porn Shorts“: am Mittwoch, 21. Oktober, um 21.30 Uhr im Moviemento und am Sonntag, 25. Oktober, um 16 Uhr im Babylon Kreuzberg.
Regie führten Vanniall und Ashley Lake. Die 15 Minuten lange Festivalfassung nimmt sich ein altbekanntes Muster des Genres vor, den Aufriss vor der Kamera, und erzählt es T4T: als Begegnung zwischen trans Menschen, getragen von Begehren und dem Reiz, gesehen und gewollt zu werden. Sie stammt aus der ersten Folge der Serie „Boi Hunter“, die nach Angaben des Studios im Lauf des Jahres erscheint und am Ende auf DVD herauskommt.
"Ein Liebesbrief an mich selbst vor zehn Jahren"
Für Vanniall ist die Einladung nach Berlin ein Wunsch, der in Erfüllung geht. Berlin sei eines der Festivals, auf denen sie „Boi Hunter“ am liebsten sehen wollte, sagt sie, die Aufnahme gleich zweimal ins Programm fühle sich „unglaublich besonders“ an. Der Film spiele mit etwas sehr Vertrautem und mache daraus etwas ganz Eigenes. Im Film spielen die Macher erfundene Fassungen ihrer selbst, als Amateurpornografen – für Vanniall „ein Liebesbrief an mich selbst vor zehn Jahren“.
Ashley Lake, verantwortlich für die Kamera, beschreibt den Dreh als absichtlich roh, ein Gegenstück zu den aufwendigeren Produktionen, mit denen das Studio an den Start geht. Die erste Folge habe den Ton eines schmuddeligen Cruising-Abenteuers auf dem Land, gemischt mit europäischen Einflüssen im Styling. Die Geschichte soll weitergehen: Die Nachwuchspornografen besorgen sich nach Lakes Worten „auf zweifelhaftem Weg“ bessere Ausrüstung und geraten in reichlich Ärger – „wir haben das schließlich für eine DVD geplant“.
Zum zweiten Mal in Berlin
Für Studio Vanniall ist es der zweite Auftritt beim Festival. Zuvor lief dort „Transit“, in dem Jiz Lee mitspielt. Beide Filme gehören zum Startprogramm der Seite studiovanniall.com. Auf die geplante DVD kommen neben „Boi Hunter“ weitere Serien des Studios, darunter „Cockwife Next Door“ und „Dickgirl After Dark“; „The MostlyPics House Season One“ und „Cruising For Girlcock“ sind bereits vollständig online abrufbar. Beim Festival vertritt Jaq Quicksilver das Studio; Quicksilver koordiniert die Produktion und führt von Amsterdam aus das Europageschäft.
Zur Person
Vanniall stammt aus South Carolina und arbeitet in New York und auf ihrem eigenen Produktionsgelände in Western Massachusetts. Seit 2019 steht sie für Studios vor der Kamera, ihre Anfänge als Creatorin reichen ein Jahrzehnt zurück. Sie gewann unter anderem einen XMA Award, einen Pornhub Award als „Favorite Trans Performer“ und einen XBIZ Cam Award. Das Magazin „DIRTY“ brachte sie im August 2026 auf den Titel. Sie setzt sich öffentlich für die Rechte von trans Menschen und Sexarbeitern ein; Beiträge von ihr erschienen nach Angaben des Studios unter anderem bei CNN, Elle, Wired und HuffPost.
Am 21. und 25. Oktober in Berlin
„Boi Hunter: Fox“ läuft im Programm „Trans Porn Shorts“ am Mittwoch, 21. Oktober, um 21.30 Uhr im Moviemento und am Sonntag, 25. Oktober, um 16 Uhr im Babylon Kreuzberg. Das Pornfilmfestival Berlin zeigt seit 2006 unabhängiges, queeres und sexuell progressives Kino; Tickets und Programm gibt es auf pornfilmfestivalberlin.de.