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# Jeanette Biedermann im Mutterglück: "Ich bin den ganzen Tag verliebt"
- URL: https://www.viply.de/exklusiv/jeanette-biedermann-im-muttergluck-ich-bin-den-ganzen-tag-verliebt/
- Published: 2026-10-09T10:23:01.000Z
- Updated: 2026-10-09T10:26:03.000Z
- Description: Sechs Wochen nach der Geburt ihres Sohnes zeigt sich Jeanette Biedermann erstmals wieder bei einem öffentlichen Event. Im Interview spricht sie über ihr neues Leben als Mama und die überwältigende Liebe zu ihrem Baby.
- Author: Redaktion
- Tags: Exklusiv, #spot

"Ich bin wahnsinnig müde und wahnsinnig glücklich", schwärmt Jeanette Biedermann (46). Sechs Wochen nach der Geburt ihres Sohnes hat sich die Sängerin und Schauspielerin erstmals wieder bei einem öffentlichen Event gezeigt. Beim "Deichmann Fashion Talk" in Hamburg präsentierte sich die frischgebackene Mutter strahlend und bestens gelaunt.

In einem burgunderroten Minikleid mit schmalem Gürtel, schwarzen kniehohen Stiefeln und passender Handtasche posierte sie für die Fotografen. Gemeinsam mit Janin Ullmann und Lilli Hollunder sprach sie bei der Vorstellung der neuen Herbst-/Winterkollektion von Deichmann über aktuelle Modetrends. Doch nicht nur in Sachen Mode hatte Biedermann einiges zu erzählen: Im Interview sprach sie offen über ihr neues Leben als Mama, die überwältigende Liebe zu ihrem Sohn und die Herausforderungen der ersten Wochen.

***Sie sind nun schon seit sechs Wochen Mama. Wie geht es Ihnen, haben Sie sich schon in Ihrer neuen Rolle eingefunden?***

Jeanette Biedermann: Mir geht es sehr, sehr gut. Ich bin wahnsinnig müde und wahnsinnig glücklich. Vieles ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe, und gleichzeitig genau so. Das ist ganz verrückt. Er ist ein wunderbares Baby. Mein Körper heilt langsam und ich bin unglaublich froh, mal wieder rauszukommen, kann es aber gleichzeitig kaum erwarten, wieder zu Hause zu sein. Im Moment ist alles voller wunderschöner Gegensätze. Natürlich muss sich vieles noch einspielen. Man findet gerade sein neues Leben, seine neue Rolle und das gemeinsame Zusammenspiel. Das dauert einen Moment.

***Welche Vorstellungen hatten Sie denn vom Muttersein? Und was davon hat sich bisher bestätigt?***

Biedermann: Dass diese Liebe einfach so unendlich, so stark und so groß ist. Dass man wirklich den ganzen Tag verliebt ist. Und das ist tatsächlich so. Ich schaue immer wieder in dieses Gesicht und kann das überhaupt nicht glauben. Manchmal vergeht eine halbe Stunde und ich habe mein Baby einfach nur angehimmelt. Heute bin ich zum ersten Mal seit der Geburt länger von ihm getrennt. Ich konnte mich heute Morgen kaum losreißen, obwohl Papa und beide Omas da sind. Natürlich ist es schön, sich mal wieder in Schale zu werfen und beruflich unterwegs zu sein. Aber ich denke jede Sekunde an ihn. Auf der ganzen Fahrt hierher habe ich allen Fotos gezeigt. Es ist einfach Wahnsinn!

***Haben Sie denn solche öffentlichen Auftritte wie heute in den vergangenen Wochen vermisst?***

Biedermann: Doch, schon. Ich war auch während der Schwangerschaft im Studio und habe Musik gemacht. Ich bin mit ganzem Herzen Musikerin und Schauspielerin, das ist ein großer Teil meines Lebens. Natürlich fühlt man sich mit einem Baby manchmal ein bisschen von der Außenwelt abgeschnitten. Deshalb ist es schön, heute wieder vertraute Gesichter zu sehen und ein Stück weit in meinen Beruf zurückzukehren. Aber heute Abend fahre ich wieder nach Hause und freue mich darauf, in meiner kleinen Babyblase zu sein.

***Heute zeigen Sie sich wieder von Ihrer glamourösen Seite. Wie viel Zeit bleibt dafür im Alltag mit Baby?***

Biedermann: Im Alltag schminke ich mich tatsächlich gar nicht. Keine langen Nägel, kein Parfum, kein Make-up. Ich möchte meinem Baby einfach ganz nah sein. Wenn wir etwas unternehmen, zum Beispiel zum Italiener gehen, mache ich mich aber auch mal ein bisschen hübsch. Das ist dann etwas Besonderes. Zu Hause mit dem Kleinen sind es dagegen Jogginghose und T-Shirt. Ganz natürlich und ganz ehrlich.

***Und die hohen Schuhe sind heute auch eine Premiere nach der Geburt?***

Biedermann: Tatsächlich, ja. Ich habe gehört, dass hohe Schuhe den Beckenboden trainieren sollen. Da dachte ich, ich schlage gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Ich komme raus, treffe liebe Freunde und Bekannte, bin mal wieder schick unterwegs und trainiere gleichzeitig meinen Beckenboden. Es läuft für mich heute.

***Tragen Sie generell gerne hohe Schuhe?***

Biedermann: Ich trage sehr, sehr gerne hohe Schuhe - bis zu einem gewissen Punkt. Der, den ich gerade anhabe, ist sehr bequem. Aber das kann ich nicht von allen Schuhen behaupten, die ich habe. Meine Mutter war mal dabei, als ich meine Schuhe sortiert habe. Sie hat die gleiche Größe und geschaut, ob sie vielleicht etwas "adoptieren" kann, was ich nicht mehr brauche. Aber sie sagte: "Das sind ja alles Quäler, die du hast. Darin kann ich ja nicht mal eine Sekunde laufen."

***Fällt es Ihnen leicht, die Betreuung Ihres Sohnes auch mal abzugeben und sich Zeit für sich selbst zu nehmen?***

Biedermann: Das lerne ich gerade. Das Krasseste ist für mich momentan die Selbstfürsorge. Manchmal ist es 16 Uhr und ich habe noch nicht einmal Zähne geputzt oder gefrühstückt. In den ersten Wochen war ich völlig in meinem Tunnel und habe mich selbst vergessen. Mittlerweile lerne ich, auch mal abzugeben. Dann können die anderen vier Stunden mit dem Kleinen spazieren gehen und ich habe Zeit für mich.

***Gibt es einen Moment mit Ihrem Sohn, der Sie zuletzt besonders berührt hat?***

Biedermann: Er fängt gerade an zu lächeln und unsere Gesichtszüge zu imitieren. Vor zwei oder drei Tagen hat er mich zum ersten Mal angelächelt. Da bin ich dahingeschmolzen. Alle haben immer gesagt, dass einen dieser Moment umhauen wird. Und es ist wirklich so. Ich war einfach unfassbar glücklich.

***Haben Sie sich vor der Geburt viele Tipps von anderen Müttern geholt?***

Biedermann: Ich habe meine Freundinnen alles gefragt, auch wie die Geburt war. Aber die haben mir nicht wirklich etwas erzählt. Hinterher habe ich gesagt: "Ihr hättet mir schon sagen können, dass das so krass ist." Sie wollten mir keine Angst machen. Ansonsten ist jedes Kind anders. Ich habe ein sehr gechilltes Baby. Er ist gerne gemütlich, schaut umher und möchte seine Ruhe haben, wenn er schläft. Man merkt schon jetzt seinen kleinen Charakter.

***Wie haben Sie die Geburt selbst erlebt?***

Biedermann: Ich hatte eine sehr, sehr lange Geburt und lag lange in den Wehen. Es war wirklich heftig. Aber es ist tatsächlich so, wie viele Frauen sagen: Wenn man sein Baby sieht, beginnt alles zu verblassen. Ich kann mich inzwischen nur noch schemenhaft daran erinnern. Ich weiß nur, dass es krass war. Aber ich habe die größte Belohnung bekommen.

***Hat sich durch die Geburt Ihres Sohnes auch die Beziehung zu Ihrer eigenen Mutter verändert?***

Biedermann: Wir hatten schon immer ein sehr enges Verhältnis. Aber seit der Geburt meines Sohnes verstehe ich noch viel besser, was sie damals geleistet hat. Meine Mama hatte es nicht leicht, mich zu bekommen. Sie hatte eine längere Reise mit einigen Fehlgeburten. Das kann ich jetzt viel stärker nachfühlen. Mein Verständnis ist noch einmal sehr viel größer geworden. Und ich habe einen Höllenrespekt vor alleinerziehenden Müttern, die das alles alleine stemmen müssen.

***Werden Sie Ihren Sohn künftig auch auf Social Media zeigen?***

Biedermann: Den Namen werde ich auf keinen Fall verraten. Ich werde auch keine Bilder posten, auf denen man sein Gesicht sieht. Mein Kind ist ein Individuum und soll selbst entscheiden dürfen, ob es mit der Öffentlichkeit etwas zu tun haben möchte. Ein Schnappschuss von hinten oder von seinem Händchen ist für mich in Ordnung. Ich kann als Mama meine Erfahrungen teilen, aber seine Privatsphäre möchte ich schützen.

***Können Sie sich vorstellen, noch ein zweites Kind zu bekommen?***

Biedermann: Ich kann nur sagen: Jetzt gerade nicht! Ich muss mich erst einmal erholen. Bei unserem Kleinen haben wir es auch nicht darauf angelegt. Wenn es noch einmal so sein soll, ist das okay. Aber ich würde es nicht forcieren.

***Wie geht es beruflich für Sie weiter? Gibt es schon Pläne für neue Musik oder eine Tour?***

Biedermann: Ich mache Musik und werde auch wieder auf Tour gehen. Aber natürlich ganz langsam. Ich bin eigentlich noch im Wochenbett und habe mich nur für diesen einen Abend herausgewagt. Ich nehme die eine oder andere Sache an, aber nur in einem Rahmen, der mir guttut und Freude macht. Ansonsten gebe ich mir Zeit zu heilen. Mein Sohn hat jetzt absolute Priorität.

(obr/spot)