Ruby O. Fee überrascht mit Laufsteg-Debüt in Paris
Ruby O. Fee feierte bei der Paris Fashion Week ihr Laufsteg-Debüt - an der Seite von Stars wie Heidi Klum und Kendall Jenner. Ehemann Matthias Schweighöfer konnte nicht vor Ort sein und verfolgte ihren großen Auftritt aus der Ferne.
Vor der Kamera steht Ruby O. Fee (30) seit ihrer Kindheit, doch dieser Auftritt war auch für die erfahrene Schauspielerin Neuland: Bei der Paris Fashion Week feierte sie im Rahmen von "Le Défilé" von L'Oréal Paris ihr Laufsteg-Debüt - gemeinsam mit internationalen Stars wie Kendall Jenner, Heidi Klum, Eva Longoria und Cara Delevingne. Ein besonderes Highlight der Show war der Überraschungsauftritt von Céline Dion. Die Nervosität vor ihrer eigenen Premiere war bei Fee entsprechend groß. "Auf dem Laufsteg hast du genau einen Versuch", erzählt sie im Interview.
Unterstützung bekam Fee aus der Ferne von Ehemann Matthias Schweighöfer (45), der wegen eines Projekts in den USA nicht nach Paris reisen konnte. "Wir haben versucht, ihn live übers Handy so viel wie möglich dabeizuhaben", verrät die Schauspielerin. Ob sie nach dieser Premiere nun häufiger als Model zu sehen sein wird? Ausschließen will Fee das jedenfalls nicht.
Liebe Ruby, wie groß war Ihre Nervosität vor Ihrer Laufsteg-Premiere?
Ruby O. Fee: Ehrlich? Riesig. Ich stehe vor der Kamera, seit ich zwölf bin, aber da gibt es immer einen zweiten Take. Auf dem Laufsteg hast du genau einen Versuch, und das Publikum sitzt einen Meter entfernt. Kurz vorher habe ich mir gesagt, du musst kein Model spielen, du musst nur du selbst sein. Eben in sehr hohen Schuhen.
Sie sind regelmäßig bei den Fashion Weeks zu Gast. Hat es Sie schon länger gereizt, selbst einmal über den Laufsteg zu gehen?
Fee: Ich sitze bei den Shows sonst immer in der ersten Reihe und bewundere, wie diese Frauen laufen. Mich selbst habe ich da oben nie gesehen, ich bin Schauspielerin, kein Model. Als L'Oréal Paris mich gefragt hat, war das für mich eine neue Chance. Ich freue mich sehr, jetzt Ambassador für die Kosmetikmarke zu sein. Die Show zu laufen, war deshalb eine neue Rolle für mich, eine Frau, die sich etwas traut, was sie noch nie gemacht hat. So eine Rolle lehne ich selten ab, ich stelle mich lieber der Herausforderung und wachse daran.
Welche Rolle spielt Mode generell in Ihrem Leben?
Fee: Mode war in meiner Familie immer ein Thema, ich bin sozusagen teilweise zwischen Stoffen und Schneiderei aufgewachsen. Für mich ist Mode bis heute ein Spielplatz, eine Art, eine Geschichte zu erzählen. Inzwischen baue ich selbst eine eigene Brand auf, an der ich gerade Tag und Nacht arbeite. Sie heißt Miski Willow, und ich freue mich schon, hoffentlich nächstes Jahr mein erstes Produkt zu präsentieren.
Wie haben Sie sich auf Ihr Debüt vorbereitet? Haben Sie Ihren Laufsteg-Auftritt vorher geübt?
Fee: Ich habe es zumindest versucht und mir Tipps bei den Profis geholt, den Laufsteg-Girls, die das hauptberuflich machen. Früher habe ich meine Textstellen vor Proben fünfzigmal gelesen, bis sie saßen. Diesmal waren es Schritte, die ich zu Hause im Flur geübt habe. Meine Unterstützung war meine beste Freundin, und mein strengstes Publikum hatte vier Pfoten.
Könnten Sie nach diesem Debüt Gefallen am Modeln finden, oder bleibt das eine einmalige Erfahrung?
Fee: Ich habe gelernt, niemals nie zu sagen. Aber mein Herz gehört dem Film, und gerade entwickle ich mit meiner eigenen Produktionsfirma Geschichten, die ich selbst erzählen will. Der Laufsteg bleibt für mich ein besonderes Kapitel, vielleicht ja kein einmaliges...
Wie hat Ihr Partner Matthias Schweighöfer auf Ihr Laufsteg-Debüt reagiert?
Fee: Mein Mann hat sich wahnsinnig für mich gefreut und mir wie immer mehr zugetraut als ich mir selbst.
Hat er Sie nach Paris begleitet und Ihren großen Auftritt live miterlebt?
Fee: Er konnte leider nicht dabei sein, weil er selbst gerade an einem richtig tollen Projekt in Amerika arbeitet. Wir haben versucht, ihn live übers Handy so viel wie möglich dabeizuhaben. Zur nächsten Show klappt es bestimmt.
Sie liefen gemeinsam mit Stars wie Kendall Jenner, Heidi Klum, Eva Longoria und Cara Delevingne. Wie haben Sie die Stimmung untereinander erlebt?
Fee: Backstage war es viel wärmer, als man sich das vielleicht vorstellt. Da standen lauter Frauen, die alle ein bisschen aufgeregt waren und sich gegenseitig Mut gemacht haben, egal wie viele Shows sie schon gelaufen sind. Genau das meine ich, wenn ich sage, ich wünsche mir mehr Sisterhood, sich gegenseitig stark machen, statt sich zu vergleichen.
Die Laufstegshow "Le Défilé" feiert weibliches Empowerment. Was bedeutet Female Empowerment ganz persönlich für Sie?
Fee: Für mich heißt es, dass Frauen selbst entscheiden, wie sie gesehen werden, statt in eine Schublade gesteckt zu werden. Deshalb habe ich meine Produktionsfirma gegründet, ich will Rollen für Frauen schaffen, die stark, komplex und vielschichtig sind. Im Kleinen heißt es, einander anzurufen, Tipps zu geben und Mentorin füreinander zu sein.
Welche Eigenschaften zeichnen Ihrer Meinung nach eine starke Frau aus?
Fee: Meine Stärke kommt oft aus meiner Weichheit, also daraus, Gefühle zuzulassen, statt sie wegzudrücken. Eine starke Frau muss nicht laut sein. Sie kennt ihre Grenzen, sagt, was sie denkt, auch wenn es unbequem ist, und zieht andere Frauen mit nach oben.
Gibt es Frauen, die Sie besonders geprägt haben oder die für Sie bis heute Vorbilder sind?
Fee: Es gibt unglaublich viele starke Frauen in der Branche, Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen. Aber besonders inspirieren mich die Frauen um mich herum, meine Freundinnen und die Frauen, mit denen ich arbeite. Die sind richtige Powerhäuser, ich tausche mich ständig mit ihnen aus und lerne so viel von ihnen.
(obr/spot)