TV-Köchin Felicitas Then hat geheiratet: So schön war ihr Jawort

Felicitas Then hat ihren langjährigen Partner Ilie geheiratet. Im Interview erzählt die TV-Köchin von ihrer ungewöhnlichen Liebesgeschichte und ihrem großen Hochzeitsglück.

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Felicitas Then hat ihren Ilie geheiratet.
Felicitas Then hat ihren Ilie geheiratet. Foto: Paula Sander

Felicitas Then (39) ist als Fernsehköchin, Foodbloggerin und Gastronomin bekannt. Ihren Durchbruch feierte sie 2013 als Gewinnerin der ersten Staffel von "The Taste". Nun hat die Berlinerin auch privat einen besonderen Meilenstein gefeiert: Am Donnerstag gab sie ihrem langjährigen Partner Ilie Bucos in Berlin das Jawort.

Eigentlich sollte es nur eine kleine standesamtliche Trauung werden. Doch schließlich heiratete das Paar im besonderen Ambiente von Schloss Köpenick. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt die frischgebackene Ehefrau von ihrem großen Tag, dem ungewöhnlichen Hochzeitsmenü mit Currywurst und Champagner und ihrer Liebesgeschichte, die vor vielen Jahren auf Ibiza begann. Then spricht aber auch über die schwere Zeit ihrer Krebserkrankung und darüber, warum sie das gemeinsame Glück mit ihrem Mann heute umso bewusster genießt.

Eigentlich wollten Sie ganz klein standesamtlich heiraten. Wie wurde daraus eine Hochzeit am Schloss Köpenick?

Felicitas Then: Der Bürgermeister von Köpenick, Oliver Igel, hat uns netterweise persönlich getraut und auch die Traurede gehalten. Ich habe ja mein Restaurant in Köpenick und ein bisschen das Gefühl, dass er uns damit vielleicht auch etwas zurückgeben wollte, weil ich dem Stadtteil etwas gegeben habe. Das finde ich total schön. Er hat sich auch sehr darüber gefreut, dass wir uns für Köpenick entschieden haben, und es so schön auf den Punkt gebracht: "Wir sind stolz darauf, dass Star-Köchin Felicitas Then ihren Ilie in Treptow-Köpenick heiratet. Der Südosten der Hauptstadt ist nicht nur eine Reise wert, nicht nur ein Essen, sondern auch für eine lebenslange Liebe."

Als Foodbloggerin und Fernsehköchin spielte das Essen bei Ihrer Hochzeit natürlich eine besondere Rolle. Was kam auf den Tisch?

Then: Ich habe bei Hochzeiten oft das Gefühl, dass das Essen gar nicht so eine große Rolle spielt. Leider. Bei uns war das natürlich komplett anders. Gleichzeitig wollten wir aber auch nicht irgendein Fine-Dining-Menü machen, nur weil ich Köchin bin. Nach dem Standesamt gab es Currywurst und Pommes mit Champagner. Mein Mann liebt deutsche Wurst. Abends standen im kleinen Kreis Kaviar, Blinis, Austern und Pizza auf dem Menü. Statt einer klassischen Hochzeitstorte hatten wir einen riesigen Tower aus bunten Donuts. Bei der eigenen Hochzeit sollte man schließlich genau das essen, worauf man Lust hat.

War es schwierig, das perfekte Brautkleid zu finden?

Then: Es war tatsächlich das allererste Kleid, das ich angezogen habe. Das Kleid ist von der Berliner Designerin Kisui und komplett handgemacht und in Deutschland handgenäht. Oben sieht es fast ein bisschen wie ein sportliches Top aus Seide aus und unten kommt dann dieser wunderschöne Rock mit aufgenähten Blüten. Ich habe so etwas wirklich noch nie vorher gesehen. Und bei der Anprobe hat es sowohl bei meinen Mädels als auch bei mir sofort Tränen ausgelöst. Ich habe danach trotzdem noch ganz viele andere Kleider probiert, auch von anderen Designerinnen. Aber keins hat bei mir diese gleichen Emotionen ausgelöst. Ich hätte mir eigentlich nie vorgestellt, dass ich mal in so einem richtig "brautkleidigen" Brautkleid heiraten würde. Aber ich war total stolz darauf. Und trotzdem fand ich es sehr fashion und modern.

Ihr Mann ist fast acht Jahre jünger als Sie. War der Altersunterschied zu Beginn Ihrer Beziehung für Sie ein Thema?

Then: Überhaupt nicht. Drei Monate im Jahr sind es ja auch nur sieben Jahre. Ich habe sowieso das Gefühl, dass Ilie eine totale alte Seele ist. Bei uns ist eher er der Vernünftige in der Beziehung. Er erdet mich total, und wir ergänzen uns einfach unglaublich gut. Deshalb spielt dieses Altersthema für uns überhaupt keine Rolle.

Wie und wo haben Sie sich eigentlich kennengelernt?

Then: Auf Ibiza. Er war mein Barkeeper. Ich war mit meiner guten Freundin Karolina auf einer Mädels-Reise. Wir wollten Ibiza anschauen, Party machen und vielleicht auch ein paar Boys kennenlernen. Wer hätte gedacht, dass ich da den Mann kennenlerne, den ich irgendwann heirate? Ich glaube, damit hat wirklich niemand gerechnet. Wahrscheinlich hat auf Ibiza vorher auch noch nie jemand seinen zukünftigen Ehemann kennengelernt.

Wann wussten Sie: Mit diesem Mann können Sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen?

Then: Eigentlich schon relativ früh. Es gab am Anfang, als er noch auf Ibiza war, so eine ganz banale Situation beim WhatsApp-Schreiben. Er schrieb irgendwann: "Ich kann jetzt die nächsten zwei Stunden nicht oder nur wenig antworten, weil ich arbeite." Und ich dachte nur: Wow. Das kannte ich von den ganzen unzuverlässigen Berliner Situationships nicht. Da musste man teilweise zwei Wochen auf eine Antwort warten. Und da habe ich gemerkt: Der ist anders. Er ist verbindlich, verlässlich und klar. Und das bin ich auch. Das fand ich von Anfang an unglaublich schön.

Wie hat Ilie Ihnen die Frage aller Fragen gestellt?

Then: Ilie ist in Mexiko auf die Knie gegangen. Das Süße war: Die Ringbox war schon ein bisschen ramponiert. Ich glaube, er hatte die schon eine ganze Weile mit sich herumgetragen und immer auf den perfekten Moment gewartet. Und dann waren wir in diesem total schönen, hippen Restaurant. Das Essen war lecker, der Wein war gut, die Kellnerin war nett - einfach alles hat gepasst. Und ich glaube, er dachte sich: Okay, jetzt oder nie. Dann ist er wirklich auf die Knie gegangen. Und statt Dessert gab es den Ring. Ich hatte zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr damit gerechnet. Ich hätte ihn wahrscheinlich auch nach vier Wochen geheiratet. Aber gut - nach fünf Jahren ist ja auch schön.

Haben Sie nach der Hochzeit Ihren Namen behalten?

Then: Ja, wir machen das ganz modern und behalten unseren Namen. Obwohl ich Bucos total schön finde. Ich kann im Nachhinein ja immer noch seinen annehmen ...

Sie haben offen darüber gesprochen, dass Sie infolge Ihrer Krebserkrankung keine Kinder bekommen können. Was bedeutet Familie für Sie und Ilie?

Then: Ilie und ich sehen das Thema Familie vielleicht ein bisschen anders. Wir sind zu zweit schon eine Familie. Das sagt er auch immer ganz klar: Wir beide sind eine Familie. Er selbst wollte auch nie unbedingt Kinder. Deshalb ist das für unsere Beziehung überhaupt kein Hindernis und wir haben auch nicht das Gefühl, dass uns etwas fehlt. Wir zwei sind jetzt eine Familie - und mit der Hochzeit eben auch ganz offiziell.

Wie geht es Ihnen heute gesundheitlich? Begleitet Sie die Sorge vor einer möglichen Rückkehr der Erkrankung noch?

Then: Mir geht es heute gut. Ich bin, wie die Ärztinnen sagen, auf dem Papier krebsfrei. Natürlich gibt es trotzdem diese Sorge. Vor allem, weil ich durch meine Erkrankung gelernt habe, dass das Leben endlich ist. Das wusste ich vorher zwar theoretisch, aber ich habe es nicht wirklich verstanden. Mein allergrößter Wunsch ist deshalb einfach, noch ganz, ganz, ganz viele Jahre - am liebsten Jahrzehnte - mit Ilie verbringen zu dürfen.

Hat die Krebserkrankung Ihren Blick auf die Liebe, die Ehe und einen so großen Lebensmoment wie Ihre Hochzeit verändert?

Then: Ich bin einfach unheimlich froh, dass ich nach meiner Krebserkrankung wieder zu meiner Fröhlichkeit zurückgefunden habe. Und ich bin wahnsinnig dankbar dafür, dass ich diesen Tag erleben durfte. Jetzt können wir einfach offiziell gemeinsam als kleine Familie durch diese Welt gehen. Wie geil ist das bitte?

(obr/spot)