> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://www.viply.de/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# 116 Kinder starben: Aberfan verfolgte die Queen ihr Leben lang
- URL: https://www.viply.de/news/116-kinder-starben-aberfan-verfolgte-die-queen-ihr-leben-lang/
- Published: 2026-10-21T04:45:44.000Z
- Updated: 2026-10-21T04:46:03.000Z
- Description: 116 Kinder und 28 Erwachsene kamen ums Leben, als am 21. Oktober 1966 eine Kohleschlammlawine in Aberfan eine Grundschule sowie die umliegenden Häuser unter sich begrub. Die Queen bereute ihre Reaktion auf die Katastrophe ihr Leben lang.
- Author: Redaktion
- Tags: Promi News, #spot

König Charles (77), Königin Camilla (79) und Prinz William (44) reisen nach Aberfan, um der Opfer einer der schwersten Katastrophen in der Geschichte Großbritanniens zu gedenken. Vor 60 Jahren, am 21\. Oktober 1966, kamen bei dem Unglück in dem walisischen Dorf 116 Kinder und 28 Erwachsene ums Leben.

Nach starken Regenfällen war eine riesige Abraumhalde des Kohlebergwerks oberhalb des Dorfes ins Rutschen geraten. Die gewaltige Schlammlawine begrub die Pantglas Junior School und mehrere umliegende Häuser in dem nahe Merthyr Tydfil gelegenen Ort unter sich.

## Queen bedauerte ihr Verhalten nach der Katastrophe

Die Netflix-Serie "The Crown", die sich um das Leben von Elizabeth II. (1926-2022) drehte, widmete der Katastrophe eine ganze Folge. Ihre Reaktion auf das Unglück bereute die Queen tatsächlich ihre gesamte Regentschaft lang.

Während ihr Ehemann Prinz Philip (1921-2021), ihr Schwager Lord Snowdon (1930-2017) und der damalige Premierminister Harold Wilson (1916-1995) kurz nach der Katastrophe Aberfan besuchten, wartete die Königin acht Tage. Sie kam kurz nach einer Massenbeerdigung in das Dorf, um die Gemeinde zu trösten.

Ihr ehemaliger Privatsekretär Lord Charteris (1913-1999) hatte später erklärt, er habe ihr den falschen Rat gegeben, "sich fernzuhalten, bis der erste Schock abgeklungen sei". Das lange Abwarten nach der Katastrophe sei das, was die Queen während ihrer Regentschaft am meisten bedauert habe, verriet er.

## Die Queen spendete Trost

Vor Ort wurde die Queen dennoch herzlich und mit Respekt empfangen. Die Monarchin gab den Hinterbliebenen offenbar das Gefühl, dass sie ihnen in ihrer schwersten Stunde beisteht. Sofort nach Aberfan zu kommen, "wäre nicht angemessen gewesen", [sagte laut BBC Jeff Edwards](https://www.bbc.com/news/uk-wales-42101460), das letzte Kind, das damals aus der Schule gerettet wurde. "Das Problem bei jedem königlichen Besuch ist, dass man eine ganze Entourage dabei hat, die einfach die Oberhand gewinnt, und die Rettungsarbeiten waren noch im Gange. Wäre sie früher gekommen, hätte das das totale Chaos nur noch verstärkt."

Wie sehr die Tragödie Elizabeth II. berührte, sei bei ihrem Besuch deutlich zu spüren gewesen. Als sie vom Friedhof zu einem nahe gelegenen Haus ging, in dem sie Angehörige der Opfer treffen sollte, war sie laut Edwards sichtlich bewegt. "Als sie das Haus betrat, war sie sehr aufgewühlt und musste sich erst einmal sammeln, bevor sie sich mit den Angehörigen und Familien traf, die Kinder und Verwandte verloren hatten", erinnerte er sich.

## "Sie kam nicht als Königin, sondern als Mutter"

Auch eine andere Betroffene berichtete von der Anteilnahme der Monarchin: "Für mich kam sie an jenem Tag nicht als Königin, als unser Staatsoberhaupt, sondern als Mutter - um Mitgefühl zu zeigen, sich in uns hineinzuversetzen und wirklich nachzuempfinden, was jeder an diesem Tag durchgemacht hatte."

Der BBC-Journalist Brian Hoey, der über die Katastrophe von Aberfan berichtete, "konnte kaum glauben, wie mitfühlend sie war". Er habe gewusst, dass die Queen mitleiden werde, da sie zu dieser Zeit selbst kleine Kinder hatte: "Sie hatte Andrew und Edward, die beide noch klein waren, sodass sie sich in die Lage der Eltern dort hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen konnte." Ihre Reaktion überraschte den Journalisten dennoch: Die Queen "war einfach wunderbar", es sei "wirklich sehr rührend" gewesen, das mitzuerleben.

Nach ihrem ersten Besuch kehrte Elizabeth II. mehrmals nach Aberfan zurück, unter anderem zur Eröffnung der Ynysowen Community Primary School, einem Nachfolger der Pantglas Junior School, im Jahr 2012.

## Das planen Charles, Camilla und William in Aberfan

König Charles III., Königin Camilla und Prinz William werden am 60\. Jahrestag nun mit Überlebenden, Hinterbliebenen und Mitgliedern der Gemeinde an die Verstorbenen erinnern. Die Royals [werden laut BBC ](https://www.bbc.com/news/articles/crx2d8l9znvqo)den "Aberfan Memorial Garden" besuchen, der sich auf dem Gelände der damals zerstörten Grundschule befindet. Anschließend sind sie im Gemeindezentrum zu Gast.

Im Gedenkgarten sind ein kurzes Gebet und eine Schweigeminute geplant. König Charles und Prinz William legen Kränze nieder, Königin Camilla wird mit einem Blumenstrauß an die Opfer erinnern. Anschließend treffen die Royals im Gemeindezentrum auf ehemalige Rettungskräfte, die damals nach der Katastrophe im Einsatz waren. Zudem steht der Besuch einer Ausstellung über die Rettungsarbeiten auf dem Programm.

## Prinz William enthüllt Mahnmal in der Grundschule

William, Charles und Camilla treffen außerdem ehemalige Schüler der Pantglas Junior School, Geschwister von Verstorbenen und Mitglieder der "Aberfan Wives", einer Selbsthilfegruppe für Mütter, die bei der Katastrophe ihre Kinder verloren haben. Der Männerchor "Ynysowen Male Voice Choir", der nach der Katastrophe gegründet wurde und zu einer Selbsthilfegruppe für Männer aus der Region wurde, wird ebenfalls auftreten.

Im Gemeindesaal teilen Überlebende und Angehörige persönliche Erinnerungen, darunter auch Jeff Edwards. Prinz William enthüllt in der Ynysowen Community Primary School außerdem einen Aberfan-Gedenkbaum. Mit ihm soll ein weiterer dauerhafter Gedenkort entstehen.

(hub/spot)