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# Aaron Sorkin: 'The Social Network' sollte eine Warnung sein
- URL: https://www.viply.de/news/aaron-sorkin-the-social-network-sollte-eine-warnung-sein/
- Published: 2026-10-06T09:00:00.000Z
- Updated: 2026-10-06T09:00:09.000Z
- Description: Aaron Sorkin räumt ein, dass 'The Social Network' nicht unbedingt so aufgenommen wurde, wie er es erwartet hatte.
- Author: Redaktion
- Tags: Promi News, #bang

Aaron Sorkin wollte mit 'The Social Network' eine "Warnung" vermitteln.

Der 65-jährige Filmemacher schrieb das Drehbuch für das biografische Drama von 2010 über Mark Zuckerberg und die Gründung von Facebook. Doch die Reaktionen auf den Film fielen anders aus als erwartet. Im Gespräch mit 'The Hollywood Reporter' erklärte Sorkin, dass die Zuschauer Zuckerberg nach dem Kinostart je nach Generation unterschiedlich wahrgenommen hätten. Ältere Zuschauer hätten die Geschichte als Warnung verstanden, während jüngere darin überraschenderweise eine inspirierende Geschichte gesehen hätten: "Oh wow, ich kann die Schule abbrechen, eine Idee haben und Milliardär werden."

'The Social Reckoning', die eigenständige Fortsetzung von 'The Social Network', sei dagegen eine ganz andere Geschichte. Der Film beschäftigt sich mit dem Facebook-Datenleck von 2021, das von Whistleblowerin Frances Haugen aufgedeckt wurde und von Jeff Horwitz thematisiert wurde. Zuckerberg ist diesmal lediglich eine Nebenfigur. Sorkin, der 'The Social Reckoning' geschrieben, koproduziert und inszeniert hat, betonte, dass sich die Bedeutung des Unternehmens inzwischen grundlegend verändert habe.

Facebook sei nicht mehr nur ein soziales Netzwerk, über das man mit Freunden aus der Schulzeit in Kontakt bleibe. Mit dem Newsfeed, der von einem Algorithmus gesteuert werde, erhalte jeder Nutzer andere Nachrichten: "Wir alle leben in unserer eigenen Welt." Gleichzeitig wehrte sich Sorkin gegen die Darstellung Zuckerbergs als "Bösewicht". Der Regisseur erklärte: "Er ist ein Antiheld. Ein Bösewicht hat schlechte Absichten. Er will das Geld, er will Rache, solche Dinge. Bei einem Antihelden sind die Absichten gut: 'Ich möchte alle Menschen auf der Welt miteinander verbinden.'" Problematisch seien jedoch die Entscheidungen, die er auf diesem Weg treffe.