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Alice Cooper: Der Gottvater des Schock-Rock wird 70

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Seit über 50 Jahren tourt Alice Cooper (70) durch die Welt. Erst vor wenigen Monaten veröffentlichte er mit „Paranormal“ sein mittlerweile 27. Album. Und der erste echte Schock-Rocker denkt noch lange nicht ans Aufhören – selbst mit seinen seit heute 70 Jahren. Dabei ist Vincent Damon Furnier, so sein gebürtiger Name, wenn er nicht gerade Kunstblut spuckt oder mit schaurigem Make-up die Bühne rockt, privat eigentlich das genaue Gegenteil von dem, was er während seinen aufwendigen Gruselrock- und Horror-Shows verkörpert: ziemlich brav und eigentlich ganz normal…

Alles fing mit einem Versehen an

Im Grunde fing alles mit einem Versehen an: Auf dem Toronto Peace Festival 1969 warf ein Fan während Coopers Auftritt ein lebendes Huhn auf die Bühne. Cooper warf es einfach zurück: „Ich komme aus Detroit, ich bin kein Farmerjunge. Ich dachte mir, das Huhn hat doch Flügel, das wird davon fliegen“, verriet er Jahre später in einem Interview. Falsch gedacht: Das arme Tier landete wieder im Publikum und wurde von den wild gewordenen Fans zerfetzt.

Ein gefundenes Fressen für die Presse, die am nächsten Tag titelte, Cooper selbst habe dem Huhn den Kopf abgebissen. Auf den Rat Frank Zappas (1940-1993) hin („Was auch immer du gemacht hast, mach damit weiter!“) schlachtete der heute 70-Jährige das ihm in den Schoß gefallene Image aus. Jedoch wurde seit 1969 kein Tier mehr bei seinen bis heute erfolgreichen Shows geopfert. Stattdessen ließ er literweise Kunstblut fließen.

Missverstandenes Konzept

Dabei nimmt sich Cooper selbst nicht ganz so ernst. Wie er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verriet, basiert sein Konzept vor allem auf schwarzem Humor: „Wenn Alice gewisse Schicksale ereilen, dann sind sie meistens so absurd, so übertrieben, dass sie sich in etwas Lustiges verwandeln“, erklärte er. „Ich strebte immer Humor an – indem ich so Schockierendes zeigte, dass es sich in etwas hysterisch Komisches verkehrte.“

Doch zunächst begann das Leben von Vincent Damon Furnier recht beschaulich. Er wurde im Bundesstaat Michigan als Sohn eines Priesters geboren. Später zog er mit seiner Familie nach Arizona. Als Beatles Cover-Band nehmen er und ein paar Freunde zunächst an Talentwettbewerben teil. Nachdem sich das Besetzungskarusell mehrmals dreht und die Band nach Los Angeles zieht, folgt der ersehnte Plattenvertrag.

Das erste Album „Pretties for You“ (1969) verkauft sich bereits nicht schlecht, doch der internationale Durchbruch gelingt Alice Cooper einige Jahre später mit der fünften Platte „School’s Out“ (1972). Der Titeltrack ist bis heute ein Dauergast im Radio. Weitere Erfolge folgten und die Band tourte beständig um die Welt, stets begleitet von Protesten.

Der Erfolg fordert seinen Tribut

Doch das viele Touren und die Alkohol-Exzesse bringen auch viel Stress und Querelen in die Band, die darüber schlussendlich auseinanderbricht. Furnier beansprucht den Bandnamen für sich und startet ab 1975 mit „Welcome to My Nightmare“ solo durch. Erfolg und Alkohol blieben ihm erhalten. Später weist sich Cooper freiwillig selbst in eine Entzugsklinik ein und überwindet seine Sucht. „Ich war der klassische Alkoholiker. Ich habe den Alkohol als eine Art Medizin gebraucht“, sagt Cooper Jahre später.

Etwas, das Cooper dabei geholfen hat, seine Sucht zu besiegen, ist sein Glaube. Jeden Tag liest er 20 Minuten nach dem Frühstück in der Bibel. So bleibe er „mit Gott in Verbindung“. Auch mit seiner Familie geht er regelmäßig in die Kirche. Cooper ist seit mehr als 40 Jahren mit derselben Frau verheiratet. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder. Seine Tochter Calico Cooper (36) ist ebenfalls Musikerin. Sie singt in der Metal-Band Beasto Blanco, gemeinsam mit Chuck Garric (50), der seit 2002 Bass bei Alice Cooper spielt. Neben der Musik ist Cooper zudem passionierter Golfer.

Noch lange nicht genug

Selbst nach all den Jahren auf der Bühne denkt Cooper noch lange nicht ans Aufhören. Und auch der Erfolg bleibt ihm erhalten. 2011 wurde er gemeinsam mit der Alice-Cooper-Band in die „Rock and Roll Hall Of Fame“ aufgenommen. Bis heute hat er über 15 Millionen Alben weltweit verkauft. Auch sein aktuelles Album „Paranormal“ stürmte die Charts, erreichte in Deutschland sogar Platz vier. Auf der dazugehörigen Welttournee spielte er über 100 Konzerte auf fünf Kontinenten.

Nur wenige Tage nach Alice Coopers Geburtstag, erscheint dann am 23. Februar seine neue Single „The Sound Of A“. Und auch in Zukunft will der Musiker weiter machen: „Ich glaube, ich habe noch nicht meine besten Songs geschrieben und meine beste Show gezeigt“, so Cooper.

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