"Alle Wege führen nach Rom": Stefano Zarrella und sein 1.000-km-Lauf

Stefano Zarrella hat sich ein gewaltiges Ziel gesetzt: Zu Fuß macht er sich auf den Weg nach Rom. Der Start in seiner Heimat war für ihn hochemotional, auch wegen seines Bruders Giovanni. Hinter dem Projekt steckt mehr als eine sportliche Herausforderung.

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Stefano Zarrella hat bis Rom eine lange Strecke vor sich.
Stefano Zarrella hat bis Rom eine lange Strecke vor sich. Foto: Imago images/APress / A-way!/Sebastian Gabsch

Food-Influencer Stefano Zarrella (35) ist am Sonntag (11. Oktober) zu seinem Projekt "Run to Rome" aufgebrochen. Rund 1.000 Kilometer will er von seinem Geburtsort Hechingen bis nach Rom zurücklegen. Laut der Spendenseite der Stiftung RTL soll er bis Anfang November unterwegs sein. Mit dem Lauf sammelt er Geld für Kinderhilfsprojekte.

Zum Start kamen nach Zarrellas eigenen Angaben rund 500 Menschen. "Ich weiß gar nicht, wie ich den heutigen Tag in Worte fassen soll", schreibt er auf Instagram. Er sei noch immer überwältigt von seinen Gefühlen.

Tränen beim Anblick der Familie

Besonders der Anblick seiner Familie und seines Bruders Giovanni Zarrella (48) habe ihn zu Tränen gerührt. In diesem Moment sei ihm bewusst geworden, wie viele Menschen hinter ihm stehen und ihn unterstützen. "Das war einer der schönsten Tage meines Lebens", schwärmt er.

Giovanni Zarrella ließ es sich nicht nehmen, seinem jüngeren Bruder vor dem Aufbruch einige persönliche Worte mit auf den Weg zu geben. Dafür griff der Sänger selbst zum Mikrofon. Seine Worte hätten ihn mitten ins Herz getroffen, verriet Stefano, der von seinem Bruder offenbar auch eine Kette geschenkt bekam. Wie innig das Verhältnis der beiden ist, zeigt ein Video auf Instagram: Arm in Arm stehen sie lachend unter einem steinernen Torbogen. "Danke für alles, Fra. Ich hab dich lieb!", schrieb der 35-Jährige dazu.

"Von meinem Geburtsort in mein Herz"

Rom ist dabei kein zufällig gewähltes Ziel. Die Stiftung RTL beschreibt die Route als Lauf in Richtung seiner italienischen Wurzeln. Zarrella selbst hatte das Vorhaben eine Woche vor dem Start als sein "bisher größtes Projekt" angekündigt und die Strecke so zusammengefasst: "Von meinem Geburtsort in mein Herz."

Ein geborener Läufer sei er nie gewesen, räumte er damals ein. Als kleiner Junge sei er beim Laufen nie der Schnellste gewesen, 1.000 Kilometer hätte man ihm wohl kaum zugetraut. Rückschläge hätten ihn aber stets eher angespornt. Ein ganzes Jahr habe er auf diesen Moment hingearbeitet.

Sichtbare Verwandlung vor dem Start

Wie intensiv er sich auf die Herausforderung vorbereitet hat, zeigte Zarrella bereits wenige Tage vor dem Start. Auf Instagram stellte er Spiegelselfies von früher und heute gegenüber. Auf den aktuellen Aufnahmen wirkt sein Oberkörper deutlich muskulöser und definierter. In den vergangenen Monaten habe er hart trainiert, dabei aber auch immer wieder mit Zweifeln zu kämpfen gehabt. Hinzu kamen gesundheitliche Rückschläge: Unter anderem berichtete er von einem Ödem am Fuß, das ihn zu einer sechswöchigen Laufpause zwang, sowie von Flüssigkeitsansammlungen in der Wade.

Mit der Reise wolle er herausfinden, was in ihm steckt und wo seine Grenzen liegen. Doch sein wichtigster Antrieb gehe über die persönliche Herausforderung hinaus: Er wolle mit Bewegung etwas bewegen und dabei Gutes tun, erklärte Zarrella.

Spenden für Kinderhilfsprojekte

Zarrella läuft für den RTL-Spendenmarathon. Nach Angaben der Stiftung RTL wird jede Spende ohne Abzug an ausgewählte Kinderhilfsprojekte weitergegeben, mehr als die Hälfte der Mittel fließe in Projekte in Deutschland. Wer überweist, kann das Kennwort "Run to Rome" angeben.

Auf den ersten Kilometern konnten Fans Zarrella noch begleiten. Treffpunkt war laut seiner Ankündigung die Burg Hohenzollern. Inzwischen liegt der größte Teil der Strecke allerdings noch vor ihm. Dass die kommenden Wochen einiges von ihm abverlangen werden, ist dem 35-Jährigen bewusst. Aus dem emotionalen Auftakt nimmt er jedoch viel Kraft und Motivation mit. Seine Botschaft zum Start: "Wir haben gerade erst angefangen. Auf geht's nach Rom!"

(jom/spot)