Andrea Sawatzki spricht über den tieferen Sinn der ‚Familie Bundschuh‘-Reihe.
Familie Bundschuh ist wieder zurück. Die 55-jährige Schauspielerin ist am 28. Mai im ZDF im dritten Teil der Familienkomödie ‚Ihr seid natürlich eingeladen‘ zu sehen. Der Film basiert auf ihrem gleichnamigen Roman und handelt von den Herausforderungen einer Familie. In der Fortsetzung verkündet der 21-jährige Sohn Rolfi seine Hochzeit, die bereits in drei Tagen stattfinden soll. Seine Eltern Gundula (Sawatzki) und Gerald haben allerdings noch nicht einmal die Bekanntschaft mit seiner Verlobten, einer Afroamerikanerin, gemacht – und die ist auch noch im siebten Monat schwanger.

In der TV-Komödie dreht sich vieles um das Thema Vorurteile. Sawatzki offenbart die Gründe für diese bewusst von ihr getroffenen Entscheidung in einem Interview mit der ‚Gala‘: "Ich habe es ganz bewusst eingesetzt. Egal, wie sehr man manche Verhaltensweisen vermeiden möchte, wiederholt sie jeder von uns unbewusst. Familie Bundschuh denkt, absolut tolerant und weltoffen zu sein, aber im Laufe der Geschichte wird deutlich, wie schwer es ist, die guten Vorsätze aufrecht zu erhalten."

Der ‚Tatort‘-Star möchte der Gesellschaft also die Augen öffnen. Ein bisschen Spaß darf dabei jedoch auch nicht fehlen. "Ich möchte der Gesellschaft einen Spiegel geben, in dem sich die Menschen selber sehen können, aber auch das Lachen über sich selbst lernen. Ich mache das nicht mit einem erhobenen Zeigefinger, auch weil es mir hilft, Dinge für mich klarzustellen. Ich liebe schwarze Komödien, weil sie immer ein gewisses Potenzial an Kritik dem Menschen gegenüber mitbringen", verrät die Erfolgsautorin.

Eine Parallele zu ihrer eigenen Familie sieht die Synchronsprecherin jedoch nicht. Sich selbst erkennt sich dennoch in ihrer Filmrolle als Gundula wieder und würde auch entsprechend auf die Hochzeitspläne ihrer Söhne reagieren. Kinder sollten dennoch ihre eigenen Erfahrungen machen. Ein vierter Teil der humorvollen Familiensaga ist bereits auf dem Weg.