Anwalt von Chadwick Bosemans Witwe sieht Rechtsstreit als "PR-Stunt"

Die Brüder des Verstorbenen Chadwick Boseman fordern, seine Witwe als Nachlassverwalterin abzusetzen. Vorwürfe in einem entsprechenden Rechtsstreit bezeichnet der Anwalt von Taylor Simone Ledward nun als "PR-Stunt" und als schädlich für das Vermächtnis des Schauspielers.

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Chadwick Boseman mit Taylor Simone Ledward im November 2019.
Chadwick Boseman mit Taylor Simone Ledward im November 2019. Foto: ddp

Nachdem die Brüder des verstorbenen Chadwick Boseman (1976-2020) vor Gericht einen Antrag gegen dessen Witwe eingereicht haben, äußert sich Taylor Simone Ledwards Anwalt kritisch. Ihr Rechtsbeistand spricht unter anderem von einem "PR-Stunt", um sie schlecht in der Presse dastehen zu lassen.

Im Juli war bekannt geworden, dass Bosemans Brüder Derrick und Kevin rund sechs Jahre nach dem Tod des Schauspielers vor Gericht gegangen sind. Wie aus Unterlagen hervorging, die "Page Six" vorlagen, war ein Rechtsstreit um das Vermögen des Hollywoodstars entbrannt. Sie hatten im Namen ihrer Eltern einen Antrag eingereicht und gefordert, Ledward als Nachlassverwalterin abzusetzen.

Chadwick Boseman war im August 2020 im Alter von nur 43 Jahren an den Folgen einer Darmkrebserkrankung verstorben. Für die Öffentlichkeit kam sein Tod überraschend, da er die Erkrankung zuvor nicht öffentlich gemacht hatte. Auch erst in diesem Rahmen wurde bekannt, dass er und Ledward kurz zuvor geheiratet hatten. Laut Gerichtsdokumenten sollen sie nur rund eine Woche vor seinem Tod den Bund der Ehe geschlossen haben. Der "Black Panther"-Star soll kein Testament hinterlassen haben.

Streit soll Ansehen von Boseman schaden

In der Angelegenheit geht es vorrangig um die Verteilung des Vermögens des Verstorbenen. Der Schauspieler soll laut damaliger Berichterstattung mehr als 3,8 Millionen US-Dollar hinterlassen haben, nach Abzügen ein Vermögen von rund 2,3 Millionen Dollar. 50 Prozent sollten demnach an die Witwe gehen, jeweils 25 Prozent an die beiden Elternteile. Ledward habe die Vermögenswerte allerdings laut Bosemans Brüdern nicht wie 2022 gerichtlich angeordnet ausbezahlt, hieß es im Juli.

Dieser Anschuldigung widerspricht ihr Anwalt jetzt in neuen Gerichtsunterlagen, die laut "Page Six" am Donnerstag eingereicht wurden. Ledward habe demnach "nicht nur die gerichtliche Anordnung befolgt, sondern allein aus ihrer außergewöhnlichen Großzügigkeit heraus weit mehr getan, als von ihr verlangt wurde", heißt es. Zudem habe sie die Familie in ihre Bemühungen einbezogen, das Andenken an Boseman zu bewahren.

"So dankt es ihr die Familie", schreibt der Anwalt, "mit einem Antrag voller eidesstattlicher Falschaussagen, der gezielt als PR-Stunt eingesetzt wurde, um Simone in der Boulevardpresse zu diskreditieren [...]". Zudem schade der Streit dem Vermächtnis ihres verstorbenen Ehemannes. Es handle sich um einen "unbegründeten Angriff", der abgewiesen werden müsse.

Ganz im Gegenteil zu der Darstellung sei das Verhalten seiner Mandantin nicht mit dem Bild einer Nachlassverwalterin vereinbar, die die rechtmäßige Verteilung blockiere. Ledward habe sogar aus eigenen Mitteln mehr als 300.000 US-Dollar an die vier Kinder von Derrick Boseman gezahlt.

(wue/spot)