Beatles-Filme: Paul McCartney will nicht der "kleine Paul" sein

Paul McCartney hat sich wegen der Beatles-Filme bei Regisseur Sam Mendes gemeldet. Der Grund: Auf einer Aufnahme wirkte sein Darsteller kleiner als der von John Lennon. Das weckte unschöne Erinnerungen.

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Paul McCartney gefiel ein Detail an seiner Darstellung in den Beatles-Filmen so gar nicht.
Paul McCartney gefiel ein Detail an seiner Darstellung in den Beatles-Filmen so gar nicht. Foto: imago/Avalon.red / Mike Gray / Avalon

Paul McCartney (84) will in den Beatles-Biopics nicht kleiner als John Lennon (1940-1980) dargestellt werden. Auf einem Foto wirkte sein Darsteller Paul Mescal (30) deutlich kleiner als Harris Dickinson (30), der Lennon verkörpert. McCartney schrieb deshalb Regisseur Sam Mendes (61), wie er im Podcast "Good Hang with Amy Poehler" erzählte. Seine Nachricht an den Filmemacher: "Sam, er ist kleiner. Mach das nicht."

Die Aufnahme zeigte die Schauspieler beim Nachstellen des berühmten "Abbey Road"-Covers auf dem Londoner Zebrastreifen. Mendes habe ihn jedoch beruhigt, berichtete McCartney lachend: "Er sagte, es sei alles in Ordnung, es liege nur an ihrer Schrittweite, sie seien alle gleich groß." Ein weiteres Foto habe die beiden Darsteller dann auch auf Augenhöhe gezeigt.

"Ich war der kleine Paul"

Für McCartney trifft es einen wunden Punkt. Schon mit seiner Darstellung im Film "Nowhere Boy" von 2009 war er unzufrieden. "Wir waren alle gleich groß, und Ringo war etwas kleiner", erklärte er über sich, Lennon und George Harrison (1943-2001). Im Film von Regisseurin Sam Taylor-Johnson (59) sei davon jedoch wenig zu erkennen gewesen.

"Meine Figur ist ein Schwächling und kleiner als John. Er stößt mich leicht zu Boden", kritisierte McCartney im Podcast. Er habe deshalb damals Kontakt zur Regisseurin aufgenommen. "Ihre einzige Erklärung war, dass es ein Spielfilm sei, keine Dokumentation. Und das gefiel mir nicht." Besonders störte ihn das ungleiche Bild der späteren Songwriting-Partner: "Ich war der kleine Paul und John war ein ganz großer Held."

Vier Filme über die Geschichte der Beatles

Als Mendes ihm nun Material seines eigenen Beatles-Projekts zeigte, schaute McCartney entsprechend genau hin. "Und ratet mal. Mescal ist kleiner als der Typ, der John spielt", bemängelte er. Auf dem Bild vom Zebrastreifen sei die Paul-Figur "deutlich kleiner" gewesen. Deshalb habe er Mendes geschrieben.

Sam Mendes erzählt die Bandgeschichte unter dem Titel "The Beatles - A Four-Film Cinematic Event" aus vier Perspektiven. Jeder Film soll eines der Mitglieder in den Mittelpunkt stellen. Neben Mescal als McCartney und Dickinson als Lennon sind Joseph Quinn (32) als George Harrison und Barry Keoghan (33) als Ringo Starr (86) besetzt. Die Filme sollen 2028 erscheinen.

(paf/spot)