Ben Affleck erklärt, warum er sich Amerikas politischem 'Zirkus' nicht anschließen will

Der Schauspieler und Regisseur hat trotz der Ermutigung durch seine 'Animals'-Co-Stars Kerry Washington und Luis Gerardo Méndez nicht vor, für ein politisches Amt zu kandidieren.

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Ben Affleck erklärt, warum er sich Amerikas politischem 'Zirkus' nicht anschließen will
Foto: BANG Media International / Netflix / Getty Images

Ben Affleck will Hollywood nicht gegen eine politische Karriere eintauschen.

Nachdem seine 'Animals'-Co-Stars ihn dazu ermutigt hatten, für ein politisches Amt zu kandidieren, stellte der 54-jährige Oscarpreisträger klar, dass er lieber Filme über Politik dreht, als selbst Teil des von ihm als "Zirkus" beschriebenen politischen Betriebs zu werden. Affleck spielt in dem neuen politischen Thriller einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt von Los Angeles. Bei dem Netflix-Film führte er zudem Regie und war als Co-Autor beteiligt.

Bei der Premiere in Los Angeles äußerte sich Affleck zu den Forderungen seiner Kollegen. Der Film kommt am 9. Oktober in ausgewählte Kinos und anschließend auf Netflix. In 'Animals' geraten Bürgermeisterkandidat Mark Kimball und seine Ehefrau Abigail, gespielt von Kerry Washington, in eine Krise, nachdem ihr Sohn entführt wird und sie unter Zeitdruck das geforderte Lösegeld auftreiben müssen. Auf die Frage, ob seine Co-Stars ihn tatsächlich zu einer Kandidatur bewegen wollten, reagierte Affleck mit einem Scherz: "Vielleicht hassen sie mich."

Washington, die vor allem für ihre Rolle als politische Strippenzieherin Olivia Pope in der ABC-Serie 'Scandal' bekannt ist, bestätigte, dass die Besetzung Affleck zu einer Kandidatur ermuntert habe. "Wir sagen ihm ständig, dass er es tun sollte, aber er will nicht", sagte sie. Angesichts der aktuellen politischen Lage in den USA sei zwar alles möglich, doch Affleck habe sehr deutlich gemacht, dass er kein politisches Amt anstreben wolle.

Auch Luis Gerardo Méndez, der in 'Animals' Ramon spielt, einen undokumentierten mexikanischen Einwanderer, dessen Leben gefährlich mit dem des Bürgermeisterkandidaten verknüpft wird, zeigte sich begeistert von der Idee. "Ich würde auf jeden Fall für ihn stimmen. Auf geht's, Ben Affleck! Er ist klug und sexy – mehr braucht man nicht", erklärte Méndez. Affleck stellte jedoch klar, dass er trotz seiner langjährigen Beteiligung an politischen Themen keine Pläne habe, selbst für ein Amt zu kandidieren. In der Vergangenheit unterstützte er unter anderem die demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, Hillary Clinton, Joe Biden und Kamala Harris.

Über die Entwicklung der US-Politik äußerte sich der Schauspieler kritisch. Qualifikationen für ein politisches Amt spielten seiner Ansicht nach kaum noch eine Rolle. "Es heißt: 'Willst du dich dem Zirkus anschließen? Wer ist der größte Jahrmarktclown?'", bemängelte Affleck. Gleichzeitig sehe er parteiübergreifend eine Enttäuschung über die Entwicklung der amerikanischen Politik.