Die Impfdebatte tobt in Deutschland unverändert. Auch wenn die meisten Bundesbürger sich für den Pieks entschließen, so wird die Minderheit derer, die sich einer Immunisierung entziehen, immer lauter — und immer wütender, wie Hans Sigl (52) aus eigener Erfahrung weiß.

"Es macht ein bisschen Angst, was in unserer Gesellschaft entsteht"

Der Schauspieler setzt sich in aller Öffentlichkeit für das Impfen ein. Ein Engagement, mit dem sich der Star der ZDF-Erfolgsserie 'Der Bergdoktor' nicht nur Freunde macht. Auf Facebook teilt der Star wissenschaftliche Fakten zum Thema, will seine Reichweite bei den Fans nutzen. Während die meisten Hans Sigl zustimmen, gibt es zunehmend Gegenwind, wie er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesteht: "Die Gegner werden immer radikaler. Es macht ein bisschen Angst und besorgt mich zu sehen, was da in unserer Gesellschaft entsteht." Dennoch ist der Darsteller nicht auf Konfrontation aus, versucht den Kritikern gelassen entgegen zu treten.

Hans Sigl appelliert in die Vernunft

In der jüngsten Ausgabe des Magazins 'Barbara', welches unter dem Motto "Und jetzt alle!" an den Gemeinschaftssinn appellieren will, appelliert der gebürtige Österreicher denn auch an den Verantwortungssinn der Menschen, denn die Frage betrifft schließlich alle. "Im Sinne von: Wer sich impfen lässt, übernimmt nicht nur Verantwortung für sich, sondern auch für andere, die dadurch geschützt sind. Bloß ist dieses Verantwortungsgefühl scheinbar noch nicht überall angekommen." Es sei ein kleiner Pieks für den Menschen und ein großer Schritt für die Menschheit.

Übrigens: In seiner Serie kommt Corona nicht vor, die Pandemie ist kein Thema. Dennoch ist sich Hans Sigl sicher: "Der Bergdoktor hätte rund um die Uhr geimpft."

Bild: Ursula Düren/picture-alliance/Cover Images