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Boris Becker: Robert Enkes Witwe Teresa kritisiert seine Ansichten über Depressionen

Boris Becker (53) wird von Teresa Enke (45) scharf kritisiert, nachdem er die Gründe der japanische Tennisspielerin Naomi Osaka (23), nicht am Wimbledon-Tennisturnier teilzunehmen, inakzeptabel fand.

Depressionen werden immer noch unterschätzt

Die Witwe des 2009 wegen Depressionen aus dem Leben geschiedenen Fußballprofis Robert Enke (†32) nahm in einem Interview, das sie der britischen Zeitung 'The Times' gab, Stellung zu Boris Beckers lässiger Einschätzung. Der einstige Tennisstar hatte Osakas Absage und ihren Medienboykott die Frage gestellt: "Sie ist gesund, sie ist wohlhabend, wo ist also der Druck?" Als Sportprofi müsse sie mit den Medien umgehen können, so seine Meinung. Doch Naomi Osaka hatte den Druck, den die Medien auf sie ausübten, für ihre Depressionen verantwortlich gemacht – bei den French Open blieb sie Pressekonferenzen fern, Wimbledon sagte sie deshalb gleich ganz ab. Teresa Enke möchte Boris Beckers Unverständnis jedoch keinesfalls unkommentiert stehenlassen.

Teresa Enke klärt Boris Beckers Verfehlung auf

Im Interview wendet sie sich "Lieber Boris Becker, Dein Ernst? Naomi Osaka ist momentan nicht gesund! Depression ist keine Frage von Geld, Erfolg oder Luxus – Depression ist eine Krankheit, die leider jeden erwischen kann." Seit dem Suizid ihres Mannes hat sich Teresa Enke der Aufklärung über Depressionen verschrieben. Sie leitet die Robert-Enke-Stiftung, die Projekte und Einrichtungen unterstützt, die sich mit Depressionen sowie mit Herzkrankheiten von Kindern befassen. Robert und Teresa Enke hatten 2006 ihre kleine Tochter verloren, die an einem Herzfehler litt. Hoffentlich sind die Worte von Teresa Enke eine Mahnung für Boris Becker und für alle anderen, dass psychische Erkrankungen immer ernst genommen werden müssen.

Bild: Daniel Bockwoldt/picture-alliance/Cover Images

via Cover Media

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