Bryan Cranston trauert um RJ Mitte: 'Ich bin zutiefst verzweifelt'
Der 'Breaking Bad'-Star ist nach dem Tod seines ehemaligen Kollegen RJ Mitte am Boden zerstört.
Bryan Cranston ist nach dem Tod seines 'Breaking Bad'-Kollegen RJ Mitte "zutiefst verzweifelt".
Der Schauspieler, der in der Erfolgsserie seinen Sohn Walter Jr. verkörperte, starb am Montag (12. Oktober) im Alter von 34 Jahren. Nun erinnerte Cranston mit bewegenden Worten an ihn und bezeichnete die Tragödie als "besonders erschütternd". In einem Instagram-Beitrag schilderte Cranston, wie sehr ihn die Nachricht getroffen habe: "Ich bin zutiefst verzweifelt, während ich das heute Abend schreibe. RJ Mitte, mein lieber Sohn aus 'Breaking Bad', ist gestorben. Ich lernte ihn kennen, als er gerade einmal 14 Jahre alt war und für die Rolle des Walter White Jr. besetzt wurde."
Mitte habe diese Rolle mit großer Freude und Begeisterung gespielt. "Er wurde mit Zerebralparese geboren, ließ diese Herausforderung aber niemals – wirklich niemals – als Ausrede für irgendetwas gelten. Er stellte sich dem anspruchsvollen Drehplan mit großer Entschlossenheit", betonte Cranston.
Der 70-Jährige erinnerte sich auch daran, wie Mitte auf die Ratschläge seiner Serieneltern Anna Gunn und ihm gehört habe. Als Teenager habe er deren Empfehlungen allerdings manchmal bewusst ignoriert, um aus eigenen Fehlern zu lernen. Trotz seiner Rolle in einer erfolgreichen Fernsehserie sei Mitte damals noch ein Kind gewesen.
Auch seine Entwicklung als Schauspieler hob Cranston hervor. Als die Dreharbeiten zur Pilotfolge im Februar 2007 begannen, sei Mitte noch unerfahren gewesen. "Doch nach und nach konnten wir beobachten, wie er sich zu einem wirklich hervorragenden Schauspieler entwickelte", schilderte der Serienstar. Später habe Mitte seine Bekanntheit genutzt, um sich für Schauspieler mit Behinderungen einzusetzen, und eine gemeinnützige Organisation geleitet, die Menschen mit Behinderungen unterstützt.
"All dieses Versprechen und Potenzial – es ist ein so großer Verlust", trauerte Cranston. Mit Bezug auf Medienberichte fügte er hinzu: "Besonders erschütternd ist es zu erfahren, dass er sich das Leben genommen hat." Noch vor wenigen Wochen hätten die beiden miteinander geschrieben, um ein gemeinsames Mittagessen zu planen. "Ich weiß nicht, ob dieses Mittagessen seine Zukunft verändert hätte … Aber ich weiß, dass ich ihn geliebt habe und die gemeinsame Zeit mit ihm während der Jahre der Serie und auch danach, als der Rummel um 'Breaking Bad' langsam nachließ, sehr genossen habe", schrieb Cranston. Abschließend appellierte er an Menschen mit Suizidgedanken, sich unter der Nummer 988 an die Krisenhotline Suicide Crisis Lifeline zu wenden. "Es gibt Hoffnung", betonte der Darsteller.