Kann er Deutschlands Impfmuffel überreden, sich doch noch ihren Pieks abzuholen? Im Rahmen der Kampagne 'Deutschland krempelt die #ÄrmelHoch' soll Christoph Maria Herbst (55) alias Bernd Stromberg impfmüde Zuschauer jetzt munter machen.

Stromberg weiß alles besser

46 Mal hatte der Schauspieler ('Contra') den Alptraum-Bürokollegen gespielt, die Serie 'Stromberg' wurde zwischen 2004 und 2012 Kult. Jetzt hofft das Bundesgesundheitsministerium, dass das Büro-Ekel wieder Schwung in die schwächelnden Impfbemühungen bringt und die Deutschen dazu bewegt, sich doch noch gegen Corona impfen zu lassen. Eine perfekte Galionsfigur, denn wie so viele Impfgegner weiß natürlich auch Stromberg in mehreren Clips alles besser als die Experten. So erfindet er ein Einstein-Zitat ("Impfen ist nur was für Feiglinge") und wirft mit abstrusen Vergleichen wild um sich, während aus dem Off jeder seiner Einwände als falsch entlarvt wird. Sechs verschiedene Spots, jeweils 30 Sekunden lang, wurden gedreht.

Christoph Maria Herbst kann das Büro-Ekel nicht abschütteln

'Stromberg'-Schöpfer Ralf Husmann hält Christoph Maria Herbst in seiner Paraderolle für den perfekten Impf-Animateur, wie er in der begleitenden Pressemeldung erklärte: "Der ist ja grundsätzlich skeptisch. Beim Arbeiten, bei Frauen und auch beim Impfen. Aber wenn selbst der sich überzeugen lässt, überzeugen wir hoffentlich auch noch den einen oder anderen." Denn: "Die Lage ist so ernst, dass wir den Papa zurückbringen mussten."

Dass der Schauspieler dabei mitmacht, ist ihm hoch anzurechnen. Schließlich hat Christoph Maria Herbst bis heute damit zu kämpfen, das Image des Büro-Ekels abzuschütteln, denn viele Menschen denken, er sei auch privat so unausstehlich. Das berichtete er im Gespräch mit 'Bild der Frau: "Im beruflichen Bereich bin ich lange nur ‘der Stromberg‘. Weil mir mal eine Figur gelungen ist, die sich nicht gerade von ihrer empathischsten Seite gezeigt hat, denken viele, dass ich auch privat ein Roboter oder eine Tiefkühltruhe sei." Wie er mit seiner Teilnahme an der Kampagne zeigt, ist Christoph Maria Herbst doch ein ganz Netter.

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images