Cindy Crawfords Sohn Presley Gerber ist gestorben
Schwerer Schlag für Cindy Crawford und Rande Gerber: Ihr Sohn Presley ist tot. Das Model starb am Sonntag mit nur 27 Jahren - laut US-Medien in einer Entzugsklinik.
Presley Gerber (1999-2026) ist tot. Der Sohn von Supermodel Cindy Crawford (60) und Geschäftsmann Rande Gerber (64) starb am Sonntag (20. September) im Alter von 27 Jahren in einer Entzugsklinik. Das geht aus Unterlagen des Gerichtsmedizinischen Instituts von Los Angeles hervor, die das US-Magazin "People" einsehen konnte. Als Erstes hatte das Portal "TMZ" über den Todesfall berichtet.
Die Familie äußert sich bislang nur knapp. "Die Familie bittet in dieser sehr schwierigen und schmerzhaften Zeit um Privatsphäre", ließ ein Sprecher von Crawford, Rande Gerber und Presleys Schwester Kaia Gerber (25) mitteilen. Zur Todesursache gibt es noch keine Angaben. Die Autopsie stehe noch aus, berichtet "TMZ".
Mit 15 bei IMG Models unter Vertrag
Presley Gerber kam 1999 in Beverly Hills zur Welt und stand früh vor der Kamera. Mit 15 Jahren nahm ihn die Agentur IMG Models unter Vertrag. Zwei Jahre später machten er und seine damals 14-jährige Schwester Kaia in der Modebranche Furore. Presley debütierte bei einer Moschino-Show in Los Angeles auf dem Laufsteg, lief in Mailand für Dolce & Gabbana und ergatterte eine Kampagne für Calvin Klein.
Von Starallüren war dabei wenig zu spüren. Bei seinen ersten Schauen habe er nur einen einzigen Gedanken gehabt, verriet er 2016 dem "W Magazine": "Nicht hinfallen. Ich dachte nur: Bitte nicht stolpern, schaff es einfach bis zum Ende." Zwei Jahre später erzählte er "People", die Arbeit an der Seite seiner Schwester mache das Modeln "viel weniger einsam". Aufs College wollte er trotz guter Noten verzichten. "Ich habe jetzt so viel Spaß, da gilt: Was nicht kaputt ist, muss man nicht reparieren."
Er sprach offen über Depressionen und Panikattacken
Hinter der glänzenden Fassade lief es allerdings längst nicht rund. 2019 wurde Gerber wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss angeklagt. Ein Jahr später ließ er sich den Schriftzug "MISUNDERSTOOD" ins Gesicht tätowieren, den er offenbar 2021 wieder entfernen ließ.
Statt zu schweigen, machte er seine Probleme öffentlich. "Da ich selbst mit psychischen Problemen, Depressionen und einigen damit verbundenen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, denke ich, dass es schon reicht, wenn ich nur einer oder hundert Personen helfe", sagte er im "Studio 22"-Podcast. Psychische Gesundheit sei für ihn "ein 24-Stunden-Job". Und weiter: "Ich hoffe, dass ich die Fehler für andere gemacht habe, damit sie nicht dieselben Fehler machen müssen wie ich."
Auf Instagram startete er die Videoreihe "Mental Health Mondays", in der er unter anderem über sein Leben in Recovery-Gruppen sprach. In einem inzwischen gelöschten Clip vom Dezember 2025 berichtete er von mehreren Medikamenten, die er gegen Panikattacken einnahm. "Leider habe ich in letzter Zeit viele Verluste in ganz unterschiedlicher Form erlebt", sagte er darin. "Das ist keine Ausrede, aber es ist der Grund, warum ich jetzt da bin, wo ich bin."
Kaia Gerber: "Ein absoluter Lehrer"
Wie sehr die Situation die ganze Familie prägte, schilderte Kaia Gerber erst vor wenigen Wochen in der September-Ausgabe der "Vogue". "Wenn so etwas in einer Familie passiert, stellt es alle auf dieselbe Stufe", sagte die 25-Jährige. Sie habe ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt und sich selbst als "die Unkomplizierte" gesehen, weil zwei hilfsbedürftige Kinder einfach zu viel gewesen wären.
Presleys Offenheit empfand sie als befreiend. Ihre Eltern seien lange "sehr, sehr zurückhaltend" gewesen. "Und jetzt haben wir diesen absoluten Lehrer, meinen Bruder, der sagt: Ich werde für alle sehr menschlich sein." Man könne vor der Welt nur begrenzt etwas verbergen. "Und wenn man versucht, einen Deckel auf etwas zu setzen, fühlt sich der Mensch nur so, als würde man sich für ihn schämen."
Hilfe bei Suizidgedanken: Wer selbst Suizidgedanken hat oder Angehörige und Freunde in einer Krise unterstützen möchte, findet Hilfe bei der Telefonseelsorge. Sie ist rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar unter 0800/111 0 111, 0800/111 0 222 und 116 123.
(ae/spot)