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# Collien Fernandes spricht mit der "New York Times" über den Fall Ulmen
- URL: https://www.viply.de/news/collien-fernandes-spricht-mit-der-new-york-times-uber-den-fall-ulmen/
- Published: 2026-08-24T16:36:34.000Z
- Updated: 2026-08-24T16:38:03.000Z
- Description: Der Fall um Collien Fernandes und ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen beschäftigt die deutschen Medien seit Monaten. Nun hat die Moderatorin und Schauspielerin ausführlich mit der "New York Times" gesprochen.
- Author: Redaktion
- Tags: Promi News, #spot

Collien Fernandes (44) hat sich ausführlich [mit der "New York Times"](https://www.nytimes.com/2026/08/23/magazine/collien-fernandes-impersonators-germany-metoo.html) über die Vorwürfen gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen (50) geäußert. Über mehrere Monate sprach die US-Zeitung nach eigenen Angaben mit Fernandes und wertete zahlreiche Dokumente sowie digitale Spuren aus.

Fernandes wirft Ulmen vor, über Jahre Fake-Profile unter ihrem Namen angelegt und darüber Männer kontaktiert zu haben. Dabei seien auch sexuelle Inhalte verschickt worden. Der Fall wurde im Frühjahr durch [eine Recherche des "Spiegel"](https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/collien-fernandes-erstattet-anzeige-gegen-ex-mann-christian-ulmen-a-6abfb991-1665-4469-9c8e-3cc5a2cb4f29) öffentlich und löste eine breite Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen aus.

Die "New York Times" berichtet nun unter anderem über eine E-Mail, die Ulmen an seinen Anwalt geschickt haben soll. Darin soll er eingeräumt haben, mit etwa 30 Männern unter Fernandes' Identität sexuelle Online-Kontakte geführt zu haben. Er habe darin außerdem sein Bedauern über sein Verhalten ausgedrückt. Einer der Männer sei ein Versicherungsvertreter gewesen, mit dem Fernandes und Ulmen beruflich zu tun hatten.

Unter den kontaktierten Personen befand sich unter anderem ein Versicherungsvertreter, mit dem das Paar beruflich zu tun hatte.

## Geständnis per E-Mail und ChatGPT-Suchanfragen

Aus den von der "New York Times" eingesehenen Unterlagen gehen konkrete Handlungen Ulmens hervor. In einer E-Mail an seinen Rechtsanwalt räumte der demnach die Täuschungen ein und drückte Bedauern über sein Verhalten aus.

Fernandes sollen zudem ChatGPT-Protokolle vorliegen, in denen Ulmen die KI unter anderem fragte, wie er Männer dazu bringen könne, E-Mails zu löschen, ohne dass dies rechtlich als Beeinflussung potenzieller Zeugen gewertet werden könne.

## Geständnis im Hotelzimmer und das angebliche Motiv

Laut Fernandes' Aussage offenbarte Ulmen ihr seine Täuschung im Dezember 2024 in einem Hotelzimmer, nachdem sie wegen der Accounts Anzeige gegen Unbekannt erstattet hatte.

Zur Frage nach seinem Motiv habe Ulmen ihr gegenüber offenbar angegeben, er sei neugierig gewesen, welche Männer sich für sie interessierten. Er verglich sein Handeln mit dem Konsum von Pornografie, angereichert mit "Elementen aus der Realität".

## Ermittlungen in Deutschland laufen weiter

Juristisch ist der Fall weiterhin nicht abgeschlossen. Das in Spanien angestrengte Verfahren wurde inzwischen an die deutsche Justiz abgegeben. In Deutschland laufen zudem Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt; auch die Vorwürfe zur digitalen Gewalt werden weiter geprüft.

Ulmen weist einzelne Vorwürfe zurück. Vor allem wehrte sich sein Anwalt deutlich gegen die Darstellung, Ulmen habe Deepfake-Videos hergestellt oder verbreitet - ein Vorwurf, den Fernandes gar nicht gegen ihn erhoben hatte. Auf die Anfrage der "New York Times" zu den Vorwürfen und den eingesehenen Unterlagen reagierte er laut der Zeitung nicht.

(ncz/spot)