Danny Boyle bestätigt Einsatz von KI in 'Ink'

Der Regisseur steht offen dazu, Künstliche Intelligenz bei seinem neuen Film verwendet zu haben.

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Danny Boyle bestätigt Einsatz von KI in 'Ink'
Foto: BANG Media International / Getty Images

Danny Boyle hat bestätigt, dass er für seinen neuen Film 'Ink' Künstliche Intelligenz eingesetzt hat.

Der 69-jährige Regisseur hält die Technologie vor allem für Tiere in Filmszenen für nützlich und verwendete rund 30 Sekunden generative KI in dem Film. 'Ink' erzählt von Rupert Murdochs Versuchen, die Zeitung 'The Sun' zu einer Pflichtlektüre und zu einem Konkurrenten des 'Daily Mirror' zu machen. Damit geht der Film auch dem Aufstieg des britischen Boulevardjournalismus nach.

Nachdem Spekulationen aufgekommen waren, dass KI eingesetzt worden sei, um alte Bilder der Kray-Zwillinge und der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher zum Leben zu erwecken, erklärte Boyle beim Telluride Film Festival gegenüber 'Vanity Fair': "In unserem Film gibt es ungefähr 30 Sekunden, in denen wir ein paar alte Fotografien animieren. Oh, und dann sind da noch ein paar Mäuse. Dafür eignet es sich sehr gut – für Tiere. Wir hatten ein paar Mäuse, die durch die Redaktion der 'The Sun' herumlaufen."

Der 'Trainspotting'-Regisseur betonte, seine persönliche Meinung über KI spiele letztlich keine Rolle. "Entscheidend ist, was 20-Jährige darüber denken. Das ist die ehrliche Wahrheit", sagte er. "Meiner Meinung nach ist sie in vielerlei Hinsicht ein sehr nützliches Werkzeug – vorausgesetzt, man setzt sie respektvoll ein und bezahlt Schauspieler, wenn man sie durch irgendeine Art von KI-Darstellung ersetzt."

Bereits Anfang der Woche hatte Boyle vor den Auswirkungen von KI auf bestimmte Bereiche, darunter den Journalismus, gewarnt. Während einer Pressekonferenz zu 'Ink' bei den Filmfestspielen von Venedig erklärte er: "Die Gefahr bei den Tech-Giganten und ihrer KI besteht darin, dass sie den Journalismus ersetzen können. Sie werden einen KI-Journalisten haben können, der viel effizienter und günstiger ist und so weiter und so fort. Aber wird dieser KI-Journalist die Mächtigen kritisieren, die ihn geschaffen haben?"

Laut der offiziellen Kurzbeschreibung ist 'Ink' "eine explosive filmische Achterbahnfahrt über eine Gruppe von Visionären und Außenseitern, die eine Idee für eine neue Art von Nachrichten hatten". Während Guy Pearce den Medienmogul Murdoch verkörpert, spielt Jack O’Connell Larry Lamb, der 1969 damit beauftragt wurde, die Zeitung 'The Sun' zu leiten, nachdem Murdoch sie gekauft hatte. 'The Crown'-Schauspielerin Claire Foy übernimmt die Rolle von Jules Davies, der Ehefrau des umstrittenen Chefredakteurs Lamb. Der Film basiert auf einem Theaterstück von James Graham, der die Vorlage auch selbst für die große Leinwand adaptiert hat.