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Darum hatte Donald Trump bei seiner Amtseinführung keinen Spaß

Wusstest Du schon...

Verlierer des Tages

Gewinnen stand für Donald Trump (71) im Wahlkampf angeblich nicht zur Debatte, das behauptet zumindest der Autor Michael Wolff (64) in seinem Skandalbuch „Fire and Fury“: Trump wäre nach einer Niederlage „der berühmteste Mann der Welt“, ein „Märtyrer“, glaubte er demnach. Seine Tochter Ivanka (36) und sein Schwiegersohn Jared (37) hätten sich von reichen Kindern in internationale Promis verwandelt. Melania Trump (47) könnte wieder zu ihren ruhigen Mittagessen zurückkehren. Trotzdem feierte Washington vor genau einem Jahr die Amtseinführung des US-Präsidenten Trump… Zu diesem 20. Januar 2017 hat Wolff ein paar Geschichten in „Fire and Fury“ niedergeschrieben…

„Trump hat seine Amtseinführung nicht genossen“

Laut Wolff hatte Trump angeblich keine Freude an seiner Vereidigungszeremonie. Trump habe auf ein großes Fest gehofft, heißt es in „Fire and Fury“. Der ehemalige TV-Star und Geschäftsmann habe Freunde angefleht, behauptet der Autor, ihren Einfluss zu nutzen, um einige der Topstars, die das Event abgesagt hatten, zum Kommen zu bewegen. „Wütend und verletzt“ soll Trump dem Buch zufolge gewesen sein, dass die Promis entschlossen waren, ihn bloßzustellen. Ein Konzert am Abend vor der Amtseinführung fand ohne jegliche Stars statt, Trump selbst übernahm dann die Bühne…

Das Bett war nicht gut genug

Von seinen Beratern sei Trump ausgeredet worden, so Wolff, dass er in Washington in einem Hotel absteige und das sollte der zukünftige US-Präsident angeblich noch bereuen. Am Morgen seiner Amtseinführung wachte er laut „Fire and Fury“ übellaunig auf und beschwerte sich über seine Unterkunft, das Blair House, der offizielle Gästewohnsitz gegenüber dem Weißen Haus: „Zu heiß, schlechter Wasserdruck, schlechtes Bett“, schimpfte Trump, wenn man Wolff glauben darf.

Streit mit Melania

„Seine Laune verbesserte sich nicht“, schreibt Wolff weiter. Den ganzen Morgen habe Trump angeblich mit seiner Frau gestritten, „die den Tränen nahe schien und am nächsten Tag nach New York zurückkehren würde“. Im Allgemeinen gehörte die Beziehung der Trumps, so Wolff, „zu jenen Dingen, zu denen niemand zu viele Fragen stellte – eine weitere mysteriöse Unbekannte, was die Stimmung des Präsidenten betrifft“.

Das Golf-Gesicht

Von den Obamas fühlte sich Trump dem Buch zufolge mit Verachtung gestraft, diese seien bei dem Treffen vor der Vereidigung „sehr arrogant“ zu ihm und Melania gewesen, berichtet der Autor über Trumps angeblich verletzte Gefühle. Bei der Amtseinführung habe Trump dann das zur Schau gestellt, was einige um ihn herum sein „Golf-Gesicht“ nannten, behauptet Wolff weiter: „wütend und stinksauer, die Schultern hochgezogen, schwingende Arme, die Stirn in Falten gelegt, die Lippen geschürzt“. So hielt er letztendlich auch seine Antrittsrede, die zur Kampfansage an seine Gegner werden sollte.

Streit über Menschenmenge

Trotz seiner Enttäuschung darüber, wie er in Washington aufgenommen wurde, soll Trump laut Wolff am nächsten Morgen schon wieder ganz der Verkäufer und Optimist gewesen sein. Bei seinen Mitarbeitern holte er sich angeblich die Bestätigung ein, dass die Amtseinführung ein großer Erfolg gewesen sei – und mindestens eine Million Menschen dabei waren. Die meisten stimmten Trumps Ansicht zu, heißt es in dem Buch. Zu Trumps ersten Schritten als Präsident gehörte es demnach, eine Reihe von Fotografien im Westflügel mit Bildern von der großen Menschenmenge bei seiner Amtseinführung zu ersetzen.

Nach dem 20. Januar 2017 gab es dann allerdings viele Diskussionen über Teilnehmer- und Zuschauerzahlen. Die Medien berichteten, dass deutlich weniger Teilnehmer Trumps Amtseinführung besuchten als die von Barack Obama im Jahr 2009. Damals waren es etwa 1,8 Millionen Menschen. In seiner ersten Pressekonferenz als Trumps Pressesprecher des Weißen Hauses behauptete Sean Spicer (46): „Das war das größte Publikum, das jemals bei einer Vereidigung dabei war, sowohl vor Ort als auch weltweit. Punkt.“ Trumps Beraterin Kellyanne Conway (50) verteidigte gegenüber TV-Moderator Chuck Todd (45) später die umstrittenen Äußerungen Spicers als „alternative Fakten“. Experten gehen davon aus, dass zwischen 300.000 und 800.000 Leute der Vereidigung Trumps vor Ort folgten.

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