David Garrett: Beethoven-Projekt bringt die Musik einem jüngeren Publikum näher

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Star-Geiger David Garrett (41) kann es kaum erwarten. Am Samstag, den 9. Oktober findet die große Uraufführung der 10. Sinfonie von Ludwig van Beethoven (1770-1827) statt. Der berühmte Komponist hatte von seiner 10. Sinfonie nur Skizzen hinterlassen, doch ein internationales Expertenteam bestehend aus Musikwissenschaftlern und Programmierern hat nun mithilfe einer künstlichen Intelligenz die Partitur vollendet. Mit Spannung wird das Ergebnis des Experiments von allen Beethoven-Liebhabern erwartet, natürlich auch David Garrett.

"Ein spannendes Projekt"

Im 'Bild'-Interview erklärt der Musiker, was die künstliche Intelligenz mit dem Stück gemacht hat: "Ein spannendes Projekt, das Türen öffnet und auf seine Weise sicherlich die Musik von Beethoven einem interessierten, jungen Publikum näherbringt. Ich glaube aber auch, dass es erst der Anfang einer Liebe zu Beethoven sein kann. Die Idee, einen Computer mit gewissen kleinen Dingen zu füttern, um etwas Großes zu erschaffen, ist durchaus spannend."

Allerdings ist das Projekt mit Vorsicht zu genießen: "Was eine Komposition ausmacht, ist der Werdegang. Das Revidieren. Beethoven hat sich selbst korrigiert, alles verworfen. Dieses Verwürfnis, dieses menschliche Nicht-zufrieden-zu-Sein – das kann ein Computer nicht. Warum ich das Projekt so toll finde: Auf der einen Seite schafft es einen interessanten Ansatz zu Beethovens Musik, zum anderen zeigt es aber auch, dass der Mensch mit seiner Zerbrechlichkeit unnachahmlich ist in seinem Schaffen."

Schon mit 5 Jahren spielte David Garrett Beethovens Stücke

Beethovens Klavier- und Geigensonaten begleiten Garrett schon seit seiner frühesten Kindheit. Bereits mit 5 Jahren spielte er bei 'Jugend musiziert' die F-Dur-Romanze. "Das erste Stück, das ich spielen durfte", erinnert er sich. "Beethovens Violinen-Konzert, das ist die Königsdisziplin. Aber man muss sich herantasten. Beethoven ist Revolution, Kampf, innerer Zwiespalt und Selbstzweifel in seiner reinsten Form. Beethoven ist die große Kunst, sie braucht Trauer, Freude, Schmerz, Verzweiflung. Das Zerbrechliche zu zeigen, die Qualen, die Angst, die Freude, die Befürchtungen. Ich habe alle Sinfonien bestimmt 50 Mal in meinem Leben durchgehört.“ Ob David Garrett der fertiggestellten 10. Sinfonie auch so oft lauschen wird?

Bild: Ulrich Stamm/Geisler-Fotopress/picture-alliance/Cover Images

via Cover Media

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