Dead-Boys-Gitarrist Cheetah Chrome mit 71 Jahren gestorben

Eugene Richard O'Connor, besser bekannt als Cheetah Chrome von den Dead Boys, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.

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Dead-Boys-Gitarrist Cheetah Chrome mit 71 Jahren gestorben
Foto: BANG Media International / Avalon

Eugene Richard O'Connor, besser bekannt als Cheetah Chrome von den Dead Boys, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.

Sein Tod wurde am Sonntag (13. September) von der aktuellen Besetzung der Punkband bekannt gegeben. In einer emotionalen Erklärung würdigten die Dead Boys ihren früheren Gitarristen als "echtes Original" und als einen der Architekten der Punkrock-Bewegung. Chrome habe die musikalische Landschaft mit wilden Gitarrenriffs und enormer Energie geprägt.

"Doch über all das hinaus war Cheetah auch einfach ein wirklich lieber Mensch, der Rock 'n' Roll liebte", schrieb die Band auf Instagram. Seine Musik werde weiterleben und auch kommende Generationen inspirieren. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Chrome gehörte zu den prägenden Gitarristen des amerikanischen Punk. Erste Aufmerksamkeit erlangte er mit Rocket From the Tombs, einer kurzlebigen, aber äußerst einflussreichen Pre-Punk-Band, aus deren Umfeld später unter anderem die Dead Boys und Pere Ubu hervorgingen. Nach dem Ende von Rocket From the Tombs gründete Chrome 1976 gemeinsam mit Stiv Bators und Johnny Madansky die Dead Boys. Ihr Debütalbum 'Young Loud and Snotty' entwickelte sich schnell zu einem Meilenstein des amerikanischen Punk und wurde maßgeblich von Chromes aggressivem, energiegeladenem Gitarrenspiel geprägt.

Seine Karriere ging jedoch weit über die Dead Boys hinaus. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete Chrome unter anderem mit Nico, Ronnie Spector und GG Allin sowie mit Musikern aus dem Umfeld von The Replacements zusammen. Daneben veröffentlichte er eigene Projekte und war später als Creative Director bei Plowboy Records tätig. 2010 erschien außerdem seine Autobiografie 'Cheetah Chrome: A Dead Boy's Tale from the Front Lines of Punk Rock'. Darin blickte er auf die chaotische Frühphase der Punkbewegung zurück, die er selbst entscheidend mitgeprägt hatte.

In den vergangenen Jahren lebte Chrome mit seiner Frau Anna und dem gemeinsamen Sohn Rogan in Nashville. Als letztes noch lebendes Gründungsmitglied der Dead Boys war er zuletzt an ersten Gesprächen über eine mögliche Tour zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2027 beteiligt.

Ob diese Pläne nach seinem Tod weiterverfolgt werden, ist bislang offen.