Sie ist schon seit langem bekannt für ihren unermüdlichen Einsatz für Menschen, die weniger haben als sie selbst. Jetzt ist Dolly Parton (75) eine von vier Frauen, die vom US-Magazin 'People' mit dem Titel 'Menschen des Jahres' bedacht wurden.

"Eine Menge Verantwortung"

Neben der Sängerin ('Jolene') dürfen sich auch Schauspielerin Sandra Oh (50), Turnerin Simone Biles (24) und Julianna Urtubey, die in den USA zur Lehrerin des Jahres ernannt worden war, über die Auszeichnung freuen. Dolly Parton wäre jedoch nicht Dolly Parton, wenn sie nicht bescheiden bliebe angesichts der großen Ehre. "Ich bin ein wenig skeptisch, dass ich auf dem Cover als einer von vier 'People of the Year' erscheinen soll", gab sie beim Fotoshooting für ihr Titelblatt zu. Das Magazin erscheint mit vier verschiedenen Titeln, die jeweils eine der Gewinnerinnen zeigen. "Es ist eine Menge Verantwortung. Ich spüre Druck, wenn Menschen mich auf ein Podest stellen. Ich verdiene das nicht."

Dolly Parton ist großzügig

Da sind andere offenbar anderer Meinung: Die Country-Legende erhält ihren Preis für ihre Arbeit mit unterprivilegierten Menschen, unter anderem durch ihre Imagination Library — bislang hat sie durch die Lese-Offensive 160 Millionen Bücher an bedürftige Kids verschenkt. Zudem hatte sie mit einer großzügigen Spende an das Vanderbilt University Medical Center maßgeblich zur Entwicklung des Covid-Impfstoffes Moderna beigetragen. Auch da gab sich Dolly bescheiden: Ihr werde viel zu viel Ehre zuteil.

Sandra Oh erhielt ihren Titel für ihre Kampagne gegen Hassverbrechen, während Simone Biles für ihre Offenheit in Sachen mentale Gesundheit ausgezeichnet wurde. Dolly Parton wird sich indes einfach damit abfinden müssen, dass jeder sie liebt, auch wenn sie selbst sagt: "Ich will nicht, dass Leute mich anbeten."

Bild: Janet Mayer/InStar/Cover Images