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Donald Trump: Drei Frauen werden ihm gefährlich

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Donald Trump (71, „Great Again!“) und die Frauen – für die Öffentlichkeit immer ein Thema. Doch diesmal könnten die Frauengeschichten für den amtierenden Präsidenten gefährlich werden. Gleich drei Frauen wollen über ihr sexuelles Verhältnis zu Trump sprechen. Im angespannten Klima der „Me too“-Debatte eine höchst bedrohliche Szenerie.

Die Restaurant-Managerin Summer Zervos gehört zu den zehn Frauen, die schon während des Wahlkampfes dem Präsidentschaftskandidaten Trump sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Zervos war 2007 Kandidatin in Trumps TV-Show „The Apprentice“. Ihr Vorwurf: Der heutige Präsident habe sie gegen ihren Willen in einem Hotel in Los Angeles sexuell bedrängt, geküsst und begrapscht.

Donald Trump hatte während des Wahlkampfs die Vorwürfe zurückgewiesen und Zervos sowie die anderen Frauen der Lüge bezichtigt. Man hätte nur seine Wahl verhindern und finanziellen Profit machen wollen, erklärte er.

Der Präsident steht nicht über dem Gesetz

Dennoch hat Summer Zervos gegen Trump eine Klage in New York erhoben. Dagegen argumentierten Trumps Anwälte, der Präsident könne nicht vor dem Gericht eines einzelnen Bundesstaats verklagt werden. Seine Äußerungen über Zervos seien überdies eine politische Meinungsäußerung gewesen und deshalb von der Verfassung geschützt.

Das sah nun die New Yorker Richterin Jennifer Schecter ganz anders. Sie ließ Zervos‘ Klage zu und sagte, dass niemand über dem Gesetz stehe, auch nicht der Präsident. Er genieße in New York keine Immunität und unterliege bei privaten Angelegenheiten wie jeder andere Bürger den allgemeinen Gesetzen.

Schecter lehnte auch einen Antrag von Trumps Anwälten ab, das Verfahren auf die Zeit nach dem Ende von Trumps Präsidentschaft zu verschieben. Jetzt muss sich Trump den Vorwürfen vor einem New Yorker Gericht stellen. Eine Entwicklung, die für den US-Präsidenten und seine Berater zu einem ernsthaften Problem werden könnte, denn da sind noch zwei weitere Frauen, die über Trumps sexuelle Aktivitäten sprechen möchten.

Vermeintliche Affäre mit dem „Playboy“-Häschen

Da wäre das ehemalige „Playboy“-Model Karen McDougal. Sie gibt an, 2006 eine Affäre mit Trump gehabt zu haben, über die sie nun offen sprechen wolle. Zu diesem Zeitpunkt war Trump gerade frisch mit dem ehemaligen Model und der jetzigen First Lady Melania verheiratet. Laut McDougal habe man sich in der Playboy Mansion von Hugh Hefner und nach einem Dreh für eine Folge der Reality-TV-Serie „The Apprentice“ kennengelernt. Daraus habe sich – mit ihrem Einverständnis – eine neun Monate lange Beziehung entwickelt. Sie habe das Verhältnis wegen seines rüpelhaften Benehmens beendet.

Nun möchte Karen McDougal darüber in der Öffentlichkeit sprechen, sieht sich aber durch eine Schweigevereinbarung daran gehindert, die sie mit dem Verlag der Zeitschrift „National Enquirer“ gegen Zahlung von 150.000 Dollar getroffen hatte. Der „National Enquirer“ hatte die Geschichte über ihre angebliche Affäre mit Trump gekauft, dann aber nicht veröffentlicht. Der Eigentümer des Blattes ist ein Freund von Trump. Das Verfahren, Skandal-Geschichten auf diese Weise zu unterdrücken, wird in US-Medien „catch and kill“ genannt.

Karen McDougal bezichtigt das Rechtsberaterteam des Präsidenten der Einschüchterung, man habe ihr gedroht, sie finanziell zu ruinieren. Außerdem klagt sie gegen das Medienunternehmen American Media Inc. (AMI), das den „National Enquirer“ herausgibt. McDougal möchte die Schweigevereinbarung annullieren.

Vermeintliche Affäre mit dem Porno-Star

Ein weiteres Problem bereitet dem Präsidenten die Schauspielerin Stephanie Clifford, die als Porno-Star Stormy Daniels bekannt wurde. Sie behauptet, dass auch sie 2006 mit Trump eine sexuelle Affäre hatte. Clifford will am kommenden Sonntag in der TV-Sendung „60 Minutes“ auftreten und neue Details über ihren mutmaßlichen Ex-Lover Donald Trump enthüllen. Offenbar will sie dann auch den Vorwurf ihres Anwalts bekräftigen, ihr sei körperliche Gewalt angedroht worden, sollte sie weiter über den Fall sprechen.

Clifford hatte vor der Wahl 2016 mit Trumps Anwalt Michael Cohen eine Schweigevereinbarung geschlossen und dafür 130.000 Dollar kassiert. Diese Vereinbarung will sie nun annullieren, auch sie klagt vor einem Gericht.

Trump hat bislang allen Behauptungen dieser Art widersprochen und sie als „fake news“ bezeichnet. Doch die amerikanische Öffentlichkeit hat längst mitbekommen, wie ungeniert ihr Präsident zumindest in der Vergangenheit mit seinem Sexualtrieb geprotzt hat. Er hat das Bild eines Mannes gezeichnet, dem keine Frau widerstehen kann, dem alle Frauen zu Füßen liegen.

Der selbsternannte Frauenversteher pflegt gemeinhin einen rüpelhaften primitiv-sexistischen Umgang mit dem weiblichen Geschlecht. Trump findet das lustig. Er sei eben ein lupenreiner Macho, glaubt er. In Wahrheit ist er die Axt im Walde.

Macho-Sprüche auf Poolpartys und Schönheitswettbewerben

So berichtete seine ehemalige Geliebte, das frühere Model Rowanne Brewer, in der „New York Times“, wie sie den Milliardär kennenlernte. Es war Anfang der 90er-Jahre, sie war 26, er 44. Brewer hatte eine Einladung zu einer Poolparty bei Trump. Weil sie keinen Bikini dabei hatte, gab er ihr einen. Nachdem sie sich umgezogen hatte, ging er mit ihr zum Pool zurück rief den anderen Gästen zu: „Das ist mal ein umwerfendes Trump-Mädchen, meint ihr nicht?“

Trump war Jahre lang Chef verschiedener Schönheitswettbewerbe. Temple Taggart, die als Miss Utah teilnahm, erinnerte sich, wie sich der damals 50-Jährige vorstellte, sie war gerade 21 Jahre alt: „Er küsste mich einfach auf die Lippen. Ich dachte: ‚Oh mein Gott, widerlich.'“ Taggart weiter: „Er war damals noch mit Marla Maples verheiratet. Das hinderte ihn nicht daran, auch andere gerade volljährig gewordene Mädchen auf den Mund zu küssen. Völlig daneben.“

Die Miss California Carrie Prejean nahm 2009 als ebenfalls 21-Jährige an Trumps Wettbewerb teil. Sie sah, wie er die Miss Alabama ansprach: „Komm mal her.“ Er fragte sie: „Wer ist die schönste Frau hier?“ Das Mädchen antwortete: „Sie meinen abgesehen von mir? Uh, mir gefällt Miss Arkansas. Sie ist süß.“ Trump: „Ob sie süß ist oder nicht, ist mir egal. Ich will wissen: Ist sie scharf?“

Beleidigungen und Demütigungen

Donald Trump liebt es geradezu, Frauen unter dem Gejohle seiner Anhänger zu beleidigen. Die Schauspielerin Rosie O’Donnell bezeichnete er als „fett“ und „hässlich“. In seiner Sendung „The Celebrity Apprentice“ sagte er zu einer Kandidatin: „Es muss ein schönes Bild sein, wenn du auf die Knie gehst.“

Über die Moderatorin Megyn Kelly, die ihn mit harten Fragen anging, schimpfte er: „Man kann sehen, dass Blut aus ihren Augen herauskam, dass Blut wo auch immer bei ihr herauskam.“ Und über die Oberweite der Schauspielerin Carmen Electra ließ er sich wie folgt aus: „Dieser Busen-Job ist furchtbar, sie sehen aus wie zwei Laternenpfähle, die aus einem Körper herausragen.“

Vor allem zu Journalistinnen hat er ein gestörtes Verhältnis. „Sie ist unattraktiv – von außen und von innen. Ich verstehe vollkommen, warum ihr früherer Ehemann sie für einen Mann verlassen hat – er hat eine gute Entscheidung getroffen“, sagte er über die Publizistin Arianna Huffington.

Frauenheld mit großer Klappe

Besonders gern nimmt er politische Konkurrentinnen aufs Korn. „Seht auch dieses Gesicht an! Würde jemand dieses Gesicht wählen? Könnt ihr euch das vorstellen, das soll das Gesicht unseres nächsten Präsidenten sein? Ich meine, sie ist eine Frau, und ich sollte nichts Schlimmes über sie sagen. Aber wirklich, Leute, kommt schon. Ist das euer Ernst?“, pöbelte er über Carly Fiorina, seine republikanische Rivalin um die Präsidentschaftskandidatur.

Trump brüstete sich früher gern mit den Chancen, die er bei Frauen habe. „Ladies‘ Man“ (Frauenheld), nannten ihn alte Schulfreunde. Er erzählte viel und gern über sein ausschweifendes Sexleben und war regelmäßiger Gast in der Radioshow seines alten Kumpels Howard Stern, der ihn kurz nach dem Tod von Prinzessin Diana fragte: „Du hättest sie haben können, richtig? Du hättest mit ihr schlafen können?“ Trump soll darauf so geantwortet haben: „Ich denke, das hätte ich geschafft.“ Diana sei zwar verrückt gewesen, aber das sei ein „unwichtiges Detail“.

Die Website „Buzz Feed“ hat Trumps Sexsprüche im Radio zusammengestellt, u.a. auch die Aussage, dass er die Sängerin Mariah Carey „ohne zu zögern genagelt“ hätte. Und im „Playboy“ prahlte er mit seiner Potenz. Auf die Frage, ob er Viagra nehme, antwortete Trump: „Ich habe das einfach nie gebraucht.“ Vielmehr brauche er ein „Anti-Viagra. Etwas, das den gegenteiligen Effekt hat.“

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