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Drei Fragen zum „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg

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Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) ermittelten in einem rätselhaften Fall. Doch schwer zu schaffen machte den Magdeburger Kommissaren auch wieder die persönliche Disharmonie. Dass den beiden die Zusammenarbeit so schwer fällt, liegt an den sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten. Eine andere Frage, die so manchen Zuschauer beschäftigt haben dürfte, ist diese: Woher kenne ich nur das Gesicht des Brandanschlagopfers?

Warum kommt Doreen Brasch nicht mit ihrem Kollegen Dirk Köhler aus?

Beide Figuren sind komplett diametral gezeichnet. Brasch ist eine Frau, die immer ihrer Intention folgt und sich auch gelegentlich in den falschen Täter verbeißt, nur weil sie davon gerade überzeugt ist. Ihr Bauchgefühl ist der Gradmesser in allen Lebenslagen. Dagegen hasst sie Computerrecherche, Lagebesprechungen oder DNA-Analysen: Sie ist Polizisten der alten Schule, die gerne ihren Körper einsetzt, gut schießen kann und manchmal auch ein wenig rabiat daher kommt.

Als Gegenpol zu Brasch wurde ihr 2015 die Figur des Dirk Köhler vorgesetzt. Der Hauptkommissar ist das genaue Gegenteil von Brasch: Ein kommunikativer, offener Familienmensch, der seinen Kollegen auch gerne von seinem Privatleben erzählt. Er hat einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und verschließt sich nicht vor neuesten Analyse-Verfahren und geschickten Polizei-Strategien. Das Körperliche liegt ihm hingegen nicht so, was in „Starke Schultern“ klar wird, als er sich amateurhaft überwältigen lässt und seine Waffe abhandenkommt.

Woher kennt man René Ottmann?

Thomas Loibl spielte das Mordanschlagsopfer René Ottmann. Der Schauspieler wurde 1969 in Brüggen am Niederrhein geboren. Nach Theaterengagements in unterschiedlichen Städten ist er seit 2016 festes Ensemblemitglied am Residenztheater München.

Seit 2006 war er aber schon auch in über 50 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter im Kinoerfolg „Toni Erdmann“(2016), in der Erfolgsserie „Charité“ (2017) und im Abschieds-„Tatort: Wofür es sich zu leben lohnt“ (2016) von Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel). Eine seiner ersten Kinorollen war der spirituelle Lehrer Prem Bramana in der Culture-Clash-Komödie „Sommer in Orange“ (2011) von Marcus H. Rosenmüller (44, „Wer früher stirbt ist länger tot“).

Wer führte Regie?

Maris Pfeiffer wurde 1962 in Düren geboren und wuchs in São Paulo, Brasilien, und Frankfurt am Main auf. Mit dem Kurzfilm „Nachts“ präsentierte sie 1988 ihr Regiedebüt, für das sie mehrere Preise gewann. Ihr erster Langfilm war die Kinokomödie „Küss mich“ (1995). Fortan konzentrierte sie sich jedoch auf die klassischen TV-Krimi-Formate. „Starke Schultern“ war bereits ihr vierter Sonntagskrimi. Ebenfalls viermal führte sie Regie bei der Krimi-Reihe „Ein starkes Team“. Außerdem gehen mehrere „SOKO Leipzig“-Folgen auf ihre Kappe…

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