Ein Jahr nach Epstein-Skandal: Sarah Ferguson ist wieder da

Seit dem Epstein-Skandal hatte sich Sarah Ferguson fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nun ist die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor wieder aufgetaucht. Der Anlass ist ein sehr persönlicher.

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Sarah Ferguson, hier bei einer Beerdigung im Jahr 2025.
Sarah Ferguson, hier bei einer Beerdigung im Jahr 2025. Foto: ddp/CAMERA PRESS/ROTA

Sarah Ferguson (67) hat am Donnerstag in London an einer Gedenkfeier für ihren früheren Lebensgefährten Paddy McNally teilgenommen. In der St. Paul's Church im Stadtteil Knightsbridge nahm die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor (66) Abschied. Der Formel-1-Unternehmer war im Juli im Alter von 88 Jahren gestorben.

Ferguson kam in Begleitung ihrer Töchter Prinzessin Beatrice (38) und Prinzessin Eugenie (36), auch deren Ehemänner waren dabei.

Marineblau statt Versteckspiel

Wie auf Aufnahmen der "Daily Mail" zu sehen ist, trug Ferguson ein marineblaues Kleid und darüber einen Spitzenblazer im selben Farbton. Den Kameras sei sie nicht ausgewichen.

Kennengelernt hatten sich Ferguson und McNally Anfang der 1980er-Jahre. Nach dem Tod seiner Frau Anne passte Ferguson als Kindermädchen auf seine beiden Söhne auf. Daraus wurde eine Beziehung, die von 1982 bis 1985 hielt. Ein Jahr später heiratete sie den damaligen Prinzen Andrew.

Bei der Beerdigung fehlte sie noch

Zu McNallys Beerdigung im August in Sevenhampton war Ferguson nicht erschienen. Ihre Tochter Beatrice vertrat ihre Mutter stattdessen. Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte Ferguson am 16. September 2025, als sie mit Andrew die Trauerfeier für Katharine, Herzogin von Kent, in der Westminster Cathedral besuchte. Danach tauchte sie ab. Laut Medienberichten wurde sie seither nur ein einziges Mal gesichtet, in einem Wellnessbereich weit weg von ihrer Heimat.

Mails an Jeffrey Epstein

Der Epstein-Skandal hatte Ferguson eingeholt, nachdem E-Mails aufgetaucht waren, die zeigen, dass sie auch nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 wegen der Vermittlung einer Minderjährigen zur Prostitution Kontakt zu ihm hielt. In einer Mail aus dem Jahr 2011 soll sie ihn als "überragenden Freund" bezeichnet haben, in einem anderen Schreiben als den Bruder, den sie sich immer gewünscht habe.

Unterlagen des US-Justizministeriums legen außerdem nahe, dass Ferguson den verurteilten Sexualstraftäter wenige Tage nach seiner Haftentlassung besucht habe. Mit dabei sollen ihre Töchter Beatrice und Eugenie gewesen sein.

Titel und Zuhause verloren

Ferguson und Mountbatten-Windsor verloren wegen ihrer Verbindungen zu Epstein ihre Titel und Ehren und mussten aus der Royal Lodge ausziehen. Mehrere Wohltätigkeitsorganisationen trennten sich von ihnen als Schirmherren. Gegen Andrew ermittelt die Polizei wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens im öffentlichen Amt. Er weist alle Vorwürfe zurück, lebt aber inzwischen auf Marsh Farm auf dem privaten Sandringham-Anwesen von König Charles (77).

(mia/spot)