'Einsame' Nicole Kidman erkannte nach ihrem Oscar-Gewinn, dass sie "ein Leben brauchte"

Nicole Kidman hat offen darüber gesprochen, wie einsam sie sich trotz ihres größten beruflichen Erfolgs fühlte.

Teilen
'Einsame' Nicole Kidman erkannte nach ihrem Oscar-Gewinn, dass sie "ein Leben brauchte"
Foto: BANG Media International / Paramount / Getty Images

Nicole Kidman hat offen darüber gesprochen, wie einsam sie sich trotz ihres größten beruflichen Erfolgs fühlte.

Die 59-jährige Schauspielerin gewann 2003 für ihre Rolle als Virginia Woolf in 'The Hours' den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Doch obwohl sie für die Auszeichnung "so dankbar" gewesen sei, habe ihr der Abend zugleich vor Augen geführt, dass ihr im Privatleben etwas Entscheidendes fehlte.

Im Podcast 'Therapuss' erinnerte sich Kidman an die Zeit nach ihrer Scheidung von Tom Cruise im Jahr 2001. "Ich war unglaublich einsam. Ich hatte den Höhepunkt meines Erfolgs erreicht, und dann ging ich nach Hause und war so einsam", sagte sie. Zwar seien ihre Eltern bei ihr gewesen, dennoch habe sie sich gefragt, wo der Partner sei, mit dem sie diesen Moment teilen könne. Gerade dieser Gegensatz habe bei ihr etwas ausgelöst. Während sie die wichtigste Auszeichnung ihrer Branche in den Händen hielt, habe sie gleichzeitig gespürt, dass sie sich ein erfüllteres Privatleben aufbauen müsse. "Das war einer der tiefgreifendsten Momente, in denen ich dachte: 'Ich muss mir ein Leben aufbauen'", erklärte Kidman. Ihre Gefühle von damals bezeichnete sie rückblickend als "seltsam". Sie habe sich vor allem nach Nähe und nach einem Ort gesehnt, der sich wirklich wie ihr eigenes Leben angefühlt habe.

Die 'Practical Magic 2'-Schauspielerin hat zwei erwachsene Kinder mit Cruise sowie die Töchter Sunday (18) und Faith (15) mit Keith Urban. Mit Urban war sie von 2006 bis zur Trennung im vergangenen Jahr verheiratet.

Schon zuvor hatte Kidman darüber gesprochen, dass sie ihren Oscar-Gewinn nur widerwillig bei der 'Vanity Fair'-Afterparty gefeiert habe. In Dave Kargers Buch '50 Oscar Nights' erzählte sie, dass sie eigentlich gar nicht zu der Party gehen wollte. "Ich bin kein großes Partygirl", sagte sie. Mit dem Oscar in der Hand durch die Veranstaltung zu laufen, habe sich für sie wie Angeberei angefühlt. Ihr Umfeld habe sie schließlich überzeugt, trotzdem hinzugehen. Kidman erinnerte sich daran, wie überwältigt und emotional sie gewesen sei. "Ich habe es nicht genossen", gab sie zu.

Im Nachhinein wünsche sie sich, den Moment stärker ausgekostet zu haben, statt sich beinahe für ihren Erfolg zu entschuldigen. Der Grund für ihre Zurückhaltung lag aber auch in der persönlichen Situation, in der sie sich damals befand. "Ich hatte mit Dingen in meinem Privatleben zu kämpfen, während mein Berufsleben gleichzeitig so gut lief", sagte Kidman. Für sie sei diese Gleichzeitigkeit ein prägendes Beispiel dafür gewesen, wie unterschiedlich persönlicher und beruflicher Erfolg verlaufen können.