Emma Thompson: Gute Rollen im Alter sind rar

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Emma Thompson denkt nicht, dass es viele gute Rollen für ältere Schauspielerinnen gibt.
Die Britin ist demnächst in dem Drama ‚Kindeswohl‘ zu sehen und wie sie verrät, überlegte sie nicht zweimal, die Rolle einer Londoner Richterin anzunehmen. "Ich habe noch nie eine Geschichte über eine Richterin gesehen und ich denke, wenn man in unserer patriarchalischen Welt das Wort Richter hört, denkt man automatisch ‚Oh, das ist ein Mann.‘ Männer haben damit kein Problem. Das ist etwas, das sich noch nicht richtig verändert hat. Wir sehen richtig gute und interessante neue Rollen, also sollte man voller Hoffnung sein", erklärt die 59-Jährige.

Der Film erzählt die Geschichte der Richterin Fiona Maye, die entscheiden muss, ob der 17-jährige Adam (Fionn Whitehead), der unter Leukämie leidet, dazu gezwungen werden sollte, eine Bluttransfusion zu bekommen. Diese würde jedoch gegen die religiösen Ansichten des Jungen und seiner Familie verstoßen, da sie Zeugen Jehovas sind.

Um sich auf die Rolle vorzubereiten, besuchte die Schauspielerin den Old Bailey, dem Zentralen Strafgerichtshof in London. "Zeit im hohen Gericht zu verbringen war eines der größten Privilegien. Backstage im Old Bailey und an diesen Orten haben nur Richter und ihre Beamten die Erlaubnis, auf den roten Teppich zu gehen. Das ist außerordentlich. Die geheimnisvollen Hierarchien in diesem System sind unglaublich", berichtet Thompson im Interview mit der Zeitung ‚The Guardian‘. "Und dann realisierst du plötzlich, dass [die Richter] diese gottähnlichen Kreaturen in ihren Roben sind, die mit dieser außergewöhnlichen Macht herumlaufen, und kaum eine Frau hat diese Art von Macht auf der Welt, man spielt also etwas sehr Ungewöhnliches."

‚Kindeswohl‘ kommt am 30. August in die deutschen Kinos.

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