Eric Dane wurde vor seinem Tod zu "einem anderen Menschen"
"Grey's Anatomy"-Star Eric Dane ist im Februar im Alter von 53 Jahren verstorben. Zuvor hatte er öffentlich gemacht, dass er an der Nervenkrankheit ALS erkrankt war. In einem neuen Interview erzählt seine Witwe Rebecca Gayheart von den letzten Tagen mit dem Schauspieler.
Die Schauspielerin Rebecca Gayheart (55) erinnert sich in einem neuen Interview an ihren verstorbenen Ehemann Eric Dane (1972-2026). Der ehemalige "Grey's Anatomy"-Star ist im Februar im Alter von 53 Jahren gestorben, nachdem er im vergangenen Jahr öffentlich gemacht hatte, dass er an der degenerativen Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erkrankt war.
Nach der Diagnose sei Dane "auf eine Art zu einem anderen Menschen geworden", erzählt Gayheart im Gespräch mit der Journalistin Maria Shriver (70) für die US-Show "Today". Dane habe sein Leben plötzlich sehr wertgeschätzt und bewusster darüber nachgedacht, wie er seine verbleibende Zeit verbringen wollte.
Plötzlich änderte sich der Tonfall der Ärzte
Gayheart und die gemeinsamen Töchter Billie (16) und Georgia (14) hätten demnach "niemals erwartet", dass sie Dane im Februar verlieren würden. "Er war schon so oft im Krankenhaus gewesen", wo der Schauspieler "sozusagen wieder zusammengeflickt" wurde. Daraufhin sei er stets nach Hause gekommen und es sei ihm gut gegangen. Die Familie sei zu einem normalen Alltag zurückgekehrt, der sich allerdings von Woche zu Woche geändert habe.
Die 55-Jährige erinnert sich an den letzten Krankenhausaufenthalt ihres Ehemannes. "Ich hatte keine Ahnung, dass es das schon war, dass diese Woche unsere letzte gemeinsame Woche sein würde. Und meine Töchter wussten es auch nicht. Es hat wirklich ein paar Tage gedauert, bis wir begriffen hatten, welche Tragweite dieser letzte Besuch im Krankenhaus eigentlich hatte."
Erst nach etwa drei Tagen im Krankenhaus wurde es der Familie bewusst. Die gesamte Situation habe sich verändert: "Schon der Tonfall, in dem die Ärzte mit uns sprachen, und auch manche der Informationen, die wir erhielten." Dane sei sich dessen ebenfalls bewusst gewesen, er habe gewusst, dass er sterben würde. Gleichzeitig habe er aber weiterhin mit seinen Liebsten kommuniziert. "Zwar nicht mehr gut in verbaler Hinsicht, aber meistens konnte ich ihn verstehen. Die Kinder konnten das größtenteils auch, ebenso wie seine engsten Freunde."
Eric Danes Familie übernachtete im Krankenhaus
Die Familie war bis zuletzt bei ihm. "Die Mädchen und ich haben einfach dort bei ihm übernachtet", erzählt Gayheart. Sie hätten kleine Kerzen mit Batterien mitgebracht. "Wir haben seine Lieblingsmusik gespielt und versucht, es so schön zu gestalten, wie es in einem Krankenhauszimmer möglich ist."
Viele Menschen würden vielleicht denken, dass sich die Familie wenigstens in letzten Gesprächen verabschieden konnte. "Aber wir wussten es nicht, denn es gibt keinen festen Fahrplan. Niemand kann einem sagen, wie dieser Weg verläuft, weil er für jeden Patienten so anders ist", erinnert sie sich. "Er wurde geistig immer lebendiger, verlor aber gleichzeitig all seine körperlichen Fähigkeiten." Auch für die Töchter sei dies sehr schwierig mitanzusehen gewesen, doch im Rückblick verschwimme alles, weil die gesamte Situation so überwältigend gewesen sei.
Dieser Tage erscheint posthum Eric Danes Autobiografie. Die deutsche Übersetzung trägt den Titel "Die angezählten Tage: Eine Autobiografie in Momentaufnahmen" (Hannibal Verlag). Dane und Gayheart waren seit 2004 verheiratet. 2018 reichte sie nach rund 14 Jahren die Scheidung ein, die beiden blieben einander allerdings familiär verbunden. 2025 beantragte sie laut Medienberichten, das Scheidungsverfahren einzustellen.
(wue/spot)