Fall Christian Ulmen: Collien Fernandes wehrt sich gegen Vorwürfe
Die Staatsanwaltschaft wirft Collien Fernandes vor, wichtige Beweismittel im Fall Christian Ulmen nicht vorgelegt zu haben. Jetzt wehrt sich die Moderatorin auf Instagram gegen diese Darstellung.
Im Fall Christian Ulmen (50) sorgt der Stand der Ermittlungen für neue Diskussionen. Nachdem die Staatsanwaltschaft Potsdam erklärt hatte, dass seine Ex-Frau Collien Fernandes (45) bislang angekündigte Beweismittel nicht eingereicht habe, meldet sich die Moderatorin und Schauspielerin nun auf Instagram zu Wort. Sie widerspricht der Darstellung der Ermittlungsbehörde und beklagt den öffentlichen Umgang mit dem Fall.
"Da gerade alles skandalisiert wird (was für mich höchstbelastend (!) ist) hier mal ganz nüchtern die Fakten", schreibt Fernandes in ihrem am Dienstag veröffentlichten Beitrag. Anschließend erklärt sie ausführlich, weshalb es aus ihrer Sicht zu Verzögerungen gekommen ist.
Collien Fernandes erklärt fehlende Beweismittel mit Anwaltswechsel
Hintergrund ist eine Recherche der "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Demnach kommen die Ermittlungen gegen Ulmen wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie die Prüfung der Vorwürfe digitaler Gewalt derzeit nicht voran. Staatsanwältin Marieke Piazolo erklärte am Montag, Fernandes habe angekündigte Beweismittel trotz wiederholter Aufforderungen bislang nicht zur Verfügung gestellt. Auch ihre Vernehmung habe noch nicht abgeschlossen werden können.
Fernandes zeichnet ein anderes Bild. Zwischenzeitlich habe ein Anwaltswechsel stattgefunden, weshalb zahlreiche Belege erneut hochgeladen werden mussten. Die Staatsanwaltschaft habe eine Frist gesetzt, die in der vergangenen Woche abgelaufen sei. "Die von der Staatsanwaltschaft Potsdam angeforderten Beweismittel wurden von meinen Anwälten am Freitag elektronisch und per Post versandt", stellt die 45-Jährige klar.
Bereits am Montagnachmittag hatte Fernandes gegenüber den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" eine entsprechende Erklärung abgegeben. Damals äußerte sie die Vermutung, dass sich die Informationen der Beteiligten und der Posteingang zeitlich überschnitten hätten.
Weitere Vernehmungstermine noch in diesem Jahr
Auch zur bislang nicht abgeschlossenen Vernehmung nimmt Fernandes Stellung. Sie habe bereits an einem Termin teilgenommen. Ein weiterer Termin im September habe "aufgrund nachweislicher Erkrankung" nicht stattfinden können. Zwei Ersatztermine seien inzwischen schnellstmöglich organisiert worden und sollen noch in diesem Jahr stattfinden.
Ob die von Fernandes genannten Unterlagen inzwischen tatsächlich bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sind, ist öffentlich noch nicht bestätigt.
Die Staatsanwaltschaft Potsdam hatte im Mai ein Ermittlungsverfahren gegen Ulmen wegen des Verdachts der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt eingeleitet. Dabei geht es um mutmaßliche Vorfälle in Spanien aus den Jahren 2022 und 2023. Darüber hinaus wird geprüft, ob im Zusammenhang mit den Vorwürfen digitaler Gewalt ein Anfangsverdacht besteht. Fernandes wirft ihrem Ex-Mann unter anderem vor, in ihrem Namen Fake-Profile erstellt und darüber pornografische Inhalte verbreitet zu haben.
(dr/spot)