Florence Pugh wird Rolle in 'East of Eden' niemals vergessen
Florence Pugh ist überzeugt, mit 'East of Eden' eine der prägendsten Rollen ihrer Karriere gefunden zu haben.
Florence Pugh ist überzeugt, mit 'East of Eden' eine der prägendsten Rollen ihrer Karriere gefunden zu haben.
In Zoe Kazans neuer Netflix-Serie spielt die 30-Jährige Cathy Ames – eine Figur, die sie über mehrere Jahrzehnte ihres Lebens hinweg verkörpert. Gerade diese lange Zeitspanne habe sie an der Rolle gereizt, verriet Pugh in 'The Graham Norton Show'. Für sie sei es besonders spannend gewesen herauszufinden, wie sich Cathy mit zunehmendem Alter verändert. "Es war wirklich unglaublich, und ich hatte eine fantastische Zeit", schwärmte die Schauspielerin. Die Serie zu erschaffen, sei "ein Traum" gewesen. "Ich werde für den Rest meiner Karriere über diese Rolle sprechen."
Die Netflix-Serie basiert auf John Steinbecks gleichnamigem Roman und startet am 1. Oktober. Pugh beschreibt die Produktion als großes, weitläufiges Epos – und ihre eigene Figur als "in jeder Hinsicht episch". Besonders begeistert zeigte sie sich von der Zusammenarbeit mit Serienschöpferin Zoe Kazan. "Es war etwas ganz Besonderes", sagte Pugh. Nun fühle es sich an, als würden die Beteiligten ihr gemeinsames "Baby in die Welt entlassen". Entsprechend beschützerisch, aber auch aufgeregt sei sie.
Nicht jede intensive Rolle hinterließ bei Pugh allerdings ausschließlich positive Erinnerungen. Im vergangenen Jahr sprach die Schauspielerin offen darüber, wie sehr sie die Dreharbeiten zu Ari Asters Horrorfilm 'Midsommar' aus dem Jahr 2019 psychisch belastet hatten. In dem Film spielt sie an der Seite von Jack Reynor eine junge Frau, die mit ihrem Partner nach Schweden reist und dort in die Rituale einer abgeschotteten Gemeinschaft gerät. "'Midsommar' hat mich danach ungefähr sechs Monate lang traurig gemacht", erzählte Pugh im 'Louis Theroux Podcast'. Zunächst habe sie selbst nicht verstanden, warum sie sich depressiv fühlte. Direkt im Anschluss drehte sie 'Little Women', dessen völlig andere Atmosphäre die vorherige Erfahrung zunächst überlagert habe. Erst als sie zu Weihnachten nach Hause kam, habe sie erkannt, dass ihre Stimmung möglicherweise mit 'Midsommar' zusammenhing. "Ich habe mich nicht damit auseinandergesetzt, und das sollte ich wahrscheinlich nicht noch einmal so machen", sagte Pugh rückblickend.
Die Schauspielerin erklärte, sie habe sich damals unbedingt beweisen wollen. Für ihre emotional extremen Szenen habe es ihr nicht gereicht, einfach vor der Kamera zu weinen. Sie habe tatsächlich "gequält klingen" wollen. "Ich hatte so etwas noch nie zuvor gemacht und dachte: 'Okay, das ist jetzt meine Chance. Ich muss das ausprobieren'", erinnerte sie sich. Dafür habe sie sich emotional immer weiter an ihre Grenzen gebracht. Heute würde sie diesen Ansatz nicht mehr wählen. "Ich habe mich einfach selbst durch die Hölle geschickt", sagte Pugh. "Aber das mache ich heute nicht mehr. Es hat mich wirklich verdammt fertiggemacht."