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Gästehaus des Hamburger Senats: Hier residiert Donald Trump

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Der Ausblick ist einfach traumhaft. Wenn US-Präsident Donald Trump (71) aus dem Fenster seiner Hamburger Unterkunft beim G20-Gipfel schaut, sieht er vor sich die sanft schaukelnden Pflanzenteppiche der Seerosen auf der Außenalster. Am anderen Ufer erheben sich die weißen Fassaden der Stadtvillen des Nobelviertels Harvestehude, gesprenkelt mit dem satten Grün der Parks. Viel besser kann man in der Hansestadt nicht wohnen.

Die Hamburger haben Trump und seine Entourage nach der Absage des Hotels Vier Jahreszeiten im Gästehaus des Senats untergebracht. Die dreigeschossige klassizistische Kaufmannsvilla von 1868 dient seit über 50 Jahren der Unterbringung hochrangiger Gäste Hamburgs. Königin Elizabeth II. von England und ihr Gemahl Prinz Philip übernachteten dort ebenso wie Prinzessin Diana und Prinz Charles, der sowjetische Staatschef Leonid Breschnew, Palästinenserführer Jassir Arafat, der Dalai Lama, der frühere US-Außenminister Henry Kissinger oder UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Heller Prachtbau

Die Räumlichkeiten des weißen Prachtbaus sind hell möbliert, unter den Stuckornamenten der Decken hängen Kronleuchter. Das erste Obergeschoss ist in vier großflächige Schlafzimmer unterteilt, im zweiten gibt es drei weitere.

Während der Kanzlerschaft des Hamburgers Helmut Schmidt diente das Senats-Gästehaus häufig als geheimer Treffpunkt von internationalen Politikern. Heute finden dort auch Empfänge und Feste für wichtige Gäste statt. Beispielsweise feierte dort die Stadt Hamburg im vergangenen Jahr den 80. Geburtstag von Uwe Seeler mit einem Senatsfrühstück, einen traditionellen Essen unter der Leitung von Bürgermeister Olaf Scholz.

Perfekte Lage

Donald Trumps Agenten des Secret Service sind vor allem von der Lage des Gästehauses angetan. Es steht auf einer Landzunge zwischen Außenalster und Feenteich, niemand kann sich ihm unbemerkt nähern. US-Sicherheitsleute und deutsche Polizisten können das Gebäude wesentlich besser schützen als etwa ein Hotel in der Innenstadt. Polizeiboote sichern zudem Alstersee, Feenteich sowie den Uhlenhorster Kanal, den Wasserweg zum Gästehaus und Feenteich.

Und drüben auf der anderen Außenalsterseite steht das US-Generalkonsulat, wo Trumps Stab untergebracht wird. Übrigens liegt die konsularische Niederlassung Russlands in der Nachbarschaft des Gästehauses, direkt am Feenteich. Donald Trump hätte es also nicht weit, um Wladimir Putin auf russischem Boden zu treffen.

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