Gedeon Burkhard: Von "Kommissar Rex" zu "Promi Big Brother"

Als Kriminalinspektor Alexander Brandtner wurde er an der Seite von Schäferhund Rex berühmt. Nun wagt Gedeon Burkhard einen ungewöhnlichen Schritt: Der Schauspieler zieht bei "Promi Big Brother" ein. Das steckt dahinter.

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Gedeon Burkhard ist ab dem 5. Oktober bei "Promi Big Brother" zu sehen.
Gedeon Burkhard ist ab dem 5. Oktober bei "Promi Big Brother" zu sehen. Foto: Joyn/Marc Rehbeck

Gedeon Burkhard (57) kennt das Schauspielgeschäft seit seiner Kindheit. Bereits mit zehn Jahren stand der gebürtige Münchner vor der Kamera. Über die Jahre folgten Kinohits, Fernsehserien und internationale Produktionen. Seine wohl bekannteste Rolle übernahm er Ende der 1990er-Jahre: Als Kriminalinspektor Alexander Brandtner wurde er zum zweiten "Herrchen" des berühmten Polizeihundes Rex. Nun steht eine ganz andere Art von TV-Auftritt bevor: Ab dem 5. Oktober ist Burkhard bei "Promi Big Brother" zu sehen.

Schon als Kind vor der Kamera

Die Schauspielerei wurde Burkhard praktisch in die Wiege gelegt. Seine Mutter Elisabeth von Molo (82) war ebenfalls Schauspielerin, auch sein familiäres Umfeld war eng mit der Filmbranche verbunden. Bereits 1979 stand er als Zehnjähriger für den Fernsehfilm "Tante Maria" vor der Kamera. Es folgten weitere Kinder- und Jugendrollen, unter anderem in dem international beachteten Mehrteiler "Blut und Ehre - Jugend unter Hitler".

Eine klassische Schauspielausbildung an einer Hochschule absolvierte Burkhard später nicht. Stattdessen ließ er sich unter anderem in Schauspiel, Musical und Sprecherziehung ausbilden und arbeitete während seiner Zeit in Los Angeles mit verschiedenen Coaches.

Mit "Kleine Haie" gelingt der Durchbruch

Als erwachsener Schauspieler machte Burkhard Anfang der 1990er-Jahre auf sich aufmerksam. In Sönke Wortmanns Komödie "Kleine Haie" spielte er 1992 den selbstbewussten Ali, der von einer Karriere als Schauspieler träumt. Für seine Leistung erhielt er gemeinsam mit Jürgen Vogel und Kai Wiesinger den Bayerischen Filmpreis. Ein Jahr später war er in Katja von Garniers "Abgeschminkt!" zu sehen.

Es folgten zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen. Eine besondere Verbindung hatte Burkhard allerdings schon früh zu "Kommissar Rex": 1995 war er in der Serie zunächst in einer völlig anderen Rolle zu sehen - als Mehrfachmörder Stefan Lanz. Drei Jahre später kehrte er zurück und übernahm diesmal die Hauptrolle.

"Kommissar Rex" macht ihn zum Serienstar

1998 trat Burkhard die Nachfolge von Tobias Moretti (67) an und wurde als Kriminalinspektor Alexander Brandtner zum neuen Partner des Schäferhundes Rex. Insgesamt spielte er die Rolle in 45 Folgen bis 2001. Die Serie war damals ein großer Publikumserfolg und machte Burkhard auch über Deutschland hinaus bekannt. 1999 wurde er für seine Rolle mit der Goldenen Romy als beliebtester Serienstar ausgezeichnet.

Nach drei Jahren verabschiedete sich Burkhard von der Kultserie. Seine Karriere blieb jedoch eng mit Kriminal- und Actionrollen verbunden.

Von "Cobra 11" bis Hollywood

Nach "Kommissar Rex" übernahm Burkhard verschiedene Rollen in Fernsehfilmen und Serien, darunter "SOKO Leipzig". 2007 folgte eine weitere bekannte Krimiserie: Als Kriminalhauptkommissar Chris Ritter stieg er bei "Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei" ein. Nach zwei Staffeln und 22 Folgen nahm auch diese Rolle ein dramatisches Ende - Ritter starb den Serientod.

2009 gelang Burkhard schließlich der Sprung in eine internationale Großproduktion. In Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" spielte er den deutschen Corporal Wilhelm Wicki und stand dabei unter anderem mit Brad Pitt, Christoph Waltz, Diane Kruger und Daniel Brühl vor der Kamera.

Auch danach blieb er dem deutschen und europäischen Film- und Fernsehen treu. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen unter anderem "Der letzte Zug", "Kokowääh 2", "Ludwig II.", "Inga Lindström" sowie die Serien "Um Himmels Willen" und "Blutige Anfänger". 2023 war er außerdem in "Die drei ??? - Erbe des Drachen" zu sehen.

Vom Schauspieler zum Reality-Kandidaten

Erfahrungen abseits klassischer Schauspielrollen sammelte Burkhard bereits 2011 im Unterhaltungsfernsehen: Mit seiner Tanzpartnerin Samanta Togni nahm er an der italienischen "Let's Dance"-Variante "Ballando con le stelle" teil und belegte den sechsten Platz. 2024 stellte er sich mit "Licht Aus" erstmals einem Reality-Experiment. Gemeinsam mit anderen Prominenten wie Pietro Lombardi, Jeannine Michaelsen und Luna Schweiger verbrachte er sechs Folgen weitgehend in völliger Dunkelheit.

Nun geht er noch einen Schritt weiter: Burkhard zieht bei "Promi Big Brother" ein.. 2024 stellte er sich mit "Licht aus" bereits einem ungewöhnlichen Reality-Experiment. Gemeinsam mit anderen Prominenten wie Pietro Lombardi, Jeannine Michaelsen und Luna Schweiger verbrachte er sechs Folgen weitgehend in völliger Dunkelheit. Nun geht er noch einen Schritt weiter: Burkhard zieht in den "Promi Big Brother"-Container ein.

Für den Schauspieler ist der Schritt allerdings nicht nur ein Abenteuer. Gegenüber "Bunte" erklärte Burkhard offen, dass finanzielle Gründe eine Rolle spielen. Gleichzeitig sagte er, dass es nach der Corona-Zeit für ihn beruflich nicht mehr richtig in Gang gekommen sei und die Angebote weniger geworden seien. Mit der Teilnahme wolle er sich auch einem Publikum von einer anderen Seite zeigen - und vielleicht wieder stärker als Schauspieler wahrgenommen werden.

Mit "Big Brother" hatte Burkhard bislang wenig am Hut. Eine komplette Folge habe er nach eigenen Angaben noch nie gesehen. Er hoffe dennoch, dass die Show dazu beitragen könne, dass ihn die Zuschauer neu entdecken.

(ncz/spot)