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George Ezra: Die süße Geschichte hinter seinem neuen Album

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Sein Hit „Budapest“ machte George Ezra (24, „Wanted On Voyage“) vor einigen Jahren quasi über Nacht berühmt. Am 23. März erscheint mit „Staying at Tamara’s“ das zweite Album des Briten. Warum er für die Arbeit an seiner zweiten Platte für einen Monat in eine fremde Stadt zu ihm unbekannten Menschen gezogen ist, hat der 24-jährige Sänger im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

Hinter dem Namen Ihres neuen Albums „Staying at Tamara’s“ steckt eine süße Geschichte. Erzählen Sie doch mal!

George Ezra: Manche Leute können einfach so Songs schreiben. Ich brauche immer einen Ort, von dem die Songs stammen. Für mein erstes Album bin ich durch Europa gereist und viele Songs sind bei diesem Trip entstanden. Dieses Mal fand ich es einfach schwer, zuhause kreativ zu sein. Realität und Songs schreiben, das sind zwei Dinge, die für mich nicht zusammenpassen. Ich wollte reisen und ich war in der glücklichen Position, dass ich mir einfach einen Monat frei nehmen und verschwinden konnte. Und Barcelona ist eine Stadt, die ich wirklich liebe.

Warum mögen Sie die Stadt so sehr?

George Ezra: Das erste Mal war ich dort während meiner Europa-Reise. Diese startete in Paris und führte mich nach Amsterdam, Malmö und Berlin. Überall hat es immer nur geregnet. Wie ein Sturm, der mir gefolgt ist. Die letzten Stopps waren Wien und dann Barcelona. Und dort schien einfach die Sonne.

Wie sind Sie dann in Tamaras Wohnung gelandet?

George Ezra: Ich habe mir gesagt: Cool, ich ziehe für einen Monat nach Barcelona! Und anstatt mir ein Hotel oder ein Apartment zu mieten, suche ich mir online jemanden, der mich für einen Monat aufnimmt. So habe ich Tamara gefunden. Ich war davon überzeugt, dass es großartig wird… bis ich gelandet bin. Da habe ich mich einfach nur gefragt: Was machst du hier? Du musst das nicht tun. Aber Tamara war super nett, ihre Freunde waren toll. Alle waren Künstler oder Musiker, ihr Freund war in einer Band. Es war ein Kommen und Gehen. Sie war eine großartige Gastgeberin und es war wirklich ein wunderbarer Monat.

Tamara hatte keine Ahnung, dass Sie ein berühmter Künstler sind?

George Ezra: Tamara hatte keinen blassen Schimmer. Und als sie es herausgefunden hat, war es ihr egal. Ich bin in Barcelona nicht sehr bekannt, was gut ist. Ich konnte einfach verschwinden. Ich hatte meine Gitarre und mein Notizbuch, aber ich schreibe die Songs nicht wirklich während der Reisen. Ich führe einfach Tagebuch und wenn ich zurückkomme, mache ich Songs daraus.

Wovon handelt das neue Album?

George Ezra: Es ist eine Sammlung von Songs, die davon erzählen, zu träumen, sich selbst rauszunehmen und der Welt zu entfliehen, von Tagträumen. Wie das Gegengift zur modernen Welt.

Sie haben „Staying at Tamara’s“ als „Album voll mit Hymnen für Menschen, die zu viel denken“ beschrieben. Ist es gut oder schlecht viel nachzudenken?

George Ezra: Wissen Sie was? Alle sagen über mich, dass ich zu viel nachdenke. Aber das tut jeder. Und ich glaube nicht, dass das gut ist. Gedanken sind keine schlechte Sache, aber es ist schlecht, zu lange bei ihnen zu verweilen. Man sollte nicht zu viel über manche Dinge nachdenken und lernen, seine Gedanken weiterzulenken.

Aber trotzdem sind Sie nach Barcelona, um allein mit Ihren Gedanken zu sein?

George Ezra: Ich musste irgendwie Ordnung in meine damaligen Gefühle bringen. Das Gute daran, wenn du an einem anderen Ort bist, ist, dass alles anders ist. Das Umfeld ist anders, die Sprache, das Essen. Ich glaube, deswegen fahren die Leute in den Urlaub. Sie hoffen, nicht darüber nachdenken zu müssen, was zuhause los ist.

Wie ist Ihr Leben, wenn Sie nicht auf Tour sind oder auf der Bühne stehen?

George Ezra: Langweilig. Ich mag mein Leben, aber ich glaube, andere Leute fänden es nicht besonders spannend. Ich mache nichts Besonderes. Ich verbringen Zeit mit meiner Familie und Freunden und mache das, was jeder tut.

Der Song „Paradise“ handelt vom Verliebtsein. Waren Sie verliebt, als Sie den Song geschrieben haben?

George Ezra: Ja. Am Ende des ersten Albums habe ich meine Freundin getroffen. Das war sehr gutes Timing, weil das Touren gerade weniger geworden ist. Hätten wir uns sechs Monate früher getroffen, hätten wir nicht die Möglichkeit gehabt, uns auf die Art und Weise kennenzulernen, wie wir es getan haben. Das ist also definitiv eins der bestimmenden Themen des Albums.

Sich zu verlieben, bedeutet für Sie im Paradies zu sein?

George Ezra: Ich denke schon. Nichts anderes zählt dann mehr. Du bist irgendwie drüber, auf eine gute Art. Und das ist alles, woran du denken kannst. Selbst wenn du schlechte Gedanken hast, ist dir das egal, weil du verliebt bist. Also ja, Paradies war das beste Wort, das ich dafür finden konnte.

Ihr Leben ist im Moment also ziemlich gut?

George Ezra: Das ist es. Aber ich bin sehr froh, dass ich wieder etwas zu tun habe. Ich mochte es nicht, nichts zu tun. Das zweite Album hat länger gedauert, als ich gehofft hatte. Einfach wegen mir, weil ich länger gebraucht habe, es zu schreiben. Ich bin viel lieber beschäftigt, als nicht beschäftigt.

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