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Grammy Awards bilden Task-Force gegen Sexismus

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Nur eine Frau konnte einen Grammy in den wichtigsten Kategorien gewinnen. Dass das gerade zur Stunde von #MeToo und Time’s Up für Kontroverse sorgt, war absehbar. Der Präsident der Recording Academy, Neil Portnow, hatte zusätzlich Öl ins Feuer gegossen, als er in einem Backstage-Interview sagte, Frauen müssten „sich steigern“, wenn sie eine größere Rolle in der Musikindustrie spielen wollten. Um die Wogen des darauf folgenden Shitstorms zu glätten, kündigte Portnow nun Schritte an, die Diskriminierung bei den Grammys vorbeugen sollen.

So soll eine unabhängige Task-Force künftig untersuchen, „wo wir mehr tun können, um die offensichtlichen Barrieren und unbewussten Vorurteile zu überwinden, die Frauen daran hindern, in der Musikindustrie voranzukommen“. Das teilte Portnow dem Musikmagazin „Billboard“ zufolge in einem offenen Brief an die Musikbranche mit. Zugleich erkannte er an, dass seine „schlechte Wortwahl“ Menschen verletzt habe. „Weil diese Worte zwar nicht meine Sichtweise wiederspiegeln, aber bezeichnend für reale Erfahrungen zu vieler Frauen sind. Ich würde gerne dabei helfen, das wiedergutzumachen.

Bei der Preisverleihung am vergangenen Sonntag war Alessia Cara (21, „Scars To Your Beautiful“) als Newcomerin des Jahres gekürt worden und blieb die einzige weibliche Preisträgerin der Hauptzeremonie. Viele Künstler hatten sich bei den Grammys solidarisch mit der Frauenrechtsstiftung „Time’s Up“ gezeigt, indem sie weiße Rosen am Revers oder in der Hand trugen.

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