Haftbefehl muss seine verbliebenen Comeback-Konzerte absagen

Haftbefehl muss seine verbliebenen Comeback-Konzerte absagen.

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Haftbefehl muss seine verbliebenen Comeback-Konzerte absagen
Foto: BANG Media International / Avalon

Die geplante Rückkehr von Rapper Haftbefehl auf die Bühne ist vorerst gestoppt.

Nachdem der Musiker nach längerer Pause drei Konzerte für dieses Jahr angekündigt hatte, wurden nun auch die beiden noch ausstehenden Auftritte in Düsseldorf und Berlin abgesagt. Sein Bruder Capo wandte sich am Montag mit einer ernsten Botschaft an die Öffentlichkeit. Dem 40-jährigen Rapper gehe es offenbar gesundheitlich nicht gut genug, um die geplanten Shows zu absolvieren.

Wie das Nachrichtenportal 't-online' berichtet, verlas Capo, der mit bürgerlichem Namen Cem Anhan heißt, eine Erklärung auf Instagram. Darin machte er deutlich, dass sein Bruder Aykut Anhan derzeit in ärztlicher Behandlung sei und sich auf seine Genesung fokussieren müsse. "Mein Bruder Aykut kann gerade selbst nicht zu euch sprechen, denn er befindet sich aktuell unter ärztlicher Aufsicht und muss sich gerade voll und ganz auf seine Gesundheit konzentrieren", erklärte Capo. Die Entscheidung, die Konzerte abzusagen, sei innerhalb der Familie und gemeinsam mit Haftbefehl getroffen worden. Der Rapper und seine Angehörigen seien sich bewusst, dass die Absagen für viele Fans enttäuschend seien. Gleichzeitig baten sie darum, die aktuelle Situation zu respektieren und Haftbefehl die notwendige Zeit zu geben. "Wir danken jedem Einzelnen für seine Unterstützung", ließ Capo wissen.

Über die genaue Ursache für die Absagen und den aktuellen Gesundheitszustand des Musikers wurden keine weiteren Angaben gemacht. Bekannt ist jedoch, dass Haftbefehl seit Jahren mit einer schweren Drogenabhängigkeit kämpft. In der Netflix-Dokumentation aus dem Jahr 2025 sprach er öffentlich über seine Suchtprobleme und deren Folgen. Frühere Entzüge waren nach den vorliegenden Informationen wiederholt von Rückfällen begleitet worden.

Bei einem Konzert in Frankfurt, seiner Heimatstadt, hatte Haftbefehl zuletzt noch auf der Bühne gestanden. Rund eine Stunde dauerte der Auftritt. Dabei trug er eine Hannibal-Lecter-Maske, denn seine Nase ist durch den langjährigen Drogenkonsum beschädigt. Die beiden verbleibenden Termine in Düsseldorf und Berlin finden nun nicht statt. Ob die Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können, ist bislang unklar. Die Nachricht löste in den sozialen Netzwerken zahlreiche Reaktionen aus. Innerhalb einer Stunde erhielt die Instagram-Stellungnahme knapp 30.000 Likes und wurde vielfach kommentiert. Auch Rap-Kollegen wie PA Sports und Marteria sowie zahlreiche Fans schickten Genesungswünsche. Für Haftbefehl steht damit zunächst die Gesundheit an erster Stelle.