Halle Berry will ihren Sohn nach Missbrauchsvorwürfen nicht im Sorgerechtsstreit aussagen lassen
Halle Berry wirft ihrem Ex-Mann Olivier Martinez vor, ihren 13-jährigen Sohn Maceo zu "beeinflussen und zu manipulieren".
Halle Berry behauptet, ihr Sohn sei von ihrem Ex-Mann Olivier Martinez "gecoacht und manipuliert" worden.
Die 60-jährige Schauspielerin spricht sich dagegen aus, dass Maceo (13) im Rahmen des Sorgerechtsstreits vor Gericht aussagt. Martinez hatte Berry vorgeworfen, ihren Sohn am 26. September gewürgt zu haben. In Dokumenten, die dem Magazin 'People' vorliegen, forderte Berry das Gericht auf, der Aussage des Teenagers kein "erhebliches Gewicht" beizumessen. Stattdessen sollten die Aussagen direkter Augenzeugen berücksichtigt werden, darunter ihr Verlobter Van Hunt und ihre 18-jährige Tochter Nahla.
In ihrer Erklärung betonte Berry, Hunt sei bei dem Vorfall persönlich anwesend gewesen und der einzige erwachsene Augenzeuge von außerhalb der Familie. Nahla wiederum lebe fast seit Maceos gesamtem Leben mit ihrer Mutter und ihrem Bruder zusammen und könne deshalb die Beziehung zwischen ihnen, die Familiendynamik und Berrys Erziehung über viele Jahre hinweg beurteilen.
Berry kritisierte, Martinez weise die Beobachtungen dieser Zeugen zurück, während er gleichzeitig die Aussage eines neurodivergenten 13-Jährigen hervorhebe. Dieser habe die vergangenen zwei Wochen überwiegend bei seinem Vater verbracht, der mit ihm nach eigenen Angaben über die Vorwürfe, das Gerichtsverfahren und seine geplante Aussage gesprochen habe.
Martinez' Anwalt wies die Anschuldigungen gegenüber 'People' entschieden zurück. "Das Kind ist hier das Hauptopfer", erklärte er. Opfer von Missbrauch sollten über das Erlebte vor Gericht aussagen dürfen. Die Gegenseite habe offenbar Angst davor, was Maceo erzählen werde. Martinez erklärte Anfang der Woche, sein Sohn wolle "seine Sicht der Dinge schildern". Der französische Schauspieler befürchte, dass Maceo künftig davon abgehalten werden könnte, Probleme oder möglichen Missbrauch zu melden, wenn ihm die Aussage vor Gericht verwehrt werde. Seine Schilderung des angeblichen Vorfalls vom 26. September sei entscheidend, damit das Gericht die Wahrheit erfahren könne.
Berry hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. "Ich habe Maceo niemals körperlich, emotional oder auf andere Weise missbraucht", stellte die Hollywood-Darstellerin in ihrer eigenen Erklärung klar. Sie sei selbst Opfer häuslicher Gewalt und unterstütze Betroffene. "Ich bin keine Täterin. Ich würde unserem Kind niemals wehtun." Berrys Anwältin Marina Beck bezeichnete Martinez' ursprünglichen Antrag als "völlig unbegründet und bewusst irreführend". Die Schauspielerin sei über das Verhalten ihres Ex-Mannes zwar zutiefst traurig, werde sich davon aber nicht davon abbringen lassen, für das Wohl ihres Sohnes zu kämpfen.
Auch Nahla verteidigte ihre Mutter in einer Erklärung und bezeichnete sie als "liebevolle und hingebungsvolle Mutter". Ihr Vater ist Berrys Ex-Partner Gabriel Aubry. Berry und Martinez schlossen ihre Scheidung 2023 nach einem achtjährigen Rechtsstreit ab.