James McAvoy fühlte sich am Set von 'Abbitte' sozial überfordert
James McAvoy fühlte sich am Set von 'Abbitte' sozial überfordert.
James McAvoy hatte großen Spaß an den Dreharbeiten zum Filmdrama 'Abbitte' aus dem Jahr 2007.
Eine Idee von Regisseur Joe Wright bereitete dem Schauspieler allerdings Unbehagen: Die Hauptdarsteller und wichtige Mitglieder der Filmcrew sollten während der Produktion gemeinsam in einem großen Haus wohnen und jeden Abend zusammen essen. Für den heute 47-Jährigen war das keine besonders verlockende Vorstellung. Er fühlte sich in der geselligen Runde schlicht zu unwohl. In einer Fragerunde mit Fans auf Reddit erinnerte sich McAvoy an die Zeit am Set. Wright habe gewollt, dass die wichtigsten Mitglieder des Teams und die Hauptbesetzung unter einem Dach zusammenleben. Zu den Darstellern gehörten unter anderem Keira Knightley, Juno Temple, Benedict Cumberbatch und Vanessa Redgrave. "Sie haben jeden Abend zusammen gegessen. Es wurde viel Zeit miteinander verbracht, unter der Woche etwas weniger, aber am Wochenende kamen alle zusammen und feierten Partys", erzählte McAvoy. Das Haus sei am Wochenende zu einem regelrechten Partytreffpunkt geworden.
Für den Schauspieler war das allerdings eine Herausforderung. "Ich fühlte mich sozial so unbeholfen, dass ich eigentlich gar nicht rund um die Uhr mit allen zusammen sein wollte", gab er zu. Gleichzeitig habe er gewusst, dass Wright viel an diesem Gemeinschaftsgefühl gelegen sei. Deshalb überlegte er fieberhaft, wie er sich aus der Situation befreien könnte. Schließlich fand McAvoy eine Lösung, die er geschickt mit seiner Filmrolle begründete. In 'Abbitte' spielt er Robbie Turner, einen jungen Mann aus der Arbeiterklasse, der sich in die wohlhabende Cecilia Tallis verliebt. McAvoy argumentierte gegenüber Wright, dass seine Figur gesellschaftlich nicht auf derselben Stufe wie die anderen Charaktere stehe und von der Oberschicht nicht vollständig akzeptiert werde. "Ich sagte zu Joe, dass meine Figur im Film aus einer niedrigeren sozialen Schicht stammt. Sie mag zwar ähnlich sprechen wie die anderen, gehört aber nicht wirklich zu ihnen. Deshalb sollte ich meiner Meinung nach allein woanders wohnen", berichtete der Schauspieler.
Sein Vorschlag ging auf: McAvoy bekam ein kleines Cottage auf dem Gelände des prachtvollen Anwesens, in dem der Rest der Gruppe untergebracht war. So konnte er morgens durch die weitläufige Parkanlage spazieren und seine Privatsphäre genießen. Wenn ihm nach Gesellschaft zumute war, konnte er sich jederzeit zu den anderen gesellen. "Ich hatte meine Ruhe und konnte mich unter die anderen mischen, wann immer ich wollte, statt rund um die Uhr dabei sein zu müssen", erklärte er. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: "Verratet das bloß nicht Joe." Insgesamt habe er die Dreharbeiten dennoch in bester Erinnerung.
Auch abseits von 'Abbitte' zeigte sich McAvoy humorvoll. Auf die Frage, welcher nicht-schottische Schauspieler ihn in einem Biopic verkörpern sollte, nannte er Glen Powell, bekannt aus der Serie 'Chad Powers'. Seine Begründung: "Ich möchte Glen Powell mit schottischem Akzent sehen, wie er Haggis isst."