Joan Jett denkt, dass weibliche Rocksängerinnen nicht die Möglichkeit hatten, sich frei auszudrücken.
Die ‚Bad Reputation‘-Hitmacherin kritisiert den Sexismus in der Musikbranche, der weiblichen Künstlern schon immer den Respekt verwehrt habe, der ihnen zustehe. Im Gespräch mit Lars Ulrich von Metallica für seine ‚Beats 1′-Radioshow verrät die Musik-Ikone: "Die Leute haben Probleme damit, dass Männer Make-up und so weiter tragen, Mädels dürfen keinen Rock ’n‘ Roll spielen. Nein, Mädels können die Gitarre beherrschen, sie können Rock ’n‘ Roll spielen." Das grundlegende Problem sei tief in der Gesellschaft verwurzelt: "Es heißt im Grunde, dass die Gesellschaft es Frauen nicht erlaubt, ihre Sexualität im Verhältnis zu ihrer Musik auszudrücken. Sie müssen einem bestimmten Bild entsprechen und so ist es. Sobald sie es tun, sind sie H***n, Sch***pen und Lesben."

Glücklicherweise gibt es auch positive Beispiele. So verweist Joan auf ihre Musikerkollegin Suzy Quatro, die in Großbritannien den Durchbruch schaffte. "Frauen können Rock ’n‘ Roll spielen und Erfolg damit haben. Suzy hatte in England Hitsingles, während sie in den USA scheiterte. Ich bin sicher, das war die alte ‚Frauen spielen keinen Rock ’n‘ Roll‘-Ästhetik", kritisiert Joan.