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Joe Jackson: Zum Abschied gab es Tränen der Liebe

Wusstest Du schon...

Jens Büchner: „Es wird Blödsinn über mich erzählt“

Ja, er war, wie man so sagt, ein harter Hund. Einer, dem der Erfolg über alles ging. Auch über die Tränen seiner Kinder. Doch mit seinem Tod offenbarte der Vater von Michael Jackson (1958-2009) der Öffentlichkeit einen anderen Joe Jackson (1928-2018) als den vermeintlichen Familientyrannen. Da sah die Welt einen liebevollen Großvater, über den sein Enkel Prince Jackson (21) auf Instagram schrieb: „Du hast mir gezeigt, was es heißt, stark und ohne Angst zu sein.“

Der ehemalige Stahlarbeiter und Kranführer aus Arkansas war ein sagenumwobener Musikmanager, der das Gelingen seiner Karriere aus eigener Kraft schöpfte. Er zeugte elf Kinder, zehn mit seiner Ehefrau Katherine (88). Die meisten seiner Kinder wurden weltweit anerkannte Musiker, eines von ihnen wird immer noch als größtes Genie der Popwelt gefeiert: Michael Jackson.

Ein Leben für den Erfolg

Joseph Jackson, genannt Joe, kümmerte sich von Beginn an um die musikalische Ausbildung und Förderung seines Nachwuchses. Mehr Peitsche als mit Zuckerbrot. Er trieb die Kinder von klein auf durch zahlreiche Talentwettbewerbe und gründete 1964 die Kinderband The Jackson Brothers, der seine drei ältesten Söhne Jackie (67), Tito (64) und Jermaine (63) angehörten. Als 1966 die beiden jüngeren Brüder Marlon (61) und Michael hinzukamen, wurde die Gruppe in The Jackson Five umbenannt.

Die Band feierte in den 70er-Jahren Welterfolge. Schließlich kam auch noch Sohn Randy (62) dazu, und Papa gab den Jungs den Namen The Jacksons. Sie gingen mehrmals auf Welttournee und produzierten ein Top-Album nach dem anderen. Als die Söhne erwachsen wurden und Solokarrieren anstrebten, pushte Joe Jackson auch die Musiklaufbahnen seiner Töchter La Toya (62) und Janet (52). Und die Brüder Taj (44), Taryll (42) und TJ Jackson (39), Söhne von Tito Jackson, sind Enkel von Joe Jackson. Sie gründeten 1992 die Boygroup 3T, die zeitweise große Erfolge in Europa feierten.

Joe Jacksons einsamer Solitär war Michael Jackson. Er hatte sich freilich vom strengen Familienoberhaupt befreit und war – ohne Joe – zum größten Star des Pop-Himmels aufgestiegen. Allerdings blieb der Vater ein fortwährendes Trauma. Immer wieder berichtete Michael in Interviews von den Ängsten und Schrecken, die sein Vater verbreitet habe.

1993 brach er in einer Talkshow von Oprah Winfrey (64) in Tränen aus, als er davon sprach, wie ihn Joe Jackson mit seinem Ledergürtel geschlagen habe. Schließlich schloss er seinen Vater vom Testament aus. Der rechtfertigte in eigenen Interviews seine rigorosen Erziehungsmethoden. Damit habe er seine Kinder „aus dem Gefängnis“ und auf der richtigen Spur gehalten. Auch Joe Jackson redete bei Oprah Winfrey und sagte: „Ich bin froh, dass ich hart war… Ich habe Kinder hervorgebracht, die Menschen rund um die Welt lieben. Und sie haben alle gut behandelt.“

2009 geschah Joe Jackson das Schlimmste, was einem Vater geschehen kann: Er musste seinen Sohn beerdigen. Michael, der King of Pop, war im Alter von nur 50 Jahren an Medikamentenmissbrauch gestorben. Fortan trug Joe Jackson einen schwarzen Hut und eine Kette, die seinen Sohn als Engel darstellen sollte.

„Ich liebe dich Opa, so so so sehr“

Joe Jackson ist milder geworden im Alter. Seinen 28 Enkeln war er ein anderer Großvater als der harte Musikproduzent, der Kindern das Fürchten gelehrt hatte.

Paris Jackson (20), die erst ihren Vater Michael und nun den Großvater verloren hat, postete auf Instagram eine Bilderstrecke, auf dem ersten Foto hält sie die Hand ihres Opas am Sterbebett. Sie war bis zum Schluss bei Joe Jackson und schreibt: „Dass ich deine Hand halten, mich an dich kuscheln, dir Küsse auf die Wangen und die Stirn geben durfte, bedeutete mir mehr als du jemals erahnen könntest.“ Für Paris war ihr Opa, „der erste wahre Jackson. Die Legende, mit der alles begann“. Sie sei stolz darauf, eine Jackson zu sein und werde ihm auf ewig dankbar sein: „Ich liebe dich Opa, so so so sehr“.

Enkelsohn Taj Jackson reagierte via Twitter in etwas anderer Form und wehrte sich gegen negative Kommentare zur Todesmeldung seines Opas: „Joe wurde von unserer GESAMTEN Familie geliebt und unsere Herzen sind voller Schmerz. Lasst uns ohne diese Gehässigkeiten trauern.“

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