Die Jury im Prozess Johnny Depp gegen Amber Heard musste vor der Urteilsverkündung noch einige offene Fragen klären.
Die zuständige Richterin hatte einige Unklarheiten zu beseitigen, bevor die Geschworenen über die 50-Millionen-Dollar-Klage (46 Millionen Euro) wegen Verleumdung, die der ‚Fluch der Karibik’-Star gegen seine Ex-Frau eingelegt hatte, entscheiden können. Heard selbst hatte sich kurzerhand dazu entschlossen, ihren Ex ebenfalls zu verklagen — auf stolze 100 Millionen Dollar (93 Millionen Euro). Wochenlang hörte die Jury zu, als die ‚Aquaman‘-Darstellerin und ihr in Ungnade gefallener Ex-Mann über ihre toxische Beziehung erzählten.

Nachdem zuletzt die Schlussplädoyers der Anwälte gehört wurden, müssen die Geschworenen jetzt darüber entscheiden, ob Heard Depp tatsächlich fälschlicherweise der häuslichen Gewalt bezichtigt hatte. Insbesondere ein Artikel, den die Schauspielerin im Jahr 2018 in der ‚Washington Post‘ veröffentlichte, steht dabei zur Debatte. Darin nennt Heard ihren Ex zwar nicht namentlich, doch dem Leser wird schnell klar, dass die Beziehung zu Depp gemeint ist. Damit bei der Urteilsentscheidung keine Unklarheiten bestehen, wurden die Einzelheiten des Artikels deshalb jetzt noch einmal vor Gericht erklärt.

©Bilder:BANG Media International – Johnny Depp – Fairfax court 2022 – Avalon