Mehr als neun Stunden berieten sich die Geschworenen im Fall Jussie Smollett (39), dann stand das Urteil fest: Der Schauspieler ('Empire') hat den rassistisch-homophoben Angriff, dessen Opfer er angeblich wurde, selbst inszeniert und die Polizei belogen.

Weltweite Schlagzeilen

Wir erinnern uns: Der Serienstar hatte im Januar 2019 berichtet, dass er vor seiner Wohnung in Chicago von zwei Männern überfallen worden sei, dabei hätten seine Angreifer rassistische und schwulenfeindliche Parolen gebrüllt und ihrem vermeintlichen Opfer sogar eine Schlinge um den Hals gelegt. Der Vorfall machte weltweit Schlagzeilen, doch schnell wurde die Polizei auf Ungereimtheiten in Jussies Darstellung aufmerksam. Die beiden als Verdächtigte verhafteten Brüder, Abimbola ‘Abel’ und Olabinjo ‘Ola’ Osundairo beschuldigten den Schauspieler, sie angeheuert und 3.500 Dollar für eine inszenierte Attacke gezahlt zu haben. Das Geld war tatsächlich geflossen, doch der Angeklagte hatte behauptet, sie sei für Trainings- und Ernährungsberatung gewesen.

Muss Jussie Smollett hinter Gitter?

Nachdem ein Anfangsverdacht bestand, ließ die Staatsanwaltschaft die Klage gegen Jussie Smollett zwei Monate nach dem Angriff zunächst fallen. Im Februar 2020 kam es nach weiteren Untersuchungen erneut zur Anklage. Jetzt entschied eine Jury gegen den Angeklagten und befand ihn der Inszenierung des Vorfalls für schuldig.

Doch warum sollte der Star überhaupt eine solch absurde Aktion starten? Angeblich habe er sich geärgert, weil die Produktionsfirma seiner Serie 'Empire' Hassnachrichten gegen ihn nicht ernst genommen habe. Mit dem Überfall wollte Jussie seine Karriere vorantreiben. Jetzt drohen dem Darsteller bis zu drei Jahre Gefängnis, auch wenn Beobachter eine Haftstrafe für wenig wahrscheinlich halten. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet, Jussie Smollets Anwalt kündigte bereits an, in Berufung gehen zu wollen.

Bild: Adam Nemser/startraksphoto.com