Katerina Jacob und Ehemann haben sich "zum humanen Sterben angemeldet"

Schauspielerin Katerina Jacob und Jochen Neumann schreiten seit 30 Jahren gemeinsam durchs Leben. Auch für den Tod haben sie zusammen eine Entscheidung getroffen.

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Katerina Jacob und ihr Ehemann Jochen Neumann.
Katerina Jacob und ihr Ehemann Jochen Neumann. Foto: imago/Manfred Siebinger

Seit 30 Jahren sind "Der Bulle von Tölz"-Schauspielerin Katerina Jacob (68) und Jochen Neumann (83) nun schon ein Paar, die Hälfte davon als Eheleute. Wer so lange miteinander lebt, denkt unweigerlich auch über den eigenen Tod und den des Liebsten nach, wie die beiden im Doppelinterview mit der Zeitschrift "Bunte" verraten haben.

Neumann ist mit 83 Jahren rund 15 Jahre älter als Jacob, bei ihr wurde 2022 ein "äußerst aggressiver Krebs" diagnostiziert, wie sie es selbst im Interview ausdrückt. Aktuell gehe es ihr zwar gut, die regelmäßigen Kontrollen seien aber "jedes Mal eine Zitterpartie".

Sie haben bereits Vorkehrungen getroffen

Um dem schweren Thema zumindest etwas von seiner Unberechenbarkeit zu nehmen, haben sich Jacob und Neumann "zum humanen Sterben angemeldet. Und wenn es so weit ist, müssen wir eben entscheiden."

Sollte sie vor ihrem Ehemann gehen, hegt Jacob einen Wunsch: "Ich hoffe, wenn ich vor ihm sterbe - er ist ja noch rüstig und sieht noch sehr gut aus in meinen Augen -, dass er noch mal eine Partnerin findet." Eine Vorstellung, mit der sich Neumann aber nicht anfreunden kann: "Das wäre mir ganz ehrlich gesagt zu viel Arbeit."

Gegensätze ziehen sich an?

Dass sie sich - wie bei diesem Thema - mitunter uneins sind, sei das Geheimnis hinter ihrer langjährigen Liebe: "Ich glaube, wir sind das bipolarste Paar Deutschlands", scherzt Jacob. "Musik, Wetter, Reisen, ja sogar beim Essen sind wir komplett unterschiedlich."

Der Spruch "Gegensätze ziehen sich an" trifft auf die beiden dennoch nur bedingt zu. So verrät Jacob, dass ein wichtiger Aspekt ihrer glücklichen Ehe die regelmäßige räumliche Distanz zueinander ist. Als sie sich kennenlernten, lebte sie in Deutschland und er in Kanada. Weil das so gut funktionierte, beschlossen sie: "Diesen Prozess sollten wir beibehalten, damit man sich immer wieder aufeinander freut."

Funkstille herrscht während dieser Zeit aber nicht, im Gegenteil: "Wir telefonieren quasi stündlich. Das geht aber von Jochen aus, weil er mich ständig fragt, wo etwas ist."

(stk/spot)