Kathleen Kennedy verspürte nach Lucasfilm-Abschied 'Erleichterung'

Die Produzentin trat im Januar nach 14 Jahren als Präsidentin des 'Star Wars'-Studios zurück.

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Kathleen Kennedy verspürte nach Lucasfilm-Abschied 'Erleichterung'
Foto: BANG Media International / Avalon

Kathleen Kennedy hat ihren Abschied von Lucasfilm als "erleichternd" empfunden.

Die 73-jährige Produzentin trat im Januar nach 14 Jahren als Präsidentin des 'Star Wars'-Studios zurück und räumte ein, dass die Aufgabe sehr herausfordernd gewesen sei. Bei Bloombergs jährlichem Screentime-Event in Los Angeles am Mittwoch (30. September) wurde Kennedy gefragt, ob sich ihr Abschied bittersüß angefühlt habe. "Ich nehme an, da ist ein wenig Erleichterung. Diese Jobs sind nicht einfach, und in etwas einzusteigen, das George [Lucas] geschaffen hatte, war eine unglaubliche Herausforderung", gestand sie.

Seit ihrem Abschied hat sich Kennedy unter anderem mit dem Aufstieg künstlicher Intelligenz in Hollywood beschäftigt. "Ich finde es einfach außergewöhnlich, was gerade passiert", berichtete sie. Statt sich bereits eine feste Meinung oder ein Urteil zu bilden, wolle sie zunächst möglichst viele Menschen kennenlernen, die an den neuen Technologien arbeiten. Gleichzeitig versuche Kennedy, wieder mit Menschen zu sprechen, zu denen sie den Kontakt verloren habe. "Denn wenn man etwas wie 'Star Wars' macht, lebt man ein Stück weit in einer Blase", offenbarte sie.

Als "schwierigste Sache" während ihrer Zeit an der Spitze von Lucasfilm bezeichnete Kennedy die Suche nach dem richtigen Gleichgewicht. Einerseits müssten neue Projekte die treue Fangemeinde zufriedenstellen, andererseits sollten sie auch ein breiteres Publikum ansprechen. "Das ist die Herausforderung, vor der alle Franchises stehen, insbesondere bei etwas, das es inzwischen seit 50 Jahren gibt. Es gibt Menschen, denen das sehr viel bedeutet", betonte sie.

Zu ihren größten Erfolgen zählt Kennedy die Wiederbelebung der Filmreihe mit 'Star Wars: Das Erwachen der Macht' sowie ihre Arbeit an den Disney+-Serien 'Andor' und 'The Mandalorian'. Konkrete Dinge, die sie bereue, nannte sie dagegen nicht. Im Filmgeschäft könne schließlich nicht jedes einzelne Projekt ein perfekter Erfolg werden. Vielmehr lerne sie aus den Filmen und den anschließenden Analysen darüber, was funktioniert habe und was nicht. "Aber ich bin immer stolz auf die Arbeit, die geleistet wurde", betonte die Produzentin. Inzwischen haben Dave Filoni und Lynwen Brennan die Leitung von Lucasfilm übernommen. Kennedy kehrt derweil gemeinsam mit ihrem Ehemann Frank Marshall zur unabhängigen Filmproduktion zurück.